ESV Kaufbeuren schockt die Dresdner EislöwenDEL2 kompakt

Michael Fröhlich und Branden Gracel erzielten die ersten beiden Kaufbeurer Tore in Dresden. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)Michael Fröhlich und Branden Gracel erzielten die ersten beiden Kaufbeurer Tore in Dresden. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)
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Play-off-Viertelfinale:

Bietigheim Steelers – EHC Bayreuth 5:2 (1:2, 2:0, 2:0)
Play-off-Stand: 1:0

Was die Bremerhavener in der DEL sind, sind die Tigers aus Bayreuth in der DEL2. Über die Pre-Play-offs hat sich der Zweitliga-Neuling die Teilnahme am Viertelfinale erspielt – und die Schwarz-Gelben haben offenbar gar keine Lust, gegen den Ligaprimus kleinbeizugeben. Denn der EHC ging zweimal – durch Marcus Marsall und Sergej Stas – im ersten Drittel in Führung und ging nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Steelers von Matt McKnight mit einer Führung in die erste Pause. Dann jedoch setzten sich die Steelers durch: David Wrigley und zweimal Max Lukes erhöhten auf 4:2, ehe Benjamin Zientek kurz vor Schluss noch ins leere Bayreuther Tor traf.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 6:2 (0:0, 2:1, 4:1)
Play-off-Stand: 1:0

28 Minuten lang mussten die Zuschauer in Frankfurt auf das erste Tor warten, dann aber brachte Joel Keussen die Löwen in Führung. Dem 2:0 von Matt Tomassoni folgte der Anschlusstreffer von Enrico Saccomani, doch in den ersten sechseinhalb Minuten des Schlussabschnitts langte Frankfurt durch Patrick Jarrett, Matt Pistilli und Lukas Laub dreimal zu. Damit war die Partie entschieden. In der Folge trafen noch Marc Wittfoth für Freiburg sowie C.J. Stretch für die Löwen.

Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)
Play-off-Stand: 1:0

Noch länger dauerte es in Kassel, bis die Tore fielen – dafür ging es dann ähnlich fix wie in Frankfurt. 43 Minuten lang blieb die Partie torlos, doch zwischen der 44. und 48. Minute schossen Phil Hungerecker, Adriano Carciola und Jack Downing das entscheidende 3:0 für die Schlittenhunde heraus. Hungerecker erhöhte noch auf 4:0 (58.), ehe Nick Bruneteau 34 Sekunden vor dem Ende einen Shutout von Kassels Goalie Markus Keller verhinderte. Bereits nach acht Sekunden im letzten Drittel kassierte Weißwassers Dominik Bohac fünf Minuten samt Spieldauerstrafe wegen eines Bandenchecks.

Dresdner Eislöwen – ESV Kaufbeuren 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)
Play-off-Stand: 0:1

Dresden führte zwar nach dem Powerplay-Tor von Mirko Sacher – mehr gelang den Eislöwen nicht, was Trainer Bill Stewart stinksauer machte: „Wir haben in den letzten drei Heimspielen nur vier Tore geschossen. Das ist peinlich. Wir wissen, wie entscheidend es gerade in den Playoffs ist, das Momentum auf seine Seite zu ziehen. Wenn man Tore schießt, erreicht man es. Wenn man das nicht tut, verliert man es. Und genau das passiert gerade bei unseren Heimspielen. Unser Team hat für 30 Minuten hart gearbeitet. Das reicht nicht aus. Wir haben den Heimvorteil, den wir uns über sieben Monate hart erarbeitet haben, innerhalb von einer Stunde verschenkt.“ Michael Fröhlich, Branden Gracel, Sami Blomqvist und Max Schmidle trafen für die Allgäuer. Auf beiden Seiten gab es eine Spieldauerstrafe: gegen Steven Rupprich (Dresden) wegen Bandenchecks, gegen Jeff Szwez (Kaufbeuren) wegen übertriebener Härte.

Play-downs, 1. Runde:

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 4:3 (1:0, 2:2, 0:1, 1:0) n.V.
Play-down-Stand: 1:0

Die Roten Teufel brauchten die Overtime, um sich gegen den Letzten der DEL2-Hauptrunde durchzusetzen. 19 Sekunden vor der ersten Pause brachte, Marcus Götz die Hausherren in Front, ehe Jason Pinizzotto und Erik Gollenbeck die Partie vorübergehend drehten. Per Doppelschlag sorgten Harald Lange und Radek Kresten für die erneute Nauheimer Führung. Gollenbecks zweites Tor brachte die Verlängerung, die Nick Dineen in Überzahl in der 80. Minute beendete. In der 70. Minute hatte Bad Nauheim einen Penalty vergeben.

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 4:3 (2:2, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
Play-down-Stand: 1:0

Ähnlich sah es in Rosenheim aus: Nach 36 Sekunden traf Tyler McNeely zum 1:0 für die Grün-Weißen, ehe Jordan Heywood und Jonathan Harty die Falken nach vorne brachte. McNeely traf im ersten Drittel zum 2:2, doch Heilbronn legte durch Harty noch einmal vor. Kurz vor der zweiten Pause markierte McNeely mit seinem dritten Tor das 3:3. In der Overtime dauerte es bis zur 76. Minute, ehe Joonas Valkonen den Abend beendete. Heilbronns Jordan Heywood musste eine Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks einstecken (16.).