"Es war im ersten Drittel allerdings ein zähes Unterfangen"5:3-Heimsieg gegen Ravensburg

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Platz 4!!! Der EC Bad Nauheim klettert Dank eines 5:3 (0:1, 1:0, 4:2)-Heimerfolgs gegen die Towerstars Ravensburg auf den vierten Rang der DEL2-Tabelle und holt sich vor 3.054 Zuschauern den zehnten Sieg im elften Spiel, so dass der tolle Lauf auch im neuen Jahr anhält. "Es war im ersten Drittel allerdings ein zähes Unterfangen, in dem wir zuviele Chancen des Gegners zugelassen haben. Ab dem zweiten Drittel lief es deutlich besser für uns, als wir Nemec zu einigen Saves zwangen und im letzten Abschnitt haben wir die Tore schließlich zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Der vierte Platz ist zwar schön - er zeigt mir aber in erster Linie, dass wir einen großen Abstand zum elften Platz haben", analysierte Bad Nauheims Trainer Petri Kujala das Spielgeschehen nach einem spannenden und temporeichen Match.

Die mit lediglich drei Blöcken angetretenen Gäste machten von Beginn an deutlich, dass sie etwas mitnehmen wollten aus diesem Spitzenspiel. Bereits in der ersten Spielminute musste Mikko Rämö einen Alleingang von Smith mit einem sensationellen Fanghand-Save stoppen und auch in der Folgezeit hatten die Towerstars mehr vom Spiel. Nach einem Fehlpass von Kammerer prüfte Roloff erneut Rämö, der wieder zur Stelle war und seinem Team zunächst das 0:0 hielt. Die Gastgeber wirkten verkrampft und das, was zuletzt fast von alleine zu laufen schien, funktionierte in diesem ersten Drittel so gut wie gar nicht. Es waren nur wenige Spielzüge, die an die Spiele der letzten Wochen erinnerten: einmal war Kammerer durch und prüfte Nemec im Tor der Oberschwaben (10.), Cameron verzog nach einem sehenswerten Konter über das Gehäuse (12.). Das war es dann aber auch schon bei den Kurstädtern, die heute im VfL Bad Nauheim Retro-Jersey anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Eisstadions aufliefen. Vielleicht lag es an der ungewohnten Trikotfarbe, dass ein erneuter Fehlpass der EC-Defensive das 0:1 durch Vogt ermöglichte, der völlig frei vor Rämö keine Mühe beim Führungstreffer hatte (14.). Die Gastgeber, die konsequent mit vier Blöcken agierten, waren zwar bemüht, doch viele kleine Stockfehler sowie ungenaue Pässe ermöglichten nur wenige gute Szenen, so dass es mit dem knappen Rückstand in die erste Pause ging.

Ganz anders kam das Team der Roten Teufel zurück aus der Kabine zum zweiten Drittel: plötzlich war Zug zum Tor drin und es ergaben sich einige Torchancen auf Seiten der Gastgeber. Frosch und Hofland prüften Nemec im Powerplay (23.), der mit Glück und Geschick den  Gegentreffer verhinderte. Strauch tauchte frei vor dem Towerstars-Goalie auf, doch der Kapitän verzog über das Gehäuse (25.). Im Slot stehend scheiterte Dineen an Nemec (27.), der sich langsam aber sicher zum besten Mann bei den Oberschwaben entwickelte. Ravensburg kam erst langsam mit Kontern zurück ins Spiel, die bis auf einen Schuss von Smith in der 28. Minute aber ungefährlich blieben, zumal Rämö nach wie vor auf dem Posten war. Das Spielgeschehen fand eher auf der anderen Seite statt, allerdings schien das Tor wie vernagelt, nachdem die Towerstars vor allem den Slot gut zumachten. Die Hausherren drückten gegen Ende des Drittels aber nochmal: Dineen scheiterte in der 38. Minute zunächst aussichtsreich im Powerplay, das gerade vorüber war, als Dusan Frosch mit einer Direktabnahme unter die Latte doch noch erfolgreich war und das leistungsgerechte 1:1 nach 40 Minuten sicherstellte.

Der letzte Abschnitt begann optimal für die Hausherren: Dustin Cameron fälschte einen Handgelenkschuss von Jonas Gerstung unhaltbar für Nemec zum 2:1 ab (44.). Die Roten Teufel drängten auf die Vorentscheidung, allerdings hielt Ravensburg nach wie vor dagegen. Langwieder traf mit einem Schlenzer bei verdeckter Sicht für Rämö zum 2:2 (50.), was die Gastgeber aber nicht aus dem Konzept brachte. Man spielte weiter nach vorne und kam zu einem Pfostenschuss durch Dusan Frosch (51.). Das 3:2 durch Andreas Pauli in der 54. Minute war der verdiente Lohn für die Angriffsbemühungen und zog den dezimierten Towerstars letztendlich den Zahn. Spätestens mit dem 4:2 durch Cameron nach einem kapitalen Fehler in der Ravensburger Abwehr war das Match gelaufen, auch wenn Schmidt nach herausgenommenen Torhüter noch einmal den Anschluss schaffte. Exakt 32 Sekunden vor dem Ende war es aber erneut der ehemalige Ravensburger Dustin Cameron mit seinem dritten Treffer des Abends, der ins verwaiste Netz hinein den Endstand herstellte. "Im ersten Drittel haben wir nicht viel falsch gemacht und unsere Führung war verdient. Aber ab dem zweiten Drittel konnten wir nicht immer schnell genug wechseln, was unserem kleinen Kader heute nicht gut getan hat. Am Ende ist der Bad Nauheimer Sieg verdient", sagte Towerstars-Coach Danny Naud nach der Partie.

Keine Pause in der Liga: bereits am Dienstag geht es für die Teams weiter, die Roten Teufel gastieren dann bei den Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr). Das Spiel wird live bei Sprade TV übertragen.

EC Bad Nauheim - Towerstars Ravensburg 5:3 (0:1, 1:0, 4:2)
Tore:
0:1 (13:10) Vogt (Brandl, Detsch)
1:1 (38:57) Frosch (Ketter, Dineen)
2:1 (43:04) Cameron (Gerstung)
2:2 (49:47) Langwieder (Vogt)
3:2 (53:34) Pauli (Keussen, Alanov)
4:2 (56:27) Cameron
4:3 (58:49) Schmidt (Vogt, Dück) 6-5
5:3 (59:28) Cameron (Dineen) ENG
Strafminuten: ECN 4 / RAV 6
Zuschauer: 3.054

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