"Es war ein Arbeitssieg"EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Zuschauer erlebten eine wilde Anfangsphase, die sogleich von beiden Seiten mit offenem Visier geführt wurde. Nach 60 Sekunden musste SBR-Goalie Ehelechner bereits drei Schüsse der Gastgeber entschärfen, aber auch auf der Gegenseite hatte Zientek nach einem Konter eine sehr gute Gelegenheit, die Jan Guryca vereitelte, so dass beide Goalies gleich im Spiel waren. In der Folgezeit bekamen die Bayern das Spielgeschehen aber besser unter Kontrolle und setzten die EC-Abwehr, die ohne den verletzten Dan Ringwald antreten musste (fällt aufgrund einer Handverletzung acht bis zehn Wochen aus), unter Druck. Die größte Möglichkeit erspielte sich in dieser Situation Hofbauer, der von McNeely mustergültig bedient wurde, doch erneut konnte Jan Guryca das Tor in höchster Not verhindern. Die Roten Teufel bissen sich fortan förmlich in das Match und konnten das hohe Tempo der Starbulls nun mitgehen. Hieraus entstanden Möglichkeiten von Campbell (13.) und Aab (14.), die Ehelechner all sein Können abverlangten. Als die Hausherren vor der ersten Pause nach einer Strafe gegen den Ex-Teufel Marcus Götz in Überzahl agieren konnten, traf Rohner nach einem Konter nur den Bad Nauheimer Pfosten, im Gegenzug klingelte es nach einem von Patrick Strauch abgefälschten Paris-Schlagschuss von der blauen Linie zur 1:0-Führung.

Im zweiten Abschnitt war es ein Topspiel auf Augenhöhe mit viel Tempo, in dem die Hausherren auf 2:0 erhöhen konnten: Jonas Noske spielte einen tollen langen Pass auf Matt Beca, der mit viel Willen den Treffer gegen zwei Rosenheimer markierte. Die Hessen hätten sogar noch nachlegen können, als Drew Paris den SBR-Goalie erneut prüfte. Rosenheim suchte den Schlüssel, um die kompakt stehende EC-Defensive zu knacken, einzig in Überzahl kamen sie durch Trabucco und Kunes zu zwei guten Gelegenheite, Jan Guryca war beide Male zur Stelle. Der Pechvogel aus Gäste-Sicht schien Michael Rohner zu sein, der in der 36.Minute im Powerplay am leeren Tor vorbei schoss und in der letzten Minute zum zweiten Mal nur den Pfosten traf. Exakt zwei Sekunden vor dem zweiten Pausentee - die Roten Teufel schienen mit den Gedanken schon in der Kabine zu sein - zog Kunes einfach mal ab und traf zum unnötiten 1:2-Anschlusstreffer.

Der letzte Abschnitt begann optimal für die Hausherren: nach toller Vorarbeit von Vitalij Aab nutzte Tim May den Pass von hinter dem Tor zum 3:1 (45.). Nicht ganz eine Minute später klingelte es schon wieder im Kasten von Patrick Ehelechner, als in Überzahl erneut Patrick Strauch einen Aab-Schuss unhaltbar zum 4:1 abfälschte. Die Messe schien gelesen, doch Rosenheim kam noch einmal - auch Dank teilweise fragwürdiger Strafen gegen die Roten Teufel. Eine solche nutzte Somma in der 52.Minute zum zweiten Rosenheimer Treffer, der den Bayern noch einmal Auftrieb gab. Das Pendel schlug an diesem Abend aber zugunsten der Hausherren aus, die durch Helms sogar noch einen Penaltyschuss hatten. Als SBR-Coach Franz Steer seinen Torhüter vom Eis nahm, war es Max Campbell, der in der vorletzten Minute den 5:2-Endstand besorgte. "Wir haben viel Druck ausgeübt, doch durch einfache Fehler sind wir ins Hintertreffen geraten. Pech war auch noch dabei, als wir Latte, Pfosten usw. trafen. Ich kann meinem Team eigentlich nichts vorwerfen", sagte SBR-Trainer Franz Steer nach dem Spiel.

EC Bad Nauheim - SB Rosenheim 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)
Tore:
1:0 (19:12) Strauch (Paris, Aab) PP1
2:0 (24:44) Beca (Campbell, Noske)
2:1 (39:58) Kunes (McNeely, Hofbauer)
3:1 (44:56) May (Aab, Oppolzer)
4:1 (45:36) Strauch (Aab, Frosch) PP1
4:2 (51:13) Somma (Frank, Kunes) PP1
5:2 (58:19) Campbell (Guryca) ENG
Strafminuten: ECN 14 / SBR 10
Zuschauer: 2.543

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