Es ist Fünf vor Zwölf! Ein Kommentar zur Lage beim SC Riessersee

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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"Geisteskrank! Ich zeige ihn an!" Van Hauten greift Klubchef Kress an. - "SCR: Barnes geht auf Distanz. Kanadier will 100% oder gar nichts."

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Schlagzeilen, mit denen das derzeitige Geschehen beim SC Riessersee allein am Donnerstag viele Seiten der Gazetten füllte. Dass die Werdenfelser mit Superleistungen auf dem Eis derzeit die Tabelle der 2. Bundesliga anführen, interessiert praktisch niemanden. Dagegen hält das Geschehen hinter den Kulissen, das teilweise bizzare Züge annimmt, die Eishockeyfans in ganz Deutschland in Atem. Denver und Dallas waren im Vergleich dazu mehr als harmlos. Bis auf Trainer Gailer gibt es beim SCR mittlerweile wohl kaum mehr jemanden, der vom Duo Nominikat/Kress nicht ausgewechselt worden ist. Fanproteste, nicht eingehaltene Versprechungen,Verleumdungen, Gerüchte über eine finanzielle Schieflage: Das ist zur Zeit die Tagesordnung in Garmisch. Aus heiterem Himmel tauchte vor zwei Wochen plötzlich der reiche Onkel aus Amerika als Retter auf, der angeblich 1,5 Mio. Euro für eine Beteiligung am SCR zahlen wollte. Nach einem Bericht des Garmischer Tagblattes ist er davon anscheinend schon wieder abgerückt. Es grenzt fast an ein Wunder, dass die Mannschaft, von diesem Theater scheinbar unbeeindruckt, hervorragende Spiele abliefert. Die Frage ist, wie lange das noch gut geht. Es ist allerhöchste Zeit, dass in Garmisch endlich reiner Tisch gemacht wird und Ruhe einkehrt. Dabei spielt Ludwig Nominikat die Hauptrolle. Er allein kann, als Alleingesellschafter und Geschäftsführer der GmbH, das Ruder herumreißen. Er muss es schnellstens tun, sonst geht mit dem SC Riessersee ein weiterer Traditionverein vor die Hunde, und das deutsche Eishockey hat einen neuen Skandal. (an)