„Es fühlt sich super an!“Heilbronner Falken

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Das erste Drittel bot nur wenige Torchancen, nur vereinzele Schüsse kamen zu den Torhütern durch. Brett Jaeger im Tor der Gäste konnte diese ebenso locker abwehren, wie Alex Scola bei seiner Premiere im Tor der Unterländer. Scola wechselte kurzfristig nach Heilbronn und ist (zunächst) mit einem Probevertrag ausgestattet. Die bis dahin größte Chance hatte Sachar Blank in der 28. Spielminute. Sein Versuch, den Puck aus kurzer Distanz ins Tor abzulenken, war nicht von Erfolg gekrönt. Nur eine Minute später machte Fabian Krull es besser und ließ die Zuschauer erstmalig jubeln, als er mit einem satten Schlagschuss die 1:0 Führung erzielte. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Falken in Überzahl und somit gelang, wie auch schon in Ravensburg, ein Powerplaytreffer. Viel mehr passierte im zweiten Drittel nicht. Bis auf einige Strafzeiten war dieses faire Spiel eher -entsprechen der Jahreszeit- friedlich und besinnlich.

Interessanter wurde der Schlussabschnitt. In der 47. Minute konnten die Gäste durch Sam Verelst den Ausgleich erzielen. Vorangegangen war ein unglücklicher Wechsel der Hausherren, der den Fischtown Pinguins den Weg zum Treffer freimachte. Zwei Minuten später waren die Gäste ganz nah an der Führung, doch das rote Metallgestänge rettete für den geschlagenen Scola. Fast im Gegenzug erzielten die Hausherren die erneute Führung. Einen Schuss von Sachar Blank ließ Bremerhavens Torhüter Jaeger nach vorne abprallen. Sergej Janzen schob die Scheibe mit seinem Schläger ins Tor. Endlich nutzten die Falken eine „zweite Chance“ und erzielten dieses „dreckige Tor“ (O-Ton Luigi Calce). Die Gäste drängten nun auf den neuerlichen Ausgleich und nahmen in der 59. Spielminute ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. 32 Sekunden vor Ende jubelte die Kolbenschmidt Arena, Stefan Legein traf ins leere Tor. Anerkennung fand dieses Tor nicht, die Linienrichter hatten auf Abseits entschieden. Die meisten Zuschauer sahen dies anders. Der zweite Treffer ins verwaiste Tor war korrekt und so erzielte Riley Armstrong fünf Sekunden vor dem Ende den 3:1 Endstand. Eine Diskussion, ob Legein wirklich im Abseits stand, war aufgrund des Sieges nicht nötig. Gewiss hätte ein anderer Spielverlauf hierzu geführt.

Dadurch, dass die Falken erstmalig seit dem 14.11. und nach 13 Niederlagen in Folge ein Spiel gewinnen konnten, bleibt der ESV Kaufbeuren alleiniger „Rekordhalter“ mit 14 Niederlagen in Serie. Es ist anzunehmen, dass niemand in Heilbronn ein ernsthaftes Interesse hatte, in diesem Bereich mit den Allgäuern gleichzuziehen.

Fabian Krull (Heilbronner Falken) zum Spiel:

„Es war ein super Einstand von Alex Scola. Er hat einiges weggefischt. Auf diesen Sieg haben wir hingearbeitet, seit Gerd Wittmann und Luigi Calce da sind. Wir hatten -bis auf den Ausrutscher in Frankfurt- knappe Spiele. Heute haben wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Die Tendenz geht nach oben. Heute haben wir auch nach dem Ausgleich gut reagiert und schnell das 2:1 erzielt. Endlich wieder zu gewinnen fühlt sich gut an.“

Durch seinen Treffer erzielte Fabian Krull seinen zwölften Scorerpunkt in der aktuellen Saison. Somit hat er nun bereits einen mehr als nach dem Abschluss der Saison 2013/2014 (inkl. Relegation). Mehr Punkte hat er in seiner Karriere in einer Zweitliga-Saison noch nie erzielt.

Kurzes Gespräch mit dem Co-Trainer der Falken Luigi Calce:

Wie fühlt sich der erste Sieg als Co-Trainer an?

„Wir haben drei sehr gute Spiele gemacht und hatten dort auch die Möglichkeiten, einen Sieg nach Hause zu fahren. Das Spiel in Frankfurt war ein Weckruf für uns. Heute haben wir konsequent gespielt, die Spieler haben sich gut an die Vorgaben gehalten und wir haben den Sieg eingefahren. Es fühlt sich super an!“

Was machen Sie und Gerd Wittmann anders im Training?

„Anders ist schwierig zu beantworten, jeder Trainer hat seine eigene Philosophie. Ich habe es als Spieler sehr geschätzt, wenn der Trainer mit mir gesprochen hat. Das mache ich nun auch mit den Jungs. Ich frage auch mal „Wie geht’s Dir?“, ich denke dadurch fühlen sich die Spieler besser und merken, dass wir uns auch um sie kümmern. Wir wollen unsere Ordnung und unser System installieren, jeder hat bei uns die Chance zu spielen. Wir verzeihen auch Fehler auf dem Eis.“

Herr Pavlov hat bis zu seiner Beurlaubung an Platz 10 als Saisonziel festgehalten. Wie sieht ihr Ziel aus?

„Wir schauen nun erst einmal von Spiel zu Spiel. Wir wollen eine Mannschaft auf dem Eis sehen, wo jeder für den anderen kämpft. Der Klassenerhalt ist das oberste Ziel. Was darüber hinaus kommen kann, wird sich zeigen.“

Die Stimmung im Team scheint besser zu sein?

„Wir sind offen für das, was die Spieler sagen und anregen. Es heißt natürlich nicht, dass sie alles bekommen, aber Gerd Wittmann und ich sprechen Ideen und Anregungen durch und es gibt das ein oder andere, was uns hilft. Wir sind für die Spieler da und sie sollen dann auch für uns da sein.“

Nun stehen sechs ausländische Spieler im Kader, vier können aber nur spielen. Heute fehlten der verletzte T.J. Fast und Grant Toulmin. Hat Toulmin noch eine Chance zu spielen?

„Natürlich hat er eine Chance, aber es wird sicher nicht einfach. Die Reihe um Cameron, Legein und Armstrong war in Ravensburg brutal stark. Heute nach vorne nicht so, aber defensiv waren sie sehr konsequent. Wir müssen dann sehen, was wir machen, wenn Grant Toulmin zurückkommt, aktuell ist er verletzt. T.J. Fast fällt mindestens noch drei Wochen aus. Sofern seine Verletzung eine Operation nötig macht, dann noch länger.“

 Statistik:

1:0       Fabian Krull (Überzahl-Tor) (Sergej Janzen, Alexander Janzen) 28:26

1:1       Sam Verelst (Andrew McPherson, Ryan Martinelli) 46:26

2:1       Sergej Janzen (Sachar Blank, Steven Bär) 49:24

3:1       Riley Armstrong (Empty Net) (Dustin Cameron, Stefan Legein) 59:55

Strafen:           Heilbronner Falken: 4 + 10 Louis Heinis

                        Fischtown Pinguins: 10

Zuschauer:     1.185

Schiedsrichter:           Carsten Lenhart


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