Erster Sieg gegen KasselTowerstars verkürzen im Playoff-Halbfinale

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In den ersten zehn Minuten gehörte das Spiel klar den Towerstars. Diese liefen die Scheibe schnell und direkt laufen, es wurde auch ohne viel Geschnörkel auf das gegnerische Tor geschossen. Waren die Huskies in Puckbesitz, war meist kurz nach der blauen Linie auch schon wieder Puckeroberung angesagt. Die Towerstars überzeugten hier vor allem durch aggressives, aber regelgerechtes Zweikampfverhalten. Was dennoch auf das Ravensburger Tor kam, war sichere Beute von Matthias Nemec. Allerdings musste der nach knapp 13 Minuten den Puck doch aus dem eigenen Tor holen. Ein Schuss von Mike Little prallte unberechenbar von der Glasumrandung zurück und letztlich direkt vor die Füße von Thomas Merl, der den Puck letztlich trocken und flach ins rechte Eck schob. Für die bis dahin teils drückend überlegenen Towerstars war das ein wahrer Schock. Sofort verfiel das Team in Verunsicherung, die Aufbaupässe kamen nicht mehr an und so mancher Stockfehler war jetzt zu beobachten. In der Schlussphase des Startabschnitts stellte sich jedoch Besserung ein und nachdem von Stadionsprecher Markus Haider die letzte Minute des ersten Abschnitts angesagt wurde, starteten die Towerstars nochmals einen engagierten Angriff. Und jetzt sollte alles passen, die selbst vorbereitete Aktion bekam Konstantin Schmidt von Brian Roloff zurück auf den eigenen Schläger und die Towerstars „19“ schlenzte die Scheibe entschlossen zum 1:1 Ausgleich ins rechte Eck.

„Ein Ausgleich so kurz vor der Pause ist natürlich wichtig für die Stimmung in der Kabine“, sagte Trainer Daniel Naud und er hatte damit mehr als Recht. Die Oberschwaben konservierten zur Freude der an diesem Abend überdurchschnittlich lautstarken Fans den Schwung über die Pause und drücken sofort wieder in Richtung gegnerischen Tores. Mit Erfolg, denn nach schöner Vorarbeit von Lukas Slavetinsky kam der Puck zu Mathieu Tousignant und der brauchte die Scheibe nur noch zum 2:1 über die Linie zu schieben. Danach sollten sich auf beiden Seiten Phasen einstellen, in denen sowohl die Towerstars, als auch Kassel mächtig drückten und der Gegner dafür ins Schwimmen geriet. Hier waren es vor allem beide Torhüter Matthias Nemec und Markus Keller, die mit guten Reaktionen ihre Vorderleute vor wirklichen Problemen bewahrten. Mit diesem knappen, aufgrund der Chancenfrequenz aber nicht unverdienten 2:1 Führung für die Towerstars ging es in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel klappten beide Mannschaften die Visiere regelrecht nach oben. Das Spiel wog hin und her, die Zweikämpfe wurden verbissener aber schon nach drei Minuten ließen die Towerstars den Jubel in der Ravensburger Eissporthalle regelrecht explodieren. Wieder war die erste Sturmreihe für einen schnellen Angriff verantwortlich und in den scharfen Querpass von Brian Roloff hielt Austin Smith einfach die Schlägerkelle rein. Markus Keller im Kasseler Tor bekam die Schoner nicht entscheiden zu und das 3:1 war perfekt. Dies war schon so etwas wie eine Vorentscheidung, denn die Towerstars wirkten fortan auch physisch präsenter und frischer. Bei Kassel häuften sich hier auch die Fehler beim Aufbau und der Abstimmung in der eigenen Zone. Ein derartiges Beispiel nutzte Mathieu Tousignant in der 51. Minute dann prompt zum 4:1. Brandon MacLean spielte die Rundung entlang, der Puck konnte von dem Kasseler Verteidiger nicht gestoppt werden und Fabio Carciola legte sofort weiter auf Mathieu Tousignant. Dieser war vor dem Tor völlig freistehend und drückte die Scheibe eiskalt zum 4:1 in die Maschen. Huskies Coach Rico Rossi nahm sofort eine Auszeit, doch die Huskies waren offensichtlich angeschlagen. Es folgten einige Strafzeiten und zwischen der 57.- und 58. Minute saßen vier Gäste-Akteure auf der Strafbank. Die Towerstars nahmen dieses Geschenk dankend an und zunächst erhöhte Roloff in der 59. Minute auf 5:1. 51 Sekunden vor Schluss – beide Teams waren mittlerweile wieder komplett – versenkte Andreas Farny den Puck zum 6:1 Endstand im Kasseler Tor. „Die Jungs haben heute geschlossen für die Sieg gekämpft  und wir wollen uns jetzt möglichst gut auf den Sonntag vorbereiten“, sagte Towerstars Trainer Daniel Naud nach dem Spiel.

Pressemitteilung Ravensburg Towerstars


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