Erster Heimsieg nach 11 Heimniederlagen lässt Sahnpark beben

Eispiraten erleiden zwei NiederlagenEispiraten erleiden zwei Niederlagen
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Im Auswärtsspiel der Eispiraten am vergangenen Freitag mussten die Westsachsen eine 2:1 Niederlage hinnehmen. Dabei machte man aber bereits gegen den Tabellen-Vierten deutlich, dass noch Leben in der Mannschaft steckt.

Mit einer ausgesprochenen guten Leistung im ersten Drittel hätten die Westsachsen in Führung gehen müssen. Speziell in den Minuten 8 bis 12 ergaben sich hochkarätige Chancen. Leider fehlte hier das letzte bisschen Glück um beim Spiel 5 gegen 3 den verdienten ersten Treffer zu erzielen.

Im Zweiten Abschnitt begannen zunächst die Gastgeber vor den 1851 Zuschauern konzentrierter. Durch einen schönen Kurzpass von Andrej Kovalev wurde Craig Teeple frei vor Toth angespielt und ließ sich diese Chance nicht nehmen. In der 27. Minute folgte eine Schrecksekunde als Vitali Janke einen Schlagschuss an den Kopf bekam und zunächst auf dem Eis liegen blieb. Glücklicherweise wurde der Puck vom Visier abgefangen, so dass er nach kurzer Erholungspause weiterspielen konnte. Größte Chance der Piraten hatte Andreas Henkel, der in der 31. Minute im Power-Play allein vor Rohde scheiterte. Doch auch Toth musste in diesem Drittel Kopf und Kragen riskieren. Zwei Minuten vor Drittelende tauchte Robert Gratza von der Bank kommend vor dem ETC Gehäuse auf, ließ den heranstürmenden Verteidiger eiskalt aussteigen, scheiterte dann aber an Toths Stockhand. Das Spiel wurde von beiden Seiten härter geführt, was auch Schiedsrichter Bucala zu spüren bekam, als er an der Bande von zwei Spielern von den Beinen geholt wurde.

Im letzten Drittel wollten die Eispiraten den durchaus verdienten Ausgleich erzielen. René Röthke scheiterte in der 42. am Heimtorwart. Danach übernahm Bietigheim das Spiel. In der 47. Minute legte Craig Teeple vor Radek Toth quer zu Andrej Kovalev der mit seinem Flachschuss Radek Toth im Hechtsprung überwandt. 2:0 die Führung für die Steelers, die sich danach auf das Nötigste besannen. Nach Vorarbeit von Andreas Henkel nutzte Tomas Bartoska zwei Meter vor Rohde seine Chance nicht. Im weiteren Verlauf der Partie merkte man den Kraftverlust der Eispiraten an. Dennoch wurde bis zuletzt gekämpft, was auch belohnt wurde. Jonathan Roy überwand mit einem gut platzierten Schuss Christian Rohde im Tor der Steelers zum verdienten Anschlusstreffer. Doch der wichtige Ausgleichstreffer blieb am Ende aus. Trotz allem ein starkes Spiel der Westsachsen was dem entsprechend auch von den ca. 50 mitgereisten ETC Fans gewürdigt wurde.

An die gezeigte Leistung vom Freitag in Bietigheim konnten die Eispiraten im Heimspiel gegen den Drittplatzierten Bad Nauheim mehr als nur anknüpfen. In einer engagierten und konzentrierten Partie gelang nach 11 Heimniederlagen ein verdienter und lang ersehnter Sieg im Sahnpark. In der 23. Spielminute erzielte René Röthke nach sehr schönem Zuspiel von Patrick Degerstedt quer durch die gesamte Abwehr der Gäste den alles entscheidenden Treffer. Der Torwart der Nauheimer hatte bei diesem Schuss keine Chance. In den Schlussminuten rettete ein starker Radek Toth im Kasten die knappe Führung die von den 1955 Zuschauern mit einem Jubelsturm gefeiert wurde. Es war ein Spiel großer Klasse, in dem alles enthalten war. Leider war der Sieg für die Eispiraten sehr teuer. Karel Beran und Patrick Degerstedt erhielten beide eine Spieldauerstrafe, weshalb sie für das nächste Spiel gesperrt sind. Noch schwerer traf es René Röthke der in seinem Jubelsturm von den unterlegenen Nauheimern zu Boden gestreckt wurde und anschließend mit Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Eine unschöne Szene, die fast zu weiteren Ausschreitungen auf dem Eis geführt hätte. Damit fehlen dem ETC gleich drei Spieler am Freitag gegen den EV Regensburg. Dennoch feierte man einen verdienten Heimsieg. Mit „Wir sind stolz auf unser Team…“ zeigten die ETC-Fans ihre Freude über die drei Punkte. Gesänge die man lange nicht mehr hörte, aber zukünftig hoffentlich wieder öfter anstimmen kann.

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