Ersatzgeschwächte Joker unterliegen knapp in Bad NauheimGroßer Einsatz wird nicht belohnt

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Ein an sich gutes Auswärtsspiel lieferten die Kaufbeurer Joker trotz erneut vielen personellen Ausfällen vor 2.415 Zuschauern beim Tabellensechsten, den Roten Teufeln Bad Nauheim, ab. Leider unterlag die Mannschaft von Coach Mike Muller am Ende etwas unglücklich mit 0:2, trauerte aber den guten Chancen nach mehreren Alleingängen nach, die bei effektiveren Abschlüssen durchaus für ein anderes Ergebnis hätten sorgen können.

Mike Muller musste bei den Hessen neben den wahrscheinlich nächste Woche wieder einsatzfähigen Mitch Versteeg und Michael Baindl erneut auf Daniel Oppolzer, Simon Schütz, Fabio Wagner und natürlich Michael Fröhlich verzichten. Zudem war Max Schmidle angeschlagen.

In einem spielerisch recht ausgeglichenen ersten Drittel hatten eigentlich die Joker die besseren Möglichkeiten. Bereits nach zwei Minuten tankte sich Max Hadraschek stark durch. Mit seinem platzierten Schlenzer hatte Nauheims finnischer Torhüter Rämö mehr Mühe als erwartet. Zwei Minuten später ließ Josh Burnell seine Schnelligkeit aufblitzen, umkurvte einen Nauheimer Verteidiger und scheiterte an Rämö. Bei zwei Powerplays hätten die Joker konsequenter und zielstrebiger agieren müssen, stattdessen wären die Gastgeber nach Möglichkeiten von Gerstung und Dineen beinahe in Führung gegangen. Doch auch den Nauheimern war bei eigener Überzahl ein Treffer verwehrt. Andreas Pauli bekam vor dem Tor zwar den Puck serviert, konnte ihn aber nicht richtig kontrollieren. Wenige Sekunden später jubelten die heimischen Zuschauer bereits, doch irgendwie konnte Stefan Vajs den Puck doch noch von der Linie kratzen. Zwei Minuten vor der ersten Drittelpause tauchte der agile Burnell noch einmal vor Torhüter Rämö auf, fand in diesem aber erneut seinen Meister. Auf der Gegenseite zielte Vitali Aab in aussichtsreicher Position über den Kaufbeurer Kasten.

Im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich die Joker weniger klare Torchancen, standen in der Defensive aber weiterhin stabil. Stefan Vajs entschärfte meist die Versuche der Gastgeber, wenn diese doch einmal zum Tor durchkamen, wie von Pauli und Cameron. Im einzigen Überzahlspiel im Mitteldrittel hatten die Joker gute Chancen, den Führungstreffer zu erzielen. Eher Zufall war dagegen eine gute Chance der Nauheimer, als Lascheit nach einem Bullygewinn plötzlich allein vor Stefan Vajs auftauchte. Doch auch diesmal ließ sich der Kaufbeurer Torhüter nicht überwinden. Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause gingen die Gastgeber aber dann doch noch in Führung. Nachdem die Joker die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel bekamen, versenkte Dineen die Scheibe nach einem Querpass mit der Rückhand ins Kreuzeck zum 1:0.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels hatten die Joker die große Chance zum Ausgleich, als sie einen gefährlichen Konter fuhren. Sowohl den Schuss von St. Jacques als auch den Nachschuss von Max Schmidle konnte der Nauheimer Torhüter Rämö allerdings vereiteln. Zwei unmittelbar hintereinander ausgesprochene Strafzeiten bremsten dann erst einmal den Schwung der Gäste, die sich aber keinen weiteren Gegentreffer einfingen. Als die Kaufbeurer wieder komplett waren, ergab sich gleich wieder eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Doch das Tor schien wie vernagelt. Bei einer weiteren Strafzeit, diesmal gegen Gregor Stein, hatten die Joker Glück, dass ein abgefälschter Schuss von Vitalij Aab nicht den Weg ins Tor fand. Ausgerechnet, als die Joker wieder komplett waren, gelang den Nauheimern in Person von Diego Hofland nach einem Abpraller das 2:0. Durch eine weitere Strafzeit lief so langsam die Zeit davon, um vielleicht doch noch einmal den Anschlusstreffer zu erzielen. Fünf Minuten vor dem Ende tankte sich noch einmal Josh Burnell in Unterzahl, doch Torhüter Rämö roch den Braten und machte rechtzeitig die Ecke zu. Zwei Minuten vor dem Ende versuchte Mike Muller noch einmal alles und nahm nach einer Auszeit Stefan Vajs vom Eis, um mit einem sechsten Feldspieler doch noch einmal den Anschlusstreffer zu erzielen. Allerdings konnten sich die Joker keine richtige Torchance heraus spielen, da auch die Gastgeber stark verteidigten. Somit blieb es am Ende bei einem zwar nicht unverdienten Erfolg für die Nauheimer. Doch bei besserer Chancenverwertung und mit dem einen oder anderen Ausfall weniger wäre hier mit Sicherheit Zählbares möglich gewesen.
In der anschließenden Pressekonferenz sprach Mike Muller von einem guten Start seines Teams, das sich gute Chancen erarbeitet hatte. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr Power hätte seinen Jungs gefehlt. Bad Nauheim hatte zwei Fehler eiskalt ausgenutzt und Nauheims Torhüter Rämö richtig stark gehalten.
Mullers Gegenüber Petri Kujala sprach von einem harten Stück Arbeit und wichtigen Punkten. Seine Mannschaft hatte das Spiel eigentlich gut kontrolliert, sein Torhüter musste allerdings fünf Alleingänge der Kaufbeurer parieren. Das Spiel hätte auch ganz anders ausgehen können.

Torfolge:

1:0 (38.) Dineen (Gerstung), 2:0 (53.) Hofland (Dineen, Baum)

Aufstellung ESVK:

Vajs, Henne

Baldwin - Messing
Bergmann - Woidtke
Heider - Stein

Schmidle - St. Jacques - Menge
Burnell - Thomas - Schmidpeter
Lukes – Hadraschek - Schäffler
Lucas

Strafminuten: 8 – 14

Zuschauer: 2.415

Schiedsrichter: Engelmann

Pressemitteilung ESV Kaufbeuren

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