Erneute Niederlage für die UnterländerLausitzer Füchse schlagen Heilbronner Falken

Lesedauer: ca. 5 Minuten

„Unsere Defensive, unsere Abwehrorganisation war heute besser. Da haben wir in der letzten Woche dran gearbeitet und heute Erfolge gesehen.“ so Falken-Coach Mannix Wolf nach der Partie. Doch die offenen Baustellen auf der restlichen Eisfläche sind noch nicht geschlossen. „Heute haben wir zu wenig Tore geschossen, mit einem eigenen Treffer kannst Du das Spiel nicht gewinnen. Wir werden daran arbeiten, dass wir mehr Zug zum Tor entwickeln.“ analysiert Verteidiger Fabian Krull. Am Freitag gelangen zwar vier Tore beim Gastspiel in Kassel, doch sechs Mal zappelte der Puck im eigenen Netz. Zwei Tage später wurden die Gegentoranzahl zwar halbiert, doch ebenso die Anzahl eigener Treffer minimiert. Unterm Strich bleiben zwei Niederlagen an diesem Wochenende und weiterhin nur magere zwei Punkte in der Tabelle. Auf der einen Seiten zeigen die Falken, dass sie Tore schießen können. Vier waren es gegen Kassel. Sie zeigen auch, dass sie defensiv stabil stehen können. Gegen Frankfurt und Weißwasser liessen sie jeweils nur drei Gegentreffer zu. Doch beides zusammen bekommen die Spieler nicht zustande. Erneut Mannix Wolf: „Mein Team ist nicht zu schlecht, wir müssen lernen konsequenter zu spielen und das über die gesamten 60 Minuten. Jeder Gegner in der DEL2 ist in der Lage, jeden Fehler auszunutzen.“ Gerade mit diesen kleinen, individuellen Fehlern machen sie sich das Leben unnötig schwer. Pässe kommen nicht an oder springen vom Schläger. Aufbaupässe landen beim Gegner, oder sind unerreichbar. Die Fehlerquelle ausgemacht hat Wolf: „„Das Umschalten von Defensive auf Offensive ist nicht gut genug, da müssen wir in den nächsten Wochen dran arbeiten.“ Nun wird es an ihm und seinen Spielern sein, dieses schnellstmöglich abzustellen. Die gestrigen Punkte wurden den Füchsen -ohne deren Leistung schmälern zu wollen- mit einer dicken roten Schleife überreicht. „Wir haben leichte Fehler gemacht und so vermeidbare Tore hinnehmen müssen. Das letzte Drittel war OK, die Moral der Mannschaft stimmt. Mit etwas mehr Glück, hätten wir ein oder zwei Tore mehr schießen können. Domenic Bartels hat heute sehr gut gehalten und sicher verhindert, dass wir mehr Tore bekommen haben.“ Kritisch beäugt wurde das fehlende Körperspiel. Checks waren Mangelware und manch ein Zuschauer fragte sich, ob es überhaupt Körperspiel gab. Auch hierzu gab Mannix Wolf Auskunft: „„Wir müssen innerhalb der Regeln bleiben. Wir haben einige Strafen wegen einfachem Körperkontakt bekommen. Die Spieler sind dadurch verunsichert. Aber etwas mehr Körpereinsatz ginge sicherlich. Ich möchte mich hier aber nicht beklagen, damit müssen alle Teams der Liga zu recht kommen.“ Es scheint ein schmaler Grat zwischen hartem Körperspiel und Unterzahl zu sein. Dass Spieler des Tabellenletzten sich dann eher zurücknehmen um so eine mögliche Strafe zu vermeiden, ist nachvollziehbar. Dennoch muss schnell ein Erfolgserlebnis her, das Selbstvertrauen muss gestärkt und Punkte müssen eingefahren werden. Hierzu musste am Wochenende David Hajek beide Spiele pausieren, Mannix Wolf setze Joseph Lewis als vierten Ausländer ein. „Er hat in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt und daher habe ich ihn gebracht. Ich wollte so mehr Druck auf das gegnerische Tor bekommen um so auch mehr Tore zu schießen.“

Der Zusammenhalt in der Mannschaft scheint intakt. Verteidiger Steven Bär grämte nicht über seine Stürmerkollegen, die nur ein Tor zustande brachten, sondern sieht alle gleichermaßen in der Verantwortung. „Es ist egal, ob wir zu viele Tore bekommen, oder zu wenige schießen. Wir spielen als Team und verlieren oder gewinnen immer gemeinsam. Die letzten 20 Minuten haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir müssen jetzt auch die Kleinigkeiten richtig machen.“ Auch er sieht den Grund primär in der fehlenden Konstanz: „Unter der Woche haben wir defensiv gearbeitet, man konnte heute sehen, dass es besser wird. Wir müssen es jetzt aber schaffen, dieses konsequent über 60 Minuten hinzubekommen.“

Unisono bedankten sich Mannix Wolf und Fabian Krull für die Unterstützung von den Rängen der Kolbenschmidt Arena. Wolf: „„Die Lage ist nicht einfach, das wissen wir. Wir spüren, dass die Zuschauer hinter uns stehen. Dass wir im letzten Drittel noch mal Moral gezeigt haben, ist auch auf das Anfeuern der Fans zurückzuführen.“ Auch Fabian Krull zeigt sich von der Unterstützung erfreut: „Die Fans haben uns im letzten Drittel gut nach vorne gepeitscht, dass hat die Beine noch mal lockerer gemacht. Leider konnten wir kein Tor mehr erzielen.“

Zum Spiel:

Das Spiel ist hingegen schnell erklärt. Durch das 0:1 bereits nach 55 Sekunden waren die Füchse darauf bedacht, die Führung zu halten und nicht in Heilbronner Konter zu laufen. Den Ausgleich durch Carsten Gosdeck konnten die Mannen von Füchse-Coach Dirk Rohrbach im Gegenzug direkt wieder in eine Führung verändern. Bereits in der 40. Minute erzielte Steffen Frank den 1:3 Endstand. Völlig frei stand er im Drittel der Falken und konnte einen Nachschuss gezielt im Tor unterbringen. Dirk Rohrbach äußerte nach dem Spiel, dass ein früheres drittes Tor sicherlich mehr Ruhe in sein Team gebracht hätte. Doch schlussendlich konnte er mit seinem Team drei verdiente Punkte einfahren. Die Angriffsbemühungen der Falken im Schlussabschnitt konnten allesamt entschärft werden. Dass die Mannschaft bei der Anreise im Stau stand und das Spiel daher später anfangen musste, merkte man den Füchsen nicht an. Eher wirkten die heimischen Falken in ihrem Spiel, als würde irgendetwas im Weg stehen.

Zwei Fragen an Lukas Koziol von den Lausitzer Füchsen:

War es heute ein einfacher Sieg?

Nein, wir haben hart für die drei Punkte gearbeitet. Besonders im Schlussdrittel waren die Heilbronner sehr offensiv. Unsere Abwehr hat dies heute aber gut gelöst.

Das war heute Dein 20. DEL2-Spiel. Ein Tor konntest Du noch nicht erzielen. Setzt Du Dich selber unter Druck, verkrampfst Du beim Abschluss?

Auf keinen Fall. Sicherlich wäre es schön, wenn es bald soweit ist, dass mir mein erstes Tor gelingt, aber verkrampft bin ich nicht und setze mich auch nicht unter Druck. Irgendwann werde ich treffen, den Pfosten treffe ich ja bisweilen schon ganz gut. (lacht)

Statistik:

Tore: 0:1 / 1. / Heyer (Götz, Dolan) - 1:1 / 18. / Gosdeck (Faber, Morrison) - 1:2 / 19. / Dolan (Mücke, Götz) - 1:3 / 40. / Frank (Lavallée, Classen) Schiedsrichter: Carsten Lenhart – Zuschauer: 1.141


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