Eric Stephan steht vor Wechsel nach Nürnberg – geht auch Tim Schüle in die DEL?Personalkreisel der Löwen Frankfurt dreht sich weiter

Eric Stephan steht offenbar vor einem Wechsel von den Löwen Frankfurt zu den Thomas Sabo Ice Tigers. (Foto: dpa/picture alliance)Eric Stephan steht offenbar vor einem Wechsel von den Löwen Frankfurt zu den Thomas Sabo Ice Tigers. (Foto: dpa/picture alliance)
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Bereits zu Beginn der Veranstaltung deutete Moderator Rüdiger Storch an, auch einige Abgänge, an der Zahl sieben, verkünden zu können. Hinzu kämen zwei Weiterverpflichtungen, die aber durch ihre zu Ende der letzten Saison unterschriebenen Zweijahres-Verträge in Person von Matt Pistilli und Brett Breitkreutz schon im Vorfeld feststanden.

Zu den bis nächste Saison laufenden Verträgen von Mike Card und Dalton Yorke fielen keine Worte bei der Löwen-Abschlussfeier. Auch der zwei Jahre lang als Rudelführer geltende Patrick Jarrett spekuliert weiter damit, seine Spielerkarriere fortzusetzen. Bei den Löwen scheint dies unwahrscheinlich, saß dieser doch sogar als Kapitän teilweise in den Play-offs auf der Tribüne und zollte dem Alter in der Hauptrunde durch fehlende Schnelligkeit nicht selten Tribut. Beim grundsoliden Verteidiger Eric Stephan wurde ein Wechsel in die DEL verkündet, Jung-Stürmer Vladislav Filin wechselt ebenfalls  wie der aus Straubing diese Saison fest bei den Löwen verpflichtete Max Gläßl an jenen DEL-Standort. Nach Hockeyweb-Informationen wechselt Stephan zu den Nürnberg Ice Tigers.

Beim ebenfalls immer wieder in der DEL gesehenen Top-Center C.J. Stretch scheint ein Verbleib vor allem dann möglich, sollte dieser kein lukratives Angebot in der DEL unterschreiben. Ungewiss ist auch die Zukunft von Lucas DuMont und Eric Valentin, da diese als Förderlizenz-Spieler der Haie unter Vertrag stünden. Für die Löwen steht aber auch fest, dass die hervorragend funktionierende Kooperation mit Köln weiter fortgeführt werde. Dominik Tiffels fällt als Förderlizenz-Spieler aufgrund des Alters heraus und wird zur neuen Saison fest bei den Haien spielen. Nils Liesegang, der einen Vertrag über diese Saison hinaus besitzt, bleibt den Löwen erhalten. Wade MacLeod erhält dem Vernehmen nach keinen Vertrag mehr für die neue Saison, auch wurde sich bei der Abschlussfeier für die Zeit mit ihm in Frankfurt bedankt – Gleiches galt für Stephan Seeger, der in der neuen Saison in Fritzmeiers Planungen keine weitere Rolle mehr spielen könnte. Meistergoalie Brett Jaeger wird die Löwen verlassen, der als Notnagel verpflichtete finnische Goalie Antti Karjalainen kehrt in seine Heimat zurück.

Was aber wird aus Verteidiger Tim Schüle? Gerüchte kamen auf, sein Vertrag erhalte eine Ausstiegsoption für die DEL. Klar ist, dass die Löwen gegen ein Vertragsangebot eines DEL-Vereins nicht pokern werden, um Schüle mit aller Macht zu halten. Schüle galt als Top-Verteidiger der Löwen, könnte daher nicht zu halten sein. Schüles vage Aussagen bei der Abschlussfeier, man werde nach den Gesprächen in dieser Woche weitersehen, lassen einen Abgang in die DEL vermuten.  Pawel Dronia wechselt indes innerhalb der DEL2, Vermutungen als Slavetinsky-Ersatz in Ravensburg werden angestellt.

Die zu Ende der Transferperiode verpflichteten DEL-Spieler Max Faber und Martin Schymainski kehren nach Krefeld zurück, Letzterer ist dort gar mit einem Dreijahres-Vertrag ausgestattet. Ein weiterer Verbleib von Hannibal Weitzmann ist ebenso ungewiss und hängt von der Goalie-Situation der Kölner Haie ab. Die Zukunft von Publikumsliebling und Vollblut-Löwe Clarke Breitkreutz sowie Lukas Koziols steht in den Sternen. Der in den Play-offs aufgeblühte Talent-Stürmer Dani Bindels hofft auf einen Verbleib in Frankfurt über eine Förderlizenz-Regelung bei den Kölner Haien oder eine Verpflichtung durch die Löwen.

Neben den bereits in Frankfurt kolportieren Neuzugängen Felix Bick und Marius Erk scheint der Riesserseer Julian Eichinger bei den Löwen Frankfurt im Gespräch zu sein. Der rechtsschießende Verteidiger steht aktuell mit den Garmisch-Partenkirchenern im DEL2-Finale und scheint daran interessiert, nicht zu lange auf eine Vertragsunterschrift im Eishockey-Sommer warten zu müssen.

Maximilian Haas