Erfolgloser Ausflug nach Westsachsen

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Erst im Schlussdrittel zeigten die Bremerhavener gutes Eishockey. Innerhalb einer Minute kamen sie nach dem 0:3-Rückstand durch Chris Stanley und Mark Kosick auf 2:3 heran (45.). Nach einem bis dahin schwachen Spiel keimte plötzlich Hoffnung auf. Erst Recht, als auch noch Alex Janzen kurz darauf die Latte traf. Der vierte Treffer der Gastgeber durch Stéphane Goulet (48.) aber besiegelte die Niederlage endgültig.

„In den Zweikämpfen hat mir der Biss gefehlt, vor allem im zweiten Drittel“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.

Die Pinguins verloren in den ersten 40 Minuten die Mehrzahl der Zweikämpfe und Bullys und waren auch läuferisch unterlegen. Die Eispiraten waren von Beginn an die bessere Mannschaft und hatten auch die besseren Chancen, das Führungstor hatten sie jedoch einem Geschenk der Pinguins zu verdanken. Die waren in Überzahl, wechselten aber zum falschen Zeitpunkt und ermöglichten Crimmitschau den Konter, den Cameron Keith nach einem Schuss von Troy Schwab mit einem Abstauber zum 1:0 (8.) abschloss. Jan Kopecky (16.) hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein Schuss ging knapp über die Latte. „Das erste Drittel ging noch einigermaßen für ein Auswärtsspiel, vom Gegentor abgesehen. Aber das Mitteldrittel war schlecht“, meinte Leidborg.

Staudt kommt für Suvelo
Die Eispiraten bestimmten nun vollends das Tempo, waren giftiger und entschlossener und erarbeiteten sich so Chance um Chance. Nach 23 Minuten erhöhte Jeff Tory völlig verdient auf 2:0. Und es hätte schnell noch schlimmer können. Eine kurz danach folgende Strafzeit überstanden die Pinguins nur knapp ohne weiteres Gegentor. Entlastung gab es dennoch selten. Im Gegenteil. Immer wieder nahmen die Gäste Strafzeiten und kamen so unter Druck. Kapitän Chris Stanley musste gar für 2+10 Minuten vom Eis. Folgerichtig kamen die Sachsen zum 3:0 durch Carlo Grünn (31.). Eispiraten-Torhüter Joey Vollmer, der bis dahin einen ruhigen Abend hatte, zeigte in der 35. Minute erstmals sein volles Können, als er einen Schlagschuss von Patrik Hucko parierte. Sekunden später hatte Kopecky aus dem Gewühl heraus die Chance zum 1:3, doch der Puck ging drüber.

Pinguins-Torhüter Marko Suvelo, der beim zweiten Gegentor nicht gut ausgesehen hatte, machte nach dem zweiten Drittel Platz für Sebastian Staudt. „Ich wollte etwas probieren, es stand schließlich 0:3“, sagte Leidborg. Und es wirkte. Plötzlich präsentierte sich seine Mannschaft ganz anders, machte Druck und spielte Chancen heraus. Immer wieder stand Vollmer nun im Mittelpunkt und nach 44 Minuten war er durch ein Überzahl-Tor von Stanley erstmals geschlagen. Exakt 57 Sekunden später traf Kosick zum 2:3. Die Pinguins waren dran und das Spiel plötzlich offen. Jetzt hätte nur noch der Schuss von Alexander Janzen (46.) ins Tor statt an die Latte gehen müssen, und das Spiel wäre gekippt. Stattdessen bremste Goulet mit seinem Treffer zum 4:2 (48.) den Schwung der Pinguins. Die versuchten es weiter, am Ende auch mit dem sechsten Feldspieler. Doch das führte nur noch zum 5:2 durch André Schietzold ins verwaiste Pinguins-Tor.


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