Enges Duell der Erzrivalen entscheiden Rote Teufel für sichLöwen Frankfurt gegen EC Bad Nauheim

Torschütze zum 2:2, Pawel Dronia (Foto: Imago /Archiv)Torschütze zum 2:2, Pawel Dronia (Foto: Imago /Archiv)
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Bad Nauheim startete aktiver in das erste Drittel und konnte sich mehrfach im Drittel der Löwen festsetzen. Die erste Chance des Abends hatten dann jedoch die Löwen, als Pistilli nach einem Konter am finnischen Bad Nauheimer Goalie Mikko Rämö scheiterte. In der Folge spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Im ersten Powerplay des Abends netzten die heimischen Löwen dann zum 1:0 ein: Liesegang sah den freistehenden Matt Pistilli, der per Direktabnahme Ramö zum 1:0 überwand. Im Anschluss waren die Löwen weiter am Drücker, Joel Keussen konnte freistehend vor Ramö nicht auf 2:0 erhöhen. Als das Spiel sich wieder zunehmend neutraler gestaltete, müssen auch die Löwen die erste Unterzahl hinnehmen. Auch das zweite Powerplay am Abend wurde dann erfolgreich gestaltet, Harry Lange verwertete den dritten Rebound im Slot zum verdienten 1:1-Ausgleich. Kurz vor der Pause hatte Keussen die nächste Chance zum 2:1, doch traf er den Puck nicht richtig und scheiterte erneute. Mit 1:1 ging es also in die Pause.

Auch in das zweite Drittel starteten die Bad Nauheimer Gäste aktiver. Eine Überzahl-Situation konnten die Löwen nicht in ein Tor ummünzen, Pech dabei für Matt Pistilli, beim erneuten Versuch einer Direktabnahme in Überzahl brach ihm der Stock. Dies durfte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Bad Nauheim das zweite Drittel weitestgehend überlegen agierte. Im Powerplay blieben sie zwar weniger gefährlich, die Mannschaft von Trainer Petri Kujala konnte sich aber zumeist im Drittel der Löwen festspielen und dem Spiel den Stempel aufdrücken, was sich um Schussverhältnis 9 zu 18 für die Gäste niederschlug. Für ein Tor reichte dies jedoch nicht, Brett Jaeger im Tor der Löwen zeichnete sich des Öfteren aus und verhinderte so ein Gegentor im zweiten Drittel, so dass es beim Stand von 1:1 in die zweite Pause ging.

Zum Start ins letzte Drittel waren beide Teams bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen. Möglichkeiten sprangen dabei weniger heraus. Vor dem Tor der Löwen konnte Juuso Rajala den freistehenden Radek Krestan in Szene setzen, der nur noch einnetzen musste. Doch beim 1:2 der Gäste blieb es nicht lange, denn Pawel Dronia konnte einen 2:1-Konter uneigennützig zum erneuten Ausgleich verwandeln, als die Zuschauer mit einem Querpass rechneten, Dronia jedoch mit einem Handgelenkschuss vollendete. Weitere Unterzahl-Situationen blieben torlos, so dass eine Entscheidung in der Verlängerung her musste. In dieser dominierten die Löwen, ohne sich jedoch Großchancen heraus zu spielen. Die Löwen, die bereits im letzten Drittel stellenweise platter wirkten, fingen sich den 2:3-Treffer in Overtime nach einem Konter der Gäste aus der Kurstadt, die damit eine enge Packe mit gerechter Punkteteilung beenden.

Redakteur: Maximilian Haas