Endlich wieder ein Falken-SiegHeilbronner Falken

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In der Vergangenheit wurde das Powerplay der Falken oft und zu Recht kritisiert. Heute konnten sie bei vier Überzahlsituationen zwei Treffer erzielen. Die Quote von 50 % lässt vermuten, dass dies ein Trainingsschwerpunkt von Coach Igor Pavlov war. Weiter wurde kritisiert dass Frantisek Mrazek „der einzige Falke sei“, der Tore schießt. Sicherlich etwas übertrieben, aber durchaus richtig, dass er der gefährlichste Angreifer in Reihen der Unterländer ist. Heute wurden die fünf Treffer von fünf verschiedenen Spielern erzielt. Auch hier deutet sich durchaus eine Optimierung an. Ob es ausreichend und noch rechtzeitig ist, um die Play-Offs auf der Zielgeraden doch noch zu erreichen, werden die nächsten Spiele zeigen.

In den ersten zwanzig Minuten schienen die Gäste aus Bad Nauheim durchaus besser im Spiel, verhinderten oftmals aber durch eigene Fehler ein Erfolgserlebnis in Form eines Tores. Zu Beginn schafften es die Falken seltener vor das Gästetor als umgekehrt, allerdings waren sie wesentlich effektiver als die teuflischen Hessen. Bereits nach fünf Minuten musste Domenic Bartels, letzte Saison noch in Heilbronn, das erste Mal hinter sich greifen. Fabian Krull, heute mit Sachar Blank und Adriano Carciola im dritten Sturm eingesetzt, zog ab und Blank beförderte schließlich den Abpraller über die Linie. Die Gäste aus Bad Nauheim drängten auf den Ausgleich und konnten sich durchaus etwas im Verteidigungsdrittel der Unterländer festsetzen. Sicherlich zeigten sich die Hausherren als freundliche Gastgeber, indem sie die Scheibe mehrfach leichtfertig hergaben. Ein Treffer gelang den Gästen aber nicht. Stattdessen nutzen die Falken ihr erstes Powerplay, um auf 2:0 zu erhöhen. Marcel Kurth traf mit einem platzierten Handgelenkschuss.

Das zweite Drittel begann für die Mannschaft von Coach Daniel Heinrizi unglücklich. Sean McMonagle spielte die Scheibe im eigenen Drittel direkt auf den Schläger von Fabian Krull. Dieser sah Adriano Carciola frei vor Domenic Bartels und das 3:0 war nur noch Formsache, eine wirkliche Abwehrchance hatte Bartels hier nicht. Im weiteren Verlauf wussten sich primär die Torhüter auszuzeichnen. Konrad auf Seiten der Käthchenstädter und eben Domenic Bartels hielten bis zum Schluss des Mittelabschnitts alles, was auf ihr Tor kam. Matt Beca hatten den Anschlusstreffer zwar auf dem Schläger, doch der Pfosten rettete für den schon geschlagenen Konrad.

Nach bereits fünf Minuten im Schlussabschnitt war die Partei entschieden. Zunächst traf Torsten Fendt erneut im Powerplay. Unterstützung erhielt er hier durch seinen ehemaligen Teamkameraden Mitch Versteeg, bis Dezember noch in Heilbronn unter Vertrag, da dieser in einer verwirrenden Situation im Torraum Domenic Bartels entscheidend behinderte, er lag quasi auf ihm und so konnte Fendt die Scheibe hoch ins Tor hämmern. Da sich nun bereits vier Falken in die Torschützenliste eintragen konnte, durfte natürlich der beste Goalgetter der Falken auch noch ran. Alexander Ackermann fuhr mit hoher Geschwindigkeit samt Scheibe ins Drittel, legte zurück auf Frantisek Mrazek und dieser liess Bartels erneut keine Chance. Zeit zu reagieren hatte der Torhüter der Bad Nauheimer nicht und so schlug die Scheibe zum Endstand von 5:0 ein.

In dieser Saison sind die Falken-Fans durchaus leiderprobt, vieles läuft anders als erhofft und teilweise auch erwartet. Heute hallte es „Deutscher Meister wird nur der HEC!“ durch die Halle. Ob man ihnen deswegen nun eine gehörige Portion Optimismus oder Humor attestieren darf, bleibt offen. Der Stimmung tat es aber keinen Abbruch und diese gute Stimmung sei den Unterländern  gegönnt. Viel zu selten hatten sie bis jetzt die Gelegenheit ihre Mannschaft und sich selber zu feiern.

Trainerstimmen zum Spiel:

Daniel Heinrizi (EC Bad Nauheim):

„Heilbronn hat heute alles, besonders die kleinen und einfache Dinge richtig gemacht und somit verdient gewonnen. Bei uns hat heute Leidenschaft und Charakter gefehlt. Heute haben wir zum ersten Mal nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Igor Pavlov (Heilbronner Falken)

„5:0 ist ein deutliches Ergebnis, allerdings ist es inhaltlich nicht so rosig. Die vier Strafzeiten waren unnötig und vermeidbar, zudem haben wir ab einem gewissen Zeitpunkt zu leichtfertig gespielt. Durch diesen Sieg sind meine Jungs aus dem mentalen Loch rausgekommen. Wenn wir diese kämpferische Einheit sind und bleiben, lässt sich unser Produkt verkaufen.“


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