Ende des Aufschwungs, bevor er richtig begonnen hat

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Einen derben Rückschlag erlitt die Mannschaft des SC Riessersee am Freitag im Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren. Nach einer über weite Stecken indiskutablen Leistung unterlag der SCR deutlich mit 2:7.

Dabei war man vor dem Spiel eigentlich noch recht zuversichtlich. Wider Erwarten stand Bernhard Ebner kurzfristig zur Verfügung, da er für die U20-Nationalmannschaft doch nicht angefordert wurde, so musste Troy Bigam nicht in der Verteidigung aushelfen. Doch dafür musste das Comeback von Brad Self verschoben werden. Nach dem Aufwärmen waren sich Self und Trainer Mansi darüber einig, dass es besser sei, noch eine Woche zu warten.

Im Spiel selber fehlten ganz andere Dinge: Leidenschaft, Laufbereitschaft, taktische Disziplin, Konzentration in der Defensive, Zug zum Tor. Kurzum, der SC Riessersee erwischte zumindest einen rabenschwarzen Tag. Böse Zungen behaupteten schon, dass das Eisfußballspiel in der zweiten Drittelpause das wesentlich unterhaltsamere Ereignis an diesem Abend gewesen sei.

Kaufbeuren war in allen Dingen über weite Strecken überlegen und auch das kurzzeitige Fünkchen Hoffnung nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 im Mitteldrittel durch Andrew McPherson wurde schnell wieder durch die folgenden Treffer der Gäste gelöscht. Im letzten Drittel, es stand inzwischen 1:6, schien der SCR etwas besser ins Spiel zu finden und wirkte ein wenig engagierter. Teils ist dies aber auch sicher der Tatsache geschuldet, dass Kaufbeuren bereits einen Gang zurückgeschaltet hatte. Und so ließ dieses Spiel 1.559 enttäuschte Zuschauer zurück, wenn sie nicht gerade Kaufbeurer waren oder in Selbstironie sich selber oder den Gegner feierten.

Bereits kurz nach dem Spiel folgte dann eine interne Aussprache zwischen Management, Trainer und Mannschaft zu den Ereignissen des Abends, und diese schien auch ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Zumindest trat die Mannschaft in Bremerhaven am gestrigen Sonntag bereits ganz anders auf. Insbesondere in der Defensive stand die Mansi-Truppe wesentlich solider und disziplinierter. Dazu hatte Torwart Mark McArthur einen sehr guten Tag erwischt. Zwar waren die Gastgeber von der Küste im ersten Drittel noch die stärkere Mannschaft und führten folgerichtig mit 1:0. Doch dann kämpften sie sich im Mittelabschnitt ins Spiel hinein und waren auch feldüberlegen, ohne allerdings immer den rechten Zug zum Tor zu finden. Doch einmal sollte es doch erfolgreich gelingen und Marcus Sommerfeld konnte zum Ausgleich abstauben. Ließ man bis dahin auch einige Konterchancen zu, die McArthur aber erfolgreich vereitelte, so verlegte man sich nach dem 1:1 wieder auf eine etwas defensivere Spielweise, wodurch Bremerhaven zwar wieder etwas überlegen erschien, allerdings ohne dass viel Wirkungsvolles dabei herauskam. Und so ging es mit dem Unentschieden in die Verlängerung, in der sich sehr wenig ereignete, so dass letztlich das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen musste. Hier sollte es sehr schnell gehen: Nach bereits jeweils zwei Schützen war die Entscheidung gefallen und der Zusatzpunkt blieb im Norden Deutschlands.

Am kommenden Wochenende geht es gegen die Lausitzer Füchse und zum EV Landshut. In diesen Spielen soll dann endgültig auch Brad Self wieder mit von der Partie sein, um der Riesserseer Offensive mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Aber nur, wenn es der Mannschaft insgesamt gelingt, kontinuierlich taktisch diszipliniert und kämpferisch engagiert aufzutreten, kann der Aufschwung wieder zurückkehren.

FB

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