Eispiraten setzten sich in Eishockey-Krimi durchEispiraten Crimmitschau

Eispiraten setzten sich in Eishockey-Krimi durchEispiraten setzten sich in Eishockey-Krimi durch
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Partie im Stadion am Pferdeturm begann mit Respekt von beiden Mannschaften, die sich von Beginn an keinen Raum zum kombinieren ließen. Diese Tatsache gestaltete das Spiel über weite Strecken, da keines der Teams sich einen entscheidenden Vorteil erkämpfen konnte. Dennoch gab es einige Szenen vor den Toren, die für Gefahr sorgten. Beide Mannschaften konnten sich aber auf ihre starken Keeper verlassen, die zu entscheidenden Figuren der Partie wurden. Im Verlauf des 1. Drittels konnten Austin Wycisk und Jeremy Williams die besten Chancen für die Eispiraten verbuchen. Beide Angreifer blieben aber erfolglos. Einzige Schrecksekunde für die Westsachsen war ein Weitschuss der Indians, die in der 18. Minute einmal mehr Eispiraten Schlussmann Sebastian Albrecht prüften. Dieser konnte den Weitschuss nicht festhalten und lenkte den Puck knapp am Pfosten vorbei ab.

Der Mittelabschnitt spiegelte nahezu die ersten 20 Minuten der Begegnung wieder. Erneut versuchten sich beide Mannschaften zu finden und konnten nur wenig Druck aufbauen. Die dennoch nervenaufreibende Begegnung lebte von der Anspannung, die auch durch die 4.608 Fans im Stadion immer weiter in die Höhe getrieben wurde. Während die Anhänger der Indians ihr Team zum letzten Heimspiel verabschieden wollten, ging es für die mitgereisten Eispiraten-Fans um die Unterstützung für die mögliche Playoff-Teilnahme ihres Teams. Sportlich verbuchten die Westsachsen in der 30. Minute die bis dahin größte Chance. André Schietzold zog nach einer Drehung ab, konnte mit seinem strammen Schuss aber erneut Langmann im Tor der Indians nicht überwinden. Auch auf der Gegenseite zeichnete sich Sebastian Albrecht durch gute Paraden immer wieder aus. So bliebt es auch nach 40 Spielminute torlos.

Die ersten Tore im Spiel fielen erst im letzten Abschnitt der regulären Spielzeit. Nachdem die Eispiraten die Partie immer mehr an sich zogen, nahm auch die Zahl der guten Chancen zu. Im Powerplay schlugen die Westsachsen dann zu. In der 43. Spielminute zieht Bejamin Hüfner von der blauen Linie ab, sein Schuss wird von Thomas Pielmeier vor dem Tor unhaltbar abgefälscht. Mit dem Führungstreffer im Rücken behielten die Crimmitschauer weiterhin die Kontrolle über das Spiel. Erst ein fahrlässiger Pass von Verteidiger Darcy Campbell sorgt für den unnötigen Ausgleichstreffer der Hannover Indians. Diese fangen den riskanten Querpass ab und vollenden eiskalt zum 1 zu 1. Dieser Spielstand hielt bis zum Ablauf der regulären Spielzeit, auch wenn beide Mannschaften noch ihre Chance auf den Siegtreffer hatten.

Mit einem Powerplay gehen die Eispiraten in der 5minütigen Overtime. Mehrere gute Gelegenheiten für die Westsachsen kann erneut der Keeper der Indians abwehren. Auch die Hannoveraner erspielen sich ihre Chancen, bleiben im Abschluss aber ebenfalls ohne Torerfolg. Damit musste die Partie im Penaltyschießen entschieden werden. Nachdem der erste Schütze der Gastgeber trifft, wächst der Druck auf Martin Heinisch. Der Stürmer der Eispiraten meistert seinen Penalty aber souverän und gleicht damit wieder aus. Nach 2 vergebenen Möglichkeiten für beide Teams waren die letzten Schützen entscheidend. Als Letzter trat Brandon Dietrich an, der seinen Penalty am Ende eiskalt verwandelt und damit die Partie zu Gunsten der Eispiraten entschied. Durch die beiden hart erkämpften Punkte haben die Eispiraten Crimmitschau am Sonntag nun alle Chancen selbst in der Hand. Mit einem Sieg über den SC Riessersee würden die Westsachsen sicher in die Playoff"s einziehen. Zu diesem Endspiel im Sahnpark hofft die Mannschaft auf die überwältigende Unterstützung der Fans, die so ihren Beitrag in diesem extrem wichtigen Heimspiel leisten können.