Eispiraten holen Punkt gegen RosenheimEispiraten Crimmitschau

Eispiraten holen Punkt gegen RosenheimEispiraten holen Punkt gegen Rosenheim
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Der Treffer, der als regulär eingeschätzt wurde, bringt die Verlängerung, in der die Gäste aus Oberbayern den entscheidenden Siegtreffer zum 2:3 nach Overtime erzielen können.

Bereits im Vorfeld der Begegnung standen die Vorzeichen für die Eispiraten eigentlich alles andere als gut. Nachdem die Grippe und ein Magen-Darm-Infekt mehrere Spieler der Eispiraten erfasst hatte, mussten die Crimmitschauer lange um den Einsatz mehrerer Stammspieler zittern. Am Ende fehlten Trainer Fabian Dahlem Verteidiger André Schietzold und Stürmer Scott Pitt, die an das Krankenbett gefesselt waren. Dennoch zeigten die Eispiraten eine von Beginn an engagierte Leistung, die auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen aus Rosenheim war. Beide Teams zeigten im ersten Abschnitt starke Nerven und blieben leistungsgerecht torlos. Chancen waren auf beiden Seiten zu verzeichnen, die aber von den Schlussmännern vereitelt werden konnten.

Im mittleren Abschnitt schlug das Pendel dann zu Gunsten der Eispiraten aus, die zunächst defensiv solide agierten und offensiv eiskalt zuschlagen. In der 32. Minute ist es das Duo Dominic Walsh und Matthias Forster, die blitzschnell einen Pass an die blaue Linie verarbeiten und der Letztere nach Zuspiel seines Sturmpartners mit der Rückhand zum 1:0 einhebt. Als die 1.615 Zuschauer im Crimmitschauer Sahnpark sich noch in den Armen lagen, fiel bereits der 2. Treffer für die Eispiraten. Nur 35 Sekunden nach der Führung macht sich Angreifer Harrison Reed allein auf, um ebenfalls seine Stärke im Abschluss zu demonstrieren und mit seinem Tor auf 2:0 zu erhöhen. In der Folge blieben die Gäste aus Oberbayern immer wieder im Spielaufbau an den aggressiv störenden Eispiraten hängen. Als nur zwei Minuten später Eispiraten-Stürmer Cam Keith in einer Unterbrechung zur Kabine gebracht wurde, schwante einigen bereits Böses. Wäre der Ausfall nicht schon schwerwiegend genug, wurde auch Angreifer Daniel Bucheli wegen hohem Stock mit Verletzungsfolge mit einer 5+Spieldauer Strafe vom Feld geschickt. Die fünfminütige Überzahl konnten die Gäste allerdings nicht nutzen, was der aufopferungsvollen Spielweise der gesamten Eispiraten-Mannschaft zu verdanken war. Somit retteten sich die Westsachsen mehr als verdient mit einer Zwei-Tore Führung in die Pause.

Im Schlussabschnitt waren die Vorzeichen bereits klar. Rosenheim im Sturmlauf, ließ den Eispiraten zunächst viele Räume, die die Westsachsen bei ihren Kontern zwar gut nutzten, sich aber nicht mit einem wohl vorentscheidenden Tor belohnen konnten. Vielmehr gelingt den Starbulls in der 48. Spielminute der Anschlusstreffer, der das Spiel nochmals spannend machte. Auch in der Folge agierten die Hausherren recht solide in der Abwehr und konnten bis zur 59. Spielminute alle Chancen der Oberbayern vereiteln. Nach einer Auszeit folgte die Herausnahme des Rosenheimer-Schlussmannes, die in den letzten 63 Sekunden der regulären Spielzeit mit sechs Feldspielern alles auf eine Karte setzten. Dass die Schlussoffensive noch von Erfolg und einem Tor gekrönt war, lag auch in den Händen der Unparteiischen. Der Puck zappelte mit Ablauf der Uhr im Eispiraten-Tor und keiner der Schiedsrichter war sich sicher, ob der Treffer vor oder nach Ablauf gefallen ist. Die aufgeheizte Atmosphäre machte die Sirene wirkungslos, da der Ton nirgends klar und deutlich zu vernehmen war. Eine fast zweiminütige Diskussion zwischen den Referees folgte, in der sie zum Entschluss kamen, dass der Treffer wohl zählen muss.

Im extra Durchgang sind es erneut die Eispiraten, die mit drei gefährlichen Schüssen dem Sieg und damit den nur noch erreichbaren Zusatzpunkt ganz nah waren. Das Rosenheim mit einem etwas glücklichen Nachschuss in der 65. Minute den entscheidenden Siegtreffer markierte, passt nahtlos in die unfassbare Schlussphase der Partie, in dem die Eispiraten eine Niederlage verkraften müssen, die sich eigentlich wie ein „Sieg“ hätte anfühlen sollen. Mit einem Einfachen „bitter“ ist die Enttäuschung allerdings kaum ausdrückbar und so muss sich die Mannschaft an ihrer sehr guten Leistung aufrichten, um gestärkt am nächsten Freitag gegen Landshut erneut um jeden Punkt zu fighten. Von Seiten der Fans wurde die Mannschaft dennoch mit viel Beifall bedacht, hätte sich das Team in ihren Augen für den gezeigten Kampf und die Leidenschaft doch die drei Punkte verdient gehabt.

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