Eispiraten Crimmitschau: Mit DEL-Verstärkung ins Sachsen-Derby gegen Lausitzer FüchseDEL2 startet in die zweite Saisonhälfte

Verstärkung für die Eispiraten: Christoph Körner wechselt rechtzeitig vor richtungsweisenden Sachsen-Derby gegen die Lausitzer Füchse nach Crimmitschau. (picture alliance / Tobias Hase / dpa)Verstärkung für die Eispiraten: Christoph Körner wechselt rechtzeitig vor richtungsweisenden Sachsen-Derby gegen die Lausitzer Füchse nach Crimmitschau. (picture alliance / Tobias Hase / dpa)
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Bei diesem Vorhaben kommt den Westsachsen der DEL-Spielplan zugute: Die Fischtown Pinguins spielen heute Abend in Nürnberg, so dass Crimmitschaus Teammanager Ronny Bauer den 21-jährigen Angreifer direkt im Anschluss an die Partie in die nur rund 220 Kilometer entfernte Pleißestadt mitnehmen kann. Christoph Körner bestritt in dieser Spielzeit bereits 13 Partien für die Eispiraten und konnte dabei vier Treffer erzielen und weitere sechs vorbereiten. Drei seiner vier Tore schoss er in seinen letzten drei Spielen für die Rot-Weißen. Die Eispiraten versprechen sich von seiner Rückkehr mehr Torgefahr.

Die Verstärkung kommt zur rechten Zeit: Nach den ersten 26 Spielen der DEL2-Saison 2018/19 steht das Team mit 31 Punkten auf dem zehnten Platz. Das Tabellenmittelfeld scheint dabei so eng wie nie: Crimmitschau hat einerseits nur vier Zähler Rückstand auf Platz sechs, der einen direkten Einzug in die Play Offs bedeuten würde, ist andererseits jedoch ist es auch nur durch einen Punkt von einem Play Down-Rang entfernt. Insofern wäre ein Sieg gegen die Lausitzer Füchse doppelt wichtig, denn mit dem Spitzenteam aus dem Osten Sachsens haben die Eispiraten noch eine Rechnung offen: Die Last-Minute-Niederlage in Weißwasser vor knapp zwei Wochen – nach zuvor zwei wichtigen Siegen gegen Dresden (11:4) und Kassel (2:1) – leitete den Abwärtstrend ein. Danach lief nicht mehr viel zusammen und es setzte fünf Niederlagen in Folge.

Die aktuelle Form und die Historie sprechen für die Lausitzer Füchse

Genau in die Gegenrichtung verlief der Trend zuletzt bei den Füchsen: Sie haben sich unter den Top-Teams in der Tabelle etabliert und sind punktgleich mit dem Tabellenzweiten ESV Kaufbeuren (51 Punkte). Nach der holprigen Saisonvorbereitung und dem plötzlichen Weggang von Trainer Robert Hoffmann formte der neue Headcoach Corey Neilson eine mittlerweile gut eingespielte Mannschaft: Das Torhüter-Duo mit dem Deutsch-Kanadier Olafr Schmidt und dem Förderlizenz-Spieler Maximilian Franzreb von den Eisbären Berlin gehört zu den stärksten der Liga, auch die Defensive, die mit der Verpflichtung von Joel Keussen aus Krefeld während der Saison wegen der Verletzung von Roberto Geiseler nochmals gestärkt wurde, ist stabil: Nur 84 Gegentore sind der Bestwert unter den Top-Sechs der DEL2. Vor allem aber sind die Lausitzer gefährlich in der Offensive: Jeff Hayes (31 Scorerpunkte), Steve Saviano (26), Anders Eriksson (24) sind in dieser Spielzeit beeindruckend produktiv. Eine Mischung also, die funktionert, denn seit fünf Spielen ist Weißwasser ungeschlagen – darunter war auch ein 5:4-Erfolg über den Tabellenführer Ravensburg.

In den beiden bisherigen Vergleichen behielten die Füchse jeweils die Oberhand. Dies und die beiden gegenläufigen Trends der beiden Mannschaften sowie die stärkeren Special Teams der Lausitzer sprechen für einen klaren Sieg der Füchse, die von bislang insgesamt 42 Sachsen-Derbies 26 für sich entscheiden konnten. Allerdings – Achtung, Phrase! – geht jede Serie einmal zu Ende. Bei einem Sieg der Westsachsen könnten es sogar deren zwei sein, die keine Fortsetzung finden. Und vielleicht gibt die Verpflichtung von Christoph Körner den Eispiraten den nötigen Wind in die Segel.

Anpfiff am Freitag ist um 20 Uhr im Kunsteisstadion im Sahnpark.

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