Eislöwen von den Jokern nicht zu bändigenESV Kaufbeuren

Eislöwen von den Jokern nicht zu bändigenEislöwen von den Jokern nicht zu bändigen
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Gleich zu Beginn konnte Alexander Thiel Kevin Nastiuk prüfen. In der dritten Minute stand aber dann Stefan Vajs im Mittelpunkt, als nach einer Nachlässigkeit in der Defensive des ESV Topscorer Tommi Pöllänen mit der Rückhand eine gute Chance hatte. Auch in der Folgezeit machte Dresden mächtig Druck und konnten diesen durch Unachtsamkeiten des ESVK auch immer weiter aufrecht erhalten. So musste Vajs mehrmals in höchster Not gegen Boisvert und Pöllänen retten. Kaufbeuren tat sich weiterhin sehr schwer, ins Spiel zu kommen und machte vor allem grobe Fehler im Spielaufbau. So war auch der 1:0 Führungstreffer durch Boisvert in die rechte obere Ecke die logische Folge, nachdem Pöllänen einen misslungenen Passversuch der Verteidigung des ESVK abfing. Nach dem Tor in der 9. Minute baute Dresden noch mehr Druck auf. Dabei schoss Maury Edwards den Puck über die Plexiglasscheibe und musste dafür für zwei Minuten auf die Strafbank. Lediglich zehn Sekunden waren vergangen, als Petr Macholdas Schlagschuss abgefälscht wurde und zum langen Pfosten ging. Dort stand Boisvert, der ins leere Tor einschieben konnte, da Stefan Vajs beim Schlagschuss Macholdas vollständig die Sicht genommen war.

Wer nun dachte, die Joker würden sich ihrem Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Bereits kurz nach dem 2:0 konnte Didi Hegen zum ersten Mal die Powerplayformation aufs Eis bringen. Diese brachte sich sehr früh gut in Formation und schließlich fand Sami Ryhänen mit einem Pass von hinter dem Tor seinen Landsmann Markku Tähtinen, der den Puck in der 13. Minute zum Anschlusstreffer in die Maschen setzte. Der ESVK kam nun immer besser ins Spiel. Ungefährlich waren die Eislöwen aber nicht, denn Vajs musste zwei Mal seine ganze Klasse gegen den Doppeltorschützen Boisvert zeigen. Zum Drittelende brannten die Joker aber dann noch ein Feuerwerk ab, jedoch scheiterten sowohl Ryhänen, de Paly als auch Schmidle aus kurzer Distanz.

Das zweite Drittel startete dann ebenfalls mit erstarkten Jokern. Nicht mehr vergleichbar zum Start des ersten Drittels traten die Rot-Gelben nun auf. De Paly, der als Verteidiger spielte, verpasste einen Querpass Tähtinens nur knapp. Auch Kapitän Michael Kreitl blieb nach einem Zuspiel von Ryhänen erfolglos. Ein Überzahlspiel sollte dem ESV dann eine noch bessere Ausgleichschance geben, die jedoch erfolglos verstrich. In der Zwischenzeit durfte sich dann auch Vajs gegen Sami Kaartinen wieder beweisen. Als kurz darauf Max Schmidle zu Fall kam und Schiedsrichter Steffen Klau Thomas Supis auf die Bank schickte, begann ein merkwürdiges Spiel. Der ESVK spielte ein gutes Powerplay und kam in der 28. Minute nach einem Schlagschuss Näätänens zum wohlverdienten Ausgleich. Von nun an sollten aber die Joker konsequent die Strafbank drücken. In den letzten zehn Minuten des Drittels nahmen fünf Joker und ein Eislöwe in der Kühlbox platz. In der 9. Minute fanden David Hajek und Arturs Kruminsch zuerst noch ihren Meister in Stefan Vajs, als ein sehr starker Pass von Becker nicht verwertet werden konnte. Kurze Zeit später nutzte ebendieser Kruminsch aber die Gunst der Stunde und wiedermal fand ein verunglückter Schlagschuss seinen Weg ins Tor. Die große Chance zum Ausgleich hatte dann Alexander Thiel in der 35. Minute, nachdem er nach einem Querpass verzog. Als der ESV dann wieder die Strafbank drücken musste, vollendete Hugo Boisvert eiskalt ins lange Eck.

Zu allem Überfluss ging es dann auch noch mit einer weiteren Strafe in die Pause. Diese Unterzahl überstand der ESVK aber schadlos, denn Vajs konnte einen Schlagschuss Gosdecks sicher halten. In der Folge entwickelte sich ein Hin und Her, das immer wieder gute Druckphasen der Gäste beinhaltete. Jedoch blieben diese Chancen alle ungenützt. Auch die Eislöwen scheiterten immer wieder an Vajs. Der ESV kämpfte für den Anschlusstreffer. Dieser wurde jedoch durch das 5:2 der Gastgeber zunichte gemacht. Bei einer Zwei auf Ein Situation bejubelte Bruce Becker nach einem Doppelpass mit Tommi Pöllänen dann seinen Treffer. Die 2211 Zuschauer sahen dann aber noch noch ein Tor von Stephen Schultz, der eine Unachtsamkeit der sächsischen Verteidigung zum 5:3 mit einem Schuss ins linke untere Eck verwertete. Dies sollte nochmal Spannung in die letzten sechs Minuten bringen. Doch die Sachsen schlugen nochmal zurück. Nachdem Vajs zuerst noch gegen Pöllänen abwehren konnte, setzte dieser nach und machte den Sieg für die Heimmannschaft perfekt.

In der anschließenden Pressekonferenz gratulierte Didi Hegen Thomas Popiesch zum verdienten Sieg. Im ersten Drittel habe man Dresden mit einer dummen Strafzeit und einem kapitalen Fehler aufgebaut. Als Fazit folgerte er, dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnen könne. Heimtrainer Popiesch war zufrieden mit dem Sieg und für ihn war entscheidend, dass die erfahrenen Spieler in den entscheidenden Situationen einen klaren Kopf behielten und damit für die Entscheidung sorgten.

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