Eislöwen unterliegen Steelers im Penaltyschießen Dresdner Eislöwen

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In der 14. Spielminute lagen die Eislöwen, wie auch im ersten Spiel gegen die Steelers in Bietigheim, bereits mit drei Toren im Rückstand. Joshua Bailey (6./UZ), Bastian Steingroß (8.) und Mark Heatley (14.) hatten Fehler im Dresdner Spiel gefunden und diese kaltschnäuzig genutzt. Die Eislöwen fanden nicht in die Partie, leisteten sich zu viele Puckverluste in der neutralen Zone und wurden von den Gästen konsequent am Spielaufbau gehindert. Eines konnte man der Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch allerdings nicht absprechen: unbändigen Kampfgeist. In der 15. Minute setzte Martin Heider den ersten Akzent, als er den Rückstand verkürzen konnte. Als Kapitän Patrick Jarrett (19.) 85 Sekunden vor der Pausensirene den Anschlusstreffer markierte, waren die Hausherren zurück und die Halle stand Kopf.

Im Mittelabschnitt erwischten die Eislöwen den besseren Start. Jan Zurek überrumpelte die Abwehr der Steelers, als er den Pass von Sami Kaartinen annahm und den Puck zum Ausgleich ins Tor schob. Die Dresdner spielten nun mit viel Einsatz und Moral nach vorn, was in der 38. Minute Früchte trug: Sami Kaartinen brachte sein Team erstmals in Führung, als er sich durch das gesamte Bietigheimer Drittel tankte und seine Gegenspieler stehen ließ. Von da an entwickelte sich ein schnelles Spiel auf beiden Seiten. Die Hausherren hatten vielleicht die besseren Möglichkeiten, aber die Gäste blieben durch rasant geführte Konter brandgefährlich. Es schien bereits so, als würden sich die Eislöwen mit einer Führung in die Kabine verabschieden, als Mark Heatley (40.) eine Unachtsamkeit der Dresdner in der neutralen Zone nutzte und 11 Sekunden vor Ablauf des Drittels den Ausgleich erzielte.

Im letzten Drittel ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen und waren bemüht, spielentscheidende Fehler zu vermeiden. Torchancen gab es im weiteren Spielverlauf auf beiden Seiten. Aber sowohl Kellen Briggs als auch sein Gegenüber Joey Vollmer zeichneten sich mit zum Teil spektakulären Paraden aus. Im Schlussdrittel konnten die Gastgeber ihre Klasse in Unterzahl noch unter Beweis stellen, als sie eine zweiminütige 3 gegen 5-Situation unbeschadet überstanden. In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf und führte zu mehr als turbulenten Aktionen. Ein Tor fiel allerdings bis zur Schlusssirene nicht mehr.

Auch in der Verlängerung konnte keine Mannschaft einen Vorteil aus den größeren Räumen ziehen, so dass die Entscheidung am Abend im Penaltyscheißen fallen musste. Zwar konnten erneut Carsten Gosdeck und Sami Kaartinen ihre Versuche verwandeln, allerdings trafen für die Gäste alle drei Schützen. Der Zusatzpunkt ging damit am Ende an die Gäste aus Bietigheim.

„Es war ärgerlich für uns“, kommentierte Trainer Thomas Popiesch das Spiel auf der Pressekonferenz. „Trotzdem kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft und geackert. Letztendlich haben wir es uns selbst unnötig schwer gemacht. Es darf nicht passieren, dass wir am Anfang nicht bereit sind.“


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