Eislöwen gewinnen mit 5:3Playoff-Viertelfinale

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3022 Zuschauer erlebten in der Dresdner EnergieVerbund Arena eine abwechslungsreiche Partie, die mit einem strammen Schuss von Marius Garten begann. Doch Bremerhavens Goalie Gerald Kuhn war - wie wenig später auch beim Versuch von Sebastian Zauner - zur Stelle. In Unterzahl wählte Steven Rupprich gleich zwei Mal einen zu spitzen Winkel, um Kuhn zu überwinden. Dresden unterstrich die Offensiv-Bemühungen mit einer weiteren Großchance von Teemu Rinkinen, der vor dem Tor den Puck nicht richtig traf und auch Harrison Reed zielte nur an die Latte. Feodor Boiarchinov hingegen lenkte den Puck an den Pfosten. Auf der Gegenseite verzog Tim Miller vor dem leeren Tor (8.) aus bester Position. Eislöwen-Verteidiger Kai Wissmann musste nach neun Minuten vorzeitig vom Eis, als der Referee nach einer Situation gegen Thomas Zuravlev auf Check von hinten und Matchstrafe entschied. Michael Endraß saß die Fünf-Minuten-Strafe ab. Als wäre das nicht bitter genug, mussten auch noch Pat Baum und Jeffrey Szwez für jeweils zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Doch Gabe Guentzel und Marian Dejdar konnten Dresdens Goalie Brett Jaeger zunächst nicht überwinden. 15 Sekunden vor dem Ablauf der ersten Strafe brachte Pawel Dronia den Puck jedoch im Tor von Jaeger unter, der durch verdeckte Sicht keine Chance hatte (13.). Die Eislöwen benötigten zunächst einen Moment, um wieder ins Spiel zu finden, kamen aber durch Marius Garten und Mark Cullen zu guten Gelegenheiten. Auch Reeds Schuss konnte von Kuhn nur mit der Matte abgewehrt werden.

Das zweite Drittel startete mit einem Versuch von Dronia. Auf der Gegenseite war Goalie Kuhn bei einem Schuss von Pat Baum von der blauen Linie gefragt. Die Partie wogte hin und her: Marian Dejdar konnte seine Gelegenheit ebenso wie Jeffrey Szwez in Überzahl nicht nutzen. Ein Eigentor der Gäste, offiziell Petr Macholda angerechnet, der in Überzahl von der blauen Linie die Vorlage gab, führte zum verdienten Ausgleich in der 29. Minute. Infolge kochte die Stimmung immer mehr hoch, ehe das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden musste, da Hauptschiedsrichter Simon Aicher von einem Bremerhavener Schlagschuss getroffen und vom Eis getragen werden musste (35.). Gute Besserung an dieser Stelle! Nach Fortsetzung der Partie verzeichnete Vladislav Filin die Chance zur erstmaligen Führung, doch Gerald Kuhn bekam den Fuß noch an den Puck. 

Die Eislöwen machten zum Beginn des Schlussdrittels deutlich, dass sie sich den Sieg sichern wollten. Das Team von Cheftrainer Bill Stewart war stärker am Drücker, als Bremerhaven zu einer hochkarätigen Möglichkeit kam, diese durch Bombis aber nicht nutzen konnte. Nach Vorlage von Dominik Grafenthin war es Steven Rupprich, der die Gastgeber in Führung bringen konnte (43.). Andrej Teljukin aus der Distanz sowie Gabe Guentzel im Powerplay vergaben ihre Chancen für Bremerhaven noch, doch Cody Lampl (49.) hämmerte den Puck zum Ausgleich unter die Latte. David Stieler legte nach und drehte die Partie zugunsten der Bremerhavener (50.). Doch damit noch nicht genug: Ein mustergültiger Spielzug von Dresdens erster Reihe führte über David Rodman zum 3:3-Ausgleich durch Filin, der zentral vor dem Tor lauerte (52.). Während Grafenthin das Tor im Powerplay wenig später verfehlte, markierte Marius Garten das 4:3 (58.). Per Empty Net-Treffer machte Filin in der Schlussminute den 5:3-Erfolg der Eislöwen perfekt.

„Wir haben heute über weite Strecken nicht gut gestanden. Unser Ziel war es, Dresdens Offensive nicht zum Zug kommen zu lassen und körperlich präsenter zu agieren. Nach unserer Führung im letzten Drittel haben wir aber den Zugriff auf das Spiel verloren. Dresden hat diese Situation eiskalt ausgenutzt, verdient gewonnen und in der Serie den Ausgleich erzielt. Wir müssen das Spiel heute schnell aus den Köpfen bekommen und uns auf Dienstag konzentrieren“, sagt Bremerhavens Coach Thomas Popiesch.

„Beide Teams haben heute sehr hart agiert, sich nichts geschenkt. Entscheidend war am heutigen Tag unsere Schnelligkeit und unser Umgang mit dem Puck. Im ersten Drittel waren wir nicht diszipliniert genug. Wir haben zu viel Zeit auf der Strafbank verbracht. Jetzt müssen wir dranbleiben und nachlegen. Am Dienstag geht es wieder von vorn los. Wir müssen fokussiert bleiben. Nur darum geht es in den Playoffs“, sagt Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart.

Pressemitteilung Dresdner Eislöwen


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