Eishockey in Garmisch – das Trauerspiel geht weiter

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Die Bemühungen um den Erhalt des Profieishockeys in Garmisch scheinen wieder einmal an einem toten Punkt angelangt zu sein. Und die Gefühle der Fans, die in den letzten Monaten bestimmt nicht wenig zu erleiden hatten, sind erneut von tiefer Depression geprägt. Was ist geschehen?



Nachdem der bisherige Alleingesellschafter der SCR-GmbH, Ludwig Nominikat, praktisch in letzter Sekunde seine Anteile an den Insolvenzverwalter abgegeben hatte, waren die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Abwicklung des Verfahrens wieder gestiegen. Dem Journalisten Ralph Bader war es in unermüdlichem Einsatz gelungen, einige Geschäftsleute davon zu überzeugen, eine sechsstellige Summe in die insolvente GmbH zu investieren, um die Spielberechtigung für die Oberliga zu erhalten. Solide, realistisch und seriös wurde ein Etat für die nächste Saison geplant. Dabei ging die Stadion-Gastronomie, die in Eigenregie betrieben werden sollte, mit ca. 50000 Euro in die Kalkulation mit ein. Prinz Luitpold von Bayern, langjähriger Freund des SCR, hatte dafür seine Unterstützung zugesagt und wollte zusätzlich weiter als Sponsor tätig sein.



Nachdem das Stadion den Gemeindewerken gehört, sollten alle diesbezüglichen Fragen bei einer Unterredung zwischen deren Chef, Hubert Nessler und Prinz Luitpold, Inhaber der Brauerei Kaltenberg, geklärt werden. Prinz Luitpold bat um eine Verschiebung des Termins um zwei Tage aus gesundheitlichen Gründen, was Nessler sauer aufstieß: „Das zeigt Desinteresse. So macht man es nicht!“ Außerdem sei die Gaststätte bereits an einen Mitbewerber vergeben. Dies wiederum stieß den Initiatoren der SCR-Rettung sauer auf: „Das ist ein Genickschuss,“ meinte Ralph Bader, der einsehen musste, dass er sich monatelang vergeblich viel Arbeit gemacht hatte. Denn ohne die Einnahmen aus der Gastronomie geht sein Etat nicht mehr auf. Und Herr Nessler muss sich fragen lassen, was der Pächter mit einer Stadiongaststätte anfangen will, in der keine Sportveranstaltungen mehr stattfinden? Selbst diverse Hobbymannschaften haben bereits ihren Umzug nach Bad Tölz angekündigt, sodass das Garmischer Eisstadion zu veröden droht.



Die Nachricht vom Ausstieg der Gruppe Bader nahm der Insolvenzverwalter erstaunlich gelassen zur Kenntnis: „Ich habe Kontakt zu einer Einzelperson, die die Anteile der SCR-GmbH erwerben möchte“, ließ Dr. Prager verlauten. Wer diese ominöse Person sein soll, behielt er für sich. Ob es sinnvoll ist, die Geschicke des SC Riessersee wieder in eine Hand zu legen, erscheint nach den Erfahrungen der Vergangenheit (Fahlenbach, Kress, Nominikat)

mehr als fraglich.



Die Geschichte des Garmischer Eishockeys ist seit Jahren ein einziges Trauerspiel. Anstatt, wie etwa in Bad Tölz in einer ähnlichen Situation, alle Kräfte zum Wohle des Sports zu bündeln, pflegt jeder seine persönliche Eitelkeit. Geheimnistuerei, Intrigen und Egoismus sind an der Tagesordnung: Ein Bürgermeister, dem die Entwicklung des wichtigsten Vereines am Ort, sportliche Heimat Hunderter von Jugendlichen, egal zu sein scheint. Ein Chef der Gemeindewerke, der sein persönliches Ego über alles stellt. Eine Vielzahl vermögender Bürger, die alles besser wissen, aber nichts tun. Und die Fans sehen mit ohnmächtiger Wut zu, wie einer der traditionsreichsten deutschen Eishockeyclubs dabei ist, vor die Hunde zu gehen. (an)

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