Eisbären steht das Wasser bis zum Hals - 2:6-Heimpleite gegen Bremerhaven

Regensburg: Eisbären scheitern an Rostislav HaasRegensburg: Eisbären scheitern an Rostislav Haas
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Es

sollte alles besser werden, im ersten Spiel ohne Peter Draisaitl. Die

Regensburger bemühten sich auch nach Kräften, standen nach Ende der

Partie gegen Bremerhaven aber erneut mit leeren Händen da. Bereits in

der 6. Minute nutzte Peter Boon eine Unaufmerksamkeit des ansonsten

starken Eisbärengoalies Patrick Couture zum 1:0. Nur zwei Minuten

später glich Brandon Dietrich zum 1:1 aus. Ein Führungstreffer sollte

den Regensburgern aber dennoch nicht gelingen. Nach Jason Pinizzottos

Tor in der 14. Minute musste man wiederum einem Rückstand

hinterherlaufen.


Im Mittelabschnitt hatten die Hausherren zunächst

viele Unterzahlsituationen zu überstehen. Mit einem überragenden

Verteidiger Chris Heid und einem bravourös  haltenden

Patrick Couture sollte ihnen dies zunächst noch gelingen. In der 30.

Minute erzielte erneut Brandon Dietrich gar den 2:2 Ausgleich. In der

38. Minute erhitzte jedoch eine Entscheidung von Hauptschiedsrichter

Oswald die Gemüter. Als Josh MacNevin nach einem üblen Kopfcheck

verletzt am Boden liegen blieb, gab es keine Strafzeit für die Gäste.

Im Gegenteil, denn das Spiel wurde nicht einmal unterbrochen. Björn

Bombis nutzte die Verwirrung der ohnehin schon dezimierten Regensburger

zum 3:2 Führungstreffer für die Norddeutschen. Ein gellendes

Pfeifkonzert und wüste Beschimpfungen des Unparteiischen waren die

Folge.


Im Schlussabschnitt mussten die Eisbären erneut viele

fragwürdige Strafzeiten schlucken. Paul Deniset (41.), Peter Boon (46.)

und Matthias Forster (51.) ließen sich nicht lange bitten und nutzten

dies eiskalt aus. In den letzten zehn Minuten war der Kräfteverschleiß

bei den Eisbären deutlich sichtbar. Auch deshalb, weil Interimstrainer

Beppo Schlickenrieder die vierte Reihe um Gregor Thoma, Oliver Hackert

und Andreas Driendl nur auf der Bank schmoren ließ. Man konnte sich bei

Patrick Couture bedanken, dass es beim 6:2 Endstand blieb. Ein Erfolg

für die Gäste, der sicherlich um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen

ist, aber letztendlich nicht unverdient war.


Richtig schwer wird auch

die Freitagsaufgabe für die Regensburger, wenn man zum Angstgegner nach

Wolfsburg reisen muss. Erste Priorität für Geschäftsführer Markus

Schrör hat in dieser Woche sicherlich die Trainersuche. Man darf

gespannt sein, wer das sinkende Eisbärenschiff wieder auf Vordermann

bringen kann, zumal die Hintermannschaft der Domstädter in vielen

Bereich nicht ligatauglich scheint.

 

Von Michael Pohl

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