Eisbären gewinnen nach hartem Kampf – 4:3 gegen Wolfsburg

Regensburg: Eisbären scheitern an Rostislav HaasRegensburg: Eisbären scheitern an Rostislav Haas
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Gut 2600 Zuschauer in der Regensburger Donau Arena jubelten ihren

Eisbären auch lange nach der Partie noch frenetisch zu. Mit toller

Moral zwangen die Regensburger den direkten Konkurrenten aus Wolfsburg

in die Knie. Nach langer Verletzungspause waren auch Ervin Masek und

Sven Gerike auf Seiten der Domstädter wieder mit von der Partie. Die

Hausherren legen einen Blitzstart hin, als Brandon Dietrich in der 2.

Minute einen Patzer von Gästegoalie Chris Rogles zum 1:0 verwerten

konnte. Der Startorhüter spekulierte auf einen Pass von Dietrich und

machte das kurze Eck auf. Der kanadische Torjäger ließ sich nicht lange

bitten und spitzelte die Scheibe am verdutzten Rogles vorbei. In der

Folgezeit drückten die Regensburger mächtig aufs Tempo, doch Chris

Rogles hatte sich gefangen und machte alle Gelegenheiten zunichte.

Dieses Auslassen an Torchancen sollte sich in der 11. Minute rächen,

als Max Seyller den 1:1 Ausgleich erzielen konnte. Es kam sogar noch

schlimmer für die Eisbären. Nur fünf Minuten später gingen die Grizzly

Adams durch einen platzierten Schlagschuss des überragenden Elvis

Beslagic mit 2:1 in Front. Fortan wirkten die Oberpfälzer sichtlich

gehemmt und die Gäste bestimmten das Spiel.


Auch im zweiten Drittel waren die Wolfsburger das optisch überlegenere

Team. Dennoch erzielten den einzigen Treffer in diesem Spielabschnitt

die Hausherren. Oliver Bernhardt traf in der 33. Minute zum 2:2. Mit

diesem Ergebnis ging es auch ins mit Spannung erwartete letzte Drittel.

Als Tim Regan in der 49. Minute die Gäste mit 3:2 durch einen

Überzahltreffer in Führung brachte, rechneten nur noch die kühnsten

Optimisten mit einem Sieg der Eisbären. Zu sicher stand die Defensive

der Wolfsburger im bisherigen Spielverlauf. Doch nur 20 Sekunden später

glich Sven Gerike erneut aus. In den Folgeminuten hatten wiederum die

Gäste das Führungstor auf dem Schläger, aber Patrick Couture rettete

mit mehreren großartigen Paraden. Dann kam der Auftritt von Regensburgs

Verteidiger Shayne Wright. Nachdem der Deutsch-Kanadier die letzten

zwei Monate nicht gespielt hat, sondern ein spezielles

Konditionsprogramm absolvieren musste, wurde er heute erstmals wieder

eingesetzt. Er sollte eine fehlerfreie Partie abliefern und zudem den

entscheidenden Treffer einleiten. Wright täuschte in der 59. Minute an

der blauen Linie einen Schlagschuss an, passte aber zum gut

positionierten Brent Gauvreau. Dieser hatte keine Mühe, den Puck am

bereits geschlagenen Chris Rogles vorbei ins Tor abzufälschen. In den

letzten Sekunden hatten die Gäste noch einmal die Chance zum Ausgleich,

aber Patrick Couture hielt den Sieg mit einem großartigen Reflex fest.

Am Sonntag gastieren die Regensburger bei den Moskitos in Essen.


Von Michael Pohl