Ein Wintermärchen im Werdenfelser Land?

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bemerkenswertes konnte man am Samstagabend rund um das Eisstadion zu Garmisch-Partenkirchen beobachten: Ganze Karawanen von Autos bewegten sich in Richtung des Sportzentrums. Nicht wenige hatten ein blau-weißes Fähnchen an ihren Fahrzeugen angebracht. Es gab Eishockey Play-off im Werdenfelser Land, und viele gingen hin. Fast 4000 Zuschauer hat ein hocherfreuter Geschäftsführer Ralph Bader gezählt. Keiner musste sein Kommen bereuen, ausgenommen vielleicht die rund 400 angereisten Schwenninger Fans, die ihr Team mit wüsten Beschimpfungen verabschiedeten. Bahnt sich da in Garmisch ein kleines Wintermärchen zum Frühlingsbeginn an?

Nachdem der SC Riessersee die erste Begegnung in Schwenningen ziemlich überraschend gewinnen konnte, standen die Wild Wings bereits im Rückspiel mächtig unter Druck. Entsprechend nervös begann das Spiel. Das Gästeteam, gespickt mit vielen bekannten Namen, ging nach 13 Minuten durch einen schönen Konter (Deniset) nicht unverdient in Führung. Zu Beginn des zweiten Drittels gelang Beauregard – erstaunlich seine Steigerung in den Play-off – im Nachschuss der vielumjubelte Ausgleich.

Und dann begann die unrühmliche Zeit des Schiedsrichters. Die Pfiffe von Herrn Lenhart aus Darmstadt sorgten bei allen Bobachtern für größte Verärgerung: Bei den Fans genauso wie bei den Trainern (Gäste-Coach Greg Pruden: „Er hatte keine einheitliche Linie. Die Spieler wussten nie, was er pfiff.“) und bei neutralen Beobachtern. Helmut Bauer, ehemaliger ESBG-Geschäftsführer, sah es so: „So kann man in den Play-off einfach nicht pfeifen. Ihm fehlte jegliches Fingerspitzengefühl.“

Die Strafzeitenstatistik spricht Bände: 2.Drittel: SCR 16 + 10 Minuten, Wild Wings 6 Minuten. Im letzten Abschnitt bekam der Schiedsrichter dann wohl Gewissenbisse, denn er stellte nur noch Gästespieler vom Eis (10 Minuten). Dagegen übersah er einen schweren Kniecheck, nach dem sich SCR-Verteidiger Brown minutenlang schmerzverzerrt am Boden wälzte.

Trotz dieser schlechten Leistung des Unparteiischen waren sich hinterher beide Trainer einig, dass die falschen Pfiffe nicht entscheidend für den Ausgang des Spieles waren. Vielmehr zeigten sich die Garmischer „hungriger und bissiger“ (Greg Pruden). Nach der zwischenzeitlichen Gästeführung durch Whitecotton drehte der SCR im letzten Abschnitt noch einmal auf. Magowan, unter den Augen seines neuen Coaches Toni Krinner aus Wolfsburg, und Cullen schossen die Hausherren in Führung. Schwenningen drängte mächtig auf den Ausgleich, doch McArthur im SCR-Tor ließ keinen Treffer mehr zu. 10 Sekunden vor dem Ende dann die Entscheidung durch Uli Maurer, der in das leere Gästetor traf.

Damit ging der SC Riessersee mit 2:0 in Führung und hat beste Aussichten, das Wintermärchen noch ein wenig weiter zu spinnen. Auf jeden Fall haben die Garmischer am Mittwoch und am Sonntag noch zwei Heimspiele. Und dann werden sich wohl wieder die Autokarawanen in Richtung Olympiaeisstadion in Bewegung setzen.

Tore:

0:1 13:18 Deniset (Dylla, Slavetinsky)

1:1 24:25 Beauregard (Völk,Bigam)

1:2 38:53 Whitecotton (Heider)

2:2 44:41 Magowan (Cullen, Self)

3:2 50:07 Cullen (Self, Lindmark)

4:2 59:50 Maurer (Oppenheimer, Cullen)

Zuschauer: 3604

Schiedsrichter: Carsten Lenhart

Strafen: Riessersee 24 + 10 (Frank)- Schwenningen 24

Zwei Spieler haben schon verlängert
Petri Kujala bleibt Trainer der Bayreuth Tigers

​Für die Bayreuth Tigers laufen die Vorbereitungen auf die neue Spielzeit bereits auf vollen Touren. Nach den ersten Vertragsverlängerungen mit Ivan Kolozvary und Da...

Personalplanungen schreiten weiter voran - Elf Spieler verlassen den EVL
Lukas Mühlbauer bleibt beim EV Landshut

Der EV Landshut setzt auch weiterhin auf seinen eigenen Nachwuchs! Der gebürtige Landshuter Lukas Mühlbauer hält seinem Heimatverein weiterhin die Treue und hat sein...

Der Kapitän bleibt in der Wertachstadt
Tyler Spurgeon verlängert beim ESV Kaufbeuren

​Nach Trainer Rob Pallin konnte der ESV Kaufbeuren mit der Vertragsverlängerung von Tyler Spurgeon eine weitere wichtige Personalie vorzeitig unter Dach und Fach bri...

Team begibt sich in angeordnete Quarantäne
Bestätigter Corona-Fall bei den Eispiraten Crimmitschau

​Die Mannschaft der Eispiraten Crimmitschau unterzog sich nach einem Verdachtsfall am Donnerstag einem PCR-Test, wobei auch ein positiver Fall bestätigt wurde. Die g...

Kanadier verlängert seinen Vertrag bis 2022 und folgt seinem Landsmann Marcus Power
Topscorer Zach O´Brien geht weiter für den EVL auf Torejagd

Einer der besten Spieler der abgelaufenen DEL2-Hauptrunde trägt auch in der kommenden Saison das Trikot des EV Landshut! Zach O´Brien, der clever fit-Topscorer des E...

Für die Abschlusstabelle findet Quotientenregelung Anwendung
DEL2-Hauptrunde mit sofortiger Wirkung beendet

​Die Gesellschafter der Deutschen Eishockey-Liga 2 haben sich mittels einstimmigen Beschluss darauf verständigt, die aktuelle Hauptrunde mit Wirkung zum 8. April zu ...

Deutsch-Kanadier kommt aus Ravensburg und unterschreibt bis 2023
Olafr Schmidt wechselt zum EV Landshut

Der EV Landshut stellt sich für die DEL2-Saison 2021/22 auf der Torhüterposition neu auf und hat Olafr Schmidt von den Ravensburg Towerstars verpflichtet. Der 25-jäh...

Bürgschaft für DEL wird hinterlegt
Matthias Roos wird neuer Sportdirektor der Dresdner Eislöwen

​Die DEL2-Saison 2020/21 steht für die Dresdner Eislöwen vor dem Abschluss. Klar ist, die Play-offs werden in dieser Spielzeit verpasst. Ein Umbruch im Kader ist die...

Wichtige Zähler im Kampf um die Play-offs
Ravensburg Towerstars siegen in Kaufbeuren

Während der ESV Kaufbeuren durch den Sieg über die Lausitzer Füchse am vergangenen Freitag schon sicher für die Play-offs in der DEL2 platziert waren, so befanden si...