Ein wichtiger Sieg fürs SelbstvertrauenRavensburg Towerstars

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Die Oberschwaben starteten vor 2200 Zuschauern fulminant in die Partie. Schon mit dem ersten Wechsel nutzte Alex Leavitt die Möglichkeit, über die linke Seite kommend vor das gegnerische Tor zu kurven. In seiner unnachahmlichen Art lupfte er dann den Puck über Falken-Torhüter Philip Lehr zum 1:0 nach nur 39 Sekunden ins Netz. Der Jubel war groß und knapp zwei Minuten später beim 2:0 durch Shawn Weller noch ein Stück weit lauter. Bei diesem Spielzug hatten die Oberschwaben den Gegner inklusive Torhüter in dessen Zone regelrecht schwindlig gespielt, den scharfen Querpass lenkte Weller aus kurzer Distanz ins leere Tor ab. Die Gäste aus Heilbronn waren jetzt wohl aufgewacht und auch wenn die Towerstars gegen deutlich mehr Präsenz des Gegners anzukämpfen hatten, hielt die Abwehr solide stand und Goalie Christian Rohde präsentierte sich wie schon in den Spielen zuvor hochkonzentriert. Eine Schrecksekunde gab es dennoch in der 15. Minute. Ein satter Schlagschuss von der blauen Linie schlug zentral und flach im Ravensburger Tor ein. Doch der Treffer fand von den Unparteiischen keine Anerkennung, da schon fünf Sekunden vor dem Schuss das Tor aus der Verankerung gesprungen war. Danach kam Unruhe auf, denn minutenlang verweigerte Gäste-Trainer Igor Pavlov, seine Spieler zum Bully in die neutrale Zone zu schicken. „Ich wollte damit zeigen, dass ich mit dieser Schiedsrichterleistung auf diesem Niveau nicht einverstanden war“, sagte Pavlov später in der Pressekonferenz.

Auch im Mittelabschnitt hatten die Ravensburger Cracks einen Start nach Maß. Zweieinhalb Minuten waren gespielt, als Raphael Kapzan die Scheibe an der blauen Linie kurz abstoppte und dann abzog. Die Scheibe schlug am sichtlosen Falken-Keeper prompt zum 3:0 ein.  Erneut wirkte dieser Gegentreffer beim Gegner eher motivierend. Die Gäste überbrückten die neutralen Zone deutlich schneller, waren auch aggressiver in den Zweikämpfen und die Towerstars gerieten jetzt auch in Bedrängnis. Kurz nachdem Krull während einer Strafzeit von dePaly per Schlagschuss auf 3:1 verkürzte, mussten Towerstars Spieler und Fans so richtig den Atem anhalten. Ein leicht abgefälschter Schuss prallte zuerst an den linken, dann an den rechten Innenpfosten und dann ins Spiel zurück. Rund zwei Minuten vor der zweiten Pausensirene folgte dann auf der Gegenseite ein besonders wichtiger Treffer. Stephan Vogt fing einen schlampigen Pass der Heilbronner an der blauen Linie ab, legte sich die Scheibe zurecht und donnerte den Puck unhaltbar zum 4:1 in die Maschen.

Im Schlussabschnitt sollte prinzipiell nicht viel anbrennen, doch der 4:2 Anschlusstreffer durch den letztjährigen Towerstars Stürmer Dustin Cameron schien drei Minute vor Ende der regulären Spielzeit nochmals für Hochspannung zu sorgen. Zuvor war die Ravensburger Defensivkräfte zu weit aufgerückt und fuhren prompt in einen 3:2 Konter. Allerdings nahm Brian Roloff den Falken fast im Gegenzug den Wind aus den Federn, als er im Nachschuss nur 34 Sekunden später das 5:2 markierte „Dieser Sieg war sehr wichtig für uns“, sagte Trainer Daniel Naud und war neben der geschlossenen und konstanten Teamleistung vor allem zufrieden mit dem selbstbewussten Start. „So haben wir uns das auch vorgestellt und prompt auch umgesetzt“, ergänzte Naud.