„Ein Trainerwechsel ist ein Wachrüttler!“Eislöwen wieder auf Platz sieben

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„Wir brauchen keine schönen Tore. Wichtig ist nur, dass die Dinger reingehen", hatte Steven Rupprich vor dem Spiel gesagt. Und sie gingen rein. Vier Treffer erzielten die Eislöwen und dazu noch alle im Powerplay. Im Spiel eins nach dem Trainerwechsel sah man des Öfteren wieder die Mannschaft, die zu Beginn der Saison die Zuschauer begeistert hatte. „Es hat heute gut angefangen“, meint Kapitän Rupprich. „Es hat relativ schnell viel geklappt, nicht alles. Frankfurt hat da viel dazu beigetragen. Die Mannschaft hat auch definitiv mehr in petto als das, was sie heute gezeigt haben. Allerdings haben wir sie auch nicht gelassen. Das ist ja auch entscheidend, dass man den Gegner nicht kommen lässt und dem Spiel selber seinen stempel aufdrückt.“ In der Tat hatten die Eislöwen ab dem zweiten Drittel das Spiel gegen die Hessen im Griff. Die Löwen erinnerten allerdings kaum noch an das Team, welches schon einmal in dieser Saison in Dresden gastierte und damals mit harter, konsequenter und effektiver Spielweise auftrat. „Das kam uns zugute, da brauchen wir uns nichts vormachen“, bestätigt Steven Rupprich. „Das heute war keine Weltklasse-Leistung, wir haben trotzdem einfach besser gespielt als der Gegner.“ Am neuen Trainer kann die Veränderung der Mannschaft noch nicht gelegen haben, Bill Stewart hatte sein neues Team erst kurz vor Spielbeginn kennen gelernt. „Der neue Trainer hat uns einige grundsätzliche Dinge gesagt“, sagt der Eislöwen-Kapitän. „Aber wir habenheute gezeigt, wie wichtig es ist, dass man als Mannschaft zusammenhält, egal in welcher Situation. Wir haben vorher unser System nicht gut gespielt. Es tut mir wahnsinnig leid um Thomas, dass wir ihn da so im Stich gelassen haben. Aber jetzt gibt es einen Neustart. Wir haben das neue Jahr mit drei Punkten begonnen und wollen so weiter machen.“ Den Trainerwechsel sieht Rupprich zum einen als Wachrüttler, zum anderen aber auch noch einmal als Motivation: „Es hat auch immer etwas mit dem Team zu tun, ob so ein Wechsel sinnvoll ist. Man muss die Position, die man hatte, neu beweisen, bzw. die, man nicht hatte, kann man sich jetzt neu verdienen. Das ist auch der Zweck eines Neustarts: Manche Spieler wollen sich eine Position zurück erkämpfen, andere wollen diese verteidigen. Das hat man heute ganz gut gesehen.“