Ein Sieg fürs Selbstvertrauen – mit dickem WermutstropfenDresdner Eislöwen

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Zunächst sah es gegen die mit nur 13 (darunter etliche Juniorenspieler)Feldspielern angereisten Gäste in den ersten Minuten nicht nach einem Selbstläufer aus. Die Joker waren motiviert, versteckten sich nicht und konnten die Hausherren immer wieder, wenn auch erfolglos, ärgern. So dauerte es bis zur 8. Minute, ehe Carsten Gosdeck den Torrreigen eröffnete. Er selber trug sich noch zweimal in die Trefferliste ein (40./50.). Arturs Kruminsch (11./22.), Lukas Slavetinsky (32.), Shawn Weller (35.), Stefan Chaput (37.) und Hugo Boisvert (53.) komplettierten mit ihren Toren das Ergebnis.

„Der Sieg war ganz wichtig für uns“, war Arturs Kruminsch nach dem Spiel erleichtert. „Wir haben jetzt einige Spiele nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Und wenn man dann ein Tor schießt, holt man sich natürlich wieder Selbstvertrauen, das ist bei jedem Sportler so. Nun müssen wir dieses positive Gefühl mit in die nächsten Spiele nehmen.“ Seine zweite Reihe war mit sechs Toren die effektivste im Spiel. Dabei stand sie, wenn auch durch Verletzungen bedingt, im Sturm mit Feodor Boiarchinov und Carsten Gosdeck wieder in der Konstellation der vergangenen Saison auf dem Eis. Davon, dass es das Spiel der zweiten Reihe war, will Kruminsch nichts wissen: „Nasti hat im Tor wieder einen guten Job gemacht und jede Reihe wusste, um was es ging. Bei uns hat es besser geklappt, das freut uns zwar, aber wir waren alle am Erfolg beteiligt.“

Um positive Gefühle geht es auf der Gegenseite schon lange nicht mehr. „Wir müssen anfangen, uns auf die Play-Downs vorzubereiten“, sagte ESVK-Kapitän Daniel Menge nach dem Spiel. „Es ist nicht mehr viel Kraft da. Wir spielen beinahe schon die halbe Saison so mit vielen Verletzten und irgendwann ist es nur noch Schadensbegrenzung für den Einzelnen. Eins Spiel zu gewinnen, ist im Moment aussichtslos.“ Desto mehr Respekt verdient der Auftritt der Joker, die sich auch nach dem neunten Gegentreffer nicht hängen ließen und weiter engagiert und motiviert Eishockey spielten.

Ein bitterer Abend war es auch für Bruce Becker, der bereits im ersten Drittel verletzt ausschied. Eine MRT-Untersuchung bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: Der Stürmer riss sich das vordere Kreuzband des linken Knies, für ihn ist die Saison vorzeitig beendet. „Im Moment bin ich einfach nur enttäuscht und leer“, ist Becker niedergeschlagen. „Mein Gefühl hatte mir bereits nach der Verletzung nichts Gutes gesagt, aber ich habe bis zuletzt gehofft, dass die Diagnose nicht so hart ausfällt. Ich muss mich jetzt erst einmal sammeln und werde versuchen, die Mannschaft in den nächsten Wochen so gut wie möglich zu unterstützen.“


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