Ein Saisonsonstart, den keiner so auf der Rechnung hatte

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Am Freitag besiegten die Elbstädter in einem verrückten und spannenden Derby die Lausitzer Füchse mit 6:7 nach Verlängerung. Den Zuschauern wurde alles geboten, was das Herz eines Eishockeyfans höher schlagen lässt: viele Tore, faire Checks, Boxeinlagen, viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Moral. Die Eislöwen führten nach dem ersten Drittel mit 0:3 und ließen bis zur 50. Minute die Lausitzer auf 6:3 davon ziehen. Ausgerechnet Ex- Fuchs Chris Straube läutete mit seinem Treffer zum 6:4 die Aufholjagd der Dresdner ein, die mit einem verwandelten Strafpenalty wegen Verschieben des Tores in den letzten zwei Spielminuten durch Jan Zurek beendet wurde. Da die Overtime torlos blieb, musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen. Hier avancierte Topscorer Sami Kaartinen zum Matchwinner, der als Einziger seinen Penalty verwandeln konnte.

Im Sonntagspiel trafen die Dresdner auf die Heilbronner Falken. Wieder begannen die Eislöwen konzentriert und konnten sich bis zur ersten Pausensirene durch Tore von Jan Zurek und Sami Kaartinen eine 2:0 Führung erarbeiten. Im zweiten Drittel zeigte sich, dass die Elbstädter aus den Fehlern des vorherigen Spieltages gelernt hatten. Sie standen diszipliniert und versuchten, durch Konter zum Torerfolg zu kommen. Daran änderte auch der Anschlußtreffer von Keith Johnson nichts. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wiederrum Sami Kaartinen zum 3:1 einnetzen konnte. Mit diesem Resultat ging es in die zweite Pause. Im letzten Drittel machten die Eislöwen dort weiter, wo die sie 15 Minuten vorher aufgehört hatten. Mit der Zeit mussten sie aber dem schnellen und harten Spiel Tribut zollen. Die Falken kamen noch einmal zurück und konnten ebenfalls wieder durch Keith Johnson zum Anschlusstreffer kommen. In den letzten Minuten nahmen die Heilbronner Goalie Felix Brückmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und konnten so in numerischer Überzahl den Ausgleich erzielen. Das war auch der Spielstand nach 60 Minuten. Nach 96 Sekunden in der Overtime erlöste Martin Heider in einem Alleingang die 1961 Zuschauer und traf zum vielfach umjubelten Siegtreffer.

Moral, Kampfgeist und Charakter sind die Eigenschaften, die die Spieler der Dresdner Eislöwen in den beiden ersten Spielen unter Beweis gestellt haben. Sie begeisterten in beiden Spielen die Zuschauer durch enormen Siegeswillen, gaben sich nie verloren und wurden zu Recht von den Fans gefeiert. Einer der herausragenden Spieler war Torhüter Pasi Häkkinen. Der Neuzugang strahlte Ruhe aus und war mit spektakulären Paraden im Stil eines Fußballtorwarts ein sicherer Rückhalt.


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