Ein gutes Drittel reicht nicht

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Nach einem guten ersten Drittel bestraften die routinierten Gäste die vergebenen Chancen der Joker mit vier blitzsauberen Toren und nahmen mit einem 5:1 Sieg vor nur 1.555 Zuschauern die drei Punkte nicht unverdient mit nach Hause an die Nordsee. Die erste Möglichkeit des Spiels ergab sich für die Gäste durch Chris Stanley, bei der sich Stefan Vajs aufmerksam zeigte. Die erste gute Aktion der Joker brachte gleich die 1:0 Führung (8.) durch Christian Grosch, der vom linken Flügel ungestört aufs Tor zog, lang genug wartete und schließlich Torhüter Suvelo gekonnt verlud. Wenige Sekunden später verzog Daniel Menge nach schönem Paß von Brady Leisenring nur knapp. Den möglichen Ausgleich verhinderte auf der Gegenseite Stefan Vajs allein gegen Bremerhavens Fatyka (11.). Gegen Drittelende ergab sich für Dominic Krabbat innerhalb weniger Sekunden gleich die doppelte Chance zum zweiten Treffer, er blieb jedoch erfolglos.

Der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Ausgleich im Mittelabschnitt durch einen Bauerntrick von Litesov gab den Gästen spürbar Oberwasser. Zwar hätten die Joker durch Leisenring, der am Außenpfosten scheiterte, sowie Rob McFeeters erneut in Führung gehen können. Die höhere Effektivität hatten aber im Anschluss die Gäste. Nachdem Chris Stanley völlig frei an der blauen Linie angespielt wurde, vollendete der Kapitän der Gäste äußerst sehenswert mit der Rückhand in den Winkel zur erstmaligen Führung (31.). Zu allem Überfluss leisteten sich die Joker wenig später - ohnehin schon in Unterzahl agierend - eine weitere Strafzeit. Im Stile eines Spitzenreiters ließen sich die Gäste schließlich dieses Geschenk nicht entgehen. Erneut hatte Stanley keine Mühe, das 1:3 nach einer Kombination wie aus dem Lehrbuch zu markieren. Die Gäste waren nun wie im Rausch und hätten erneut durch Stanley wenige Augenblicke später gar noch erhöhen können. Nach einem verlorenen Bully im Anschluss - die Joker waren immer noch in Unterzahl - schlug Andrej Teljukins Schuss zum 1:4, und damit der Vorentscheidung, im Tor ein. Zwar kamen die Hausherren in der Folge in den Genuss von mehreren Überzahlspielen - doch selbst eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl wurde kläglich vergeben. Besonders die Special Teams gaben an diesem Abend den Ausschlag. Während die Rot-Gelben gleich elf Überzahlspiele nicht verwerten konnten, hatten die Gäste eine Powerplayquote von satten 50%!

Zwar scheiterte Daniel Menge im letzten Drittel noch einmal am Aluminium. Doch waren die Aktionen der Joker weitestgehend von Ungenauigkeit geprägt. Anders die Gäste, die es etwas ruhiger angehen ließen. Den 1:5 Endstand markierte Philipp Gunkel, als er eine erneut sehenswerte Kombination in Überzahl vollendete.

Für Gästetrainer Gunnar Leidborg war das gute Unterzahlspiel seines Teams sowie die hervorragende Torhüterleistung seiner Nummer Eins entscheidend für den Sieg. Beim Spiel fünf gegen fünf sah er beide Teams dagegen auf Augenhöhe.

Ken Latta lobte ebenfalls den starken Gästekeeper, beklagte aber, dass vier gute Drittel an einem Wochenende, davon lediglich eines am heutigen Tag, nicht für ein Sechs-Punkte-Wochenende reichen. Erneut mahnte er die noch fehlende Konstanz in seinem jungen Team an.


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