Ein ganzer Sandsturm im Getriebe: 1:3 gegen München

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Nur 1.321 Zuschauer waren zum Spiel der Falken in die Lavatec Arena

gekommen, und wer einen Besuch des Heilbronner Weindorfs vorgezogen hatte,

dürfte mehr Spaß gehabt haben als die Fans des HEC am Freitagabend. Gegen

den EHC München zeigte ihre Mannschaft eine gänzlich uninspirierte Leistung

und verlor völlig verdient mit 1:3.

Im Gegensatz zum letzten Wochenende musste man auf die Förderlizenzspieler

aus den Birken, Fischer und Mauer verzichten, dafür stand Marek Mastic im

Kasten und Jungadler Marc El-Sayed debütierte im Sturm. Besonders in der

Hintermannschaft war der personelle Aderlass nach den Verletzungen von

Anderson und Pyka zu spüren, von sieben Verteidigern waren drei 18 Jahre

oder jünger.

Aber das allein ist keine Erklärung dafür, wie sehr es im Spiel der Falken

haperte. Von Beginn an schien die Mannschaft nicht auf dem Eis angekommen zu

sein, München übernahm das Kommando und hätte durch Wrigley schon nach einer

guten Minute in Führung gehen müssen, doch zur Überraschung der meisten

Zuschauer hatte das Schiedsrichtergespann den Puck nicht über der Linie

gesehen. Auch danach machten die Oberbayern im Powerplay mächtig Druck, ehe

auch die Münchner Herrlichkeit vorbei war. So entwickelte sich eine

unterdurchschnittliche, äußerst zerfahrene Partie, in der auf beiden Seiten

Chancen Mangelware blieben. Gästecoach Vollmer blieb nahezu

beschäftigungslos, eine Chance von Calce in der 9. Minute war die erste und

einzige erwähnenswerte Situation von Seiten der Gastgeber im ersten Drittel,

das gegen Ende etwas nickliger wurde.

Im zweiten Durchgang kam München wieder stark aus der Kabine und entschied

die Partie dann binnen fünf Minuten. Die Hintermannschaft der Unterländer

war beim 0:1 von Heatley gänzlich unsortiert, das 0:2 von Rautert arbeiteten

die Gäste schön heraus, während beim 0:3 von Jann das spielerische Element

zum Tragen kam. Hätte Wrigley wenig später nicht nur die Latte getroffen,

wäre die Partie nach 29 Minuten schon endgültig entschieden gewesen.

Falken-Coach Rossi reagierte, wirbelte seine Reihen munter durcheinander,

hatte damit aber nur kurzzeitig Erfolg. Wie gegen Dresden brauchten die

Falken eine doppelte Überzahl, um durch einen Hammer-Schlagschuss von Power

ins Schwarze zu treffen. Nach dem 1:3 spürte Heilbronn kurzzeitig

Rückenwind, aber München behielt die Partie im Griff.

Auch im letzten Drittel änderte sich daran nichts. Der HEC war zwar bemüht,

aber im Spiel nach vorne viel zu harmlos und unorganisiert, um die

Hintermannschaft der Gäste entscheidend zu gefährden.

Unter dem Strich steht eine arg enttäuschende Leistung der Falken, bei denen

bis Sonntag einiges passieren muss, um in Weißwasser erfolgreicher zu sein.

Axel Hackert wird dabei nicht helfen können: Zu allem Überfluss brach sich

der Förderlizenzspieler im Spiel den großen Zeh und fällt erst mal aus. (SB)



Heilbronner Falken - EHC München 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)

Tore: 0:1 Heatley 22., 0:2 Rautert 24., 0:3 Jann 27., 1:3 Power 34. 5-3

Strafminuten: Heilbronn 8, München 12; Schiedsrichter: Ninkov; Zuschauer:

1.321


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