Ein fulminantes zweites Drittel bringt drei PunkteEC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Roten Teufel legten trotz 30-minütiger Verspätung (die Schiedsrichter standen im Stau) los wie die Feuerwehr und hatten nach 30 Sekunden bereits zwei Großchancen durch Lange und Aab vorzuweisen, die Kevin Nastiuk im Tor der Eislöwen beide vereitelte. Im Gegenzug verpasste Kaartinen nur knapp das Hartgummi, so dass sich ein offensives Spiel abzeichnete. Als die Gäste in der 4. Minute durch Sparre das Hartgummi in der Bad Nauheimer Zone erbeuteten und ausgerechnet der Ex-Teufel Carsten Gosdeck mit einem seiner berühmten Drehschüsse zum 0:1 erfolgreich war, verflachte das Spiel zusehends. Dies lag aber weniger an den Gästen, sondern eher an der iddenlosen Spielweise der Kurstädter, die nur wenig Struktur im Spiel hatten. Gut sieben Minuten lang passierte nicht viel, dann war es die erste Reihe der Hessen, die nach einem Pass von Frosch auf Aab zum 1:1-Ausgleich mit einer Direktabnahme unter die Latte erfolgreich waren. Das Tor gab den Hausherren sichtlich Selbstvertrauen, nun ging mehr im konstruktiven Spiel nach vorne, Matt Beca hatte hierbei die größte Chance auf die Führung (11.), doch erneut war Nastiuk mit dem Schoner zur Stelle.

Der zweite Abschnitt sollte es dann in sich haben: nur 32 Sekunden nach Wiederanpfiff versenkte erneut Carsten Gosdeck das Hartgummi mit einem fulminanten Schlagschuss zum 1:2 im Netz. Exakt zwölf Sekunden später traf Max Campbell zum 2:2-Ausgleich für die Gastgeber, die in der Folgezeit fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren konnten. Drew Paris nutzte dies zur erstmaligen Bad Nauheimer Führung, Dusan Forsch traf gar zum 4:2, als er völlig alleine gelassen wurde von der Dresdner Abwehr. Überhaupt schien die Hintermannschaft der Gäste zu wackeln, dennoch kamen sie ihrerseits in Überzahl durch Macholda zum Anschlusstreffer. Die Hessen drückten aber nochmal auf das Gaspedal und erhöhten nach Treffern von Helms und eneut Campbell unter den Augen von DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch zum 6:3 nach 40 Minuten.

Mit dem letzten Abschnitt wechselten die Gäste ihren Torhüter, allerdings weniger wegen der Leistung von Nastiuk, sondern wohl eher, um das Team noch einmal wachzurütteln. Die Eislöwen kamen auch noch einmal, das Tor trafen allerdings die Hausherren zum 7:4 - erneut in Überzahl. Das Spiel war lange entschieden, der letzte Treffer war den Gästen vorbehalten, die durch Kaartinen im Nachstochern das vierte Tor markierten. "Wir haben Bad Nauheim heute zu viele Geschenke gemacht. Es waren einfach viel zu viele Scheibenverluste dabei, die es dem Gegner ermöglicht hatten, Tore zu erzielen", sagte Dresdens Trainer Thomas Popiesch nach dem Spiel.


EC Bad Nauheim - Eislöwen Dresden 7:4 (1:1, 5:2, 1:1)
Tore:
0:1 (03:24) Gosdeck (Sparre, Boisvert)
1:1 (10:20) Aab (Frosch)
1:2 (20:28) Gosdeck (Sparre, Boisvert)
2:2 (20:40) Campbell (Beca)
3:2 (22:10) Paris (Aab) PP2
4:2 (24:42) Frosch (Aab, Lange)
4:3 (28:29) Macholda (Sparre) PP1
5:3 (32:05) Helms (Beca, Ringwald) PP1
6:3 (38:20) Campbell (Helms, Beca)
7:3 (50:57) Strauch (Aab) PP1
7:4 (58:36) Kaartinen (Boiarchinov)
Strafminuten: ECN 6 / ESC 10
Zuschauer: 2.115


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