Ein 4:1 für das Selbstvertrauen Starbulls Rosenheim

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Die Starbulls mit zwei, Kaufbeuren mit sieben Niederlagen in Folge, das waren die Voraussetzungen. Dementsprechend war beiden Mannschaften auch die Verunsicherung anzumerken.

Zerfahrenes Spiel zu Beginn

Die Starbulls hatten im ersten Drittel zwar viel Schiebenbesitz, kamen aber nicht zu Torchancen. Kaufbeuren war in der Offensive kaum zu sehen, nutzte allerdings eine Überzahlsituation. Max Schmidle wurde direkt vor Goalie Patrick Ehelechner allein gelassen worden und konnte in der sechsten Minute einen Schuß von der blauen Linie durch die Schoner des Rosenheimer Torhüters Patrick Ehelechner  in Seelenruhe abfälschen.

Im zweiten Drittel zunächst das gleiche Spiel: Feldüberlegenheit für Rosenheim ohne große Chancen, Kaufbeuren in der Defensive ordentlich, nach vorne aber wirkungslos. Erst eine Strafzeit gegen den ESV brachte den Ausgleichstreffer in der 29. Spielminute. Eigentlich hatte Kaufbeuren die Situation geklärt und wollte aus der eigenen Ecke die Scheibe aus dem Drittel lupfen. Mario Trabucco fing sie aber ab, fuhr drei Meter vorwärts und zimmerte den Puck mit einem Schlagschuß ins Stockhandeck von Thorsten Knorr. In der Folge wurden die Starbulls stärker und kamen vermehrt zu Chancen, ohne allerdings zwingend zu sein.

Zweites Drittel bringt die Entscheidung

Der Führungstreffer der Starbulls fiel dann wieder in Überzahl. McNeely brachte die Scheibe von der blauen Linie flach vor das Tor, Stephan Gottwald fälschte unhaltbar ab.

Kurz darauf fiel das 3:1, wieder in Überzahl, wieder durch Trabucco. Andreij Strakhov zog am rechten Bullykreis die Kaufbeurer Defensive auf sich, Trabucco stand am linken frei und traf per Direktabnahme zum 3:1.

Zu diesem Zeitpunkt war die Führung verdient. Der ESV, der ersatzgeschwächt mit nur zehn Stürmern angereist war, versuchte zwar noch,  das Spiel irgendwie zu drehen, die Starbulls ließen aber kaum gefährliche Angriffe der Allgäuer zu.

Bereits in der 57. Minute nahm ESV-Coach Uli Egen bei eigener Überzahl seinen DNL-Goalie Thorsten Knorr zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor. Nach Ablauf der Strafzeit setzte sich dann Simon Fischhaber auf der rechten Seite durch, fuhr ins Drittel der Kaufbeurer, legte die Scheibe quer und Mario Trabucco machte ins leere Tor seinen Hattrick perfekt.

Für Starbulls-Trainer Franz Steer war der Sieg wichtig. Seine Mannschaft sei verunsichert gewesen, das habe man schon vor dem Gegentreffer gesehen. Erst mit der Zeit habe seine Mannschaft an Selbstbewußtsein zugelegt und sich Chancen erarbeitet. Besonders freute Steer, daß drei der vier Tore im Powerplay fielen. „Vor dem Spiel hatten wir um die fünf Prozent Quote, die haben wir heute ordentlich nach oben geschraubt.“