EHCF-Old-Boys und Polizei-Nationalmannschaft spielten für KinderkrebshilfeZehn Tore für den guten Zweck

Die Old Boys des EHC Freiburg trafen in einem Benefizspiel auf die Polizei-Nationalmannschaft. (Foto: Old Boys)Die Old Boys des EHC Freiburg trafen in einem Benefizspiel auf die Polizei-Nationalmannschaft. (Foto: Old Boys)
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Vor bemerkenswerten 1.021 Zuschauern lagen die „Kufen-Schupos“ nach dem zweiten Drittel noch mit 4:2 in Führung, ehe die alten Herren des EHC kräftig am Gasgriff drehten und dem Spiel gegen die berufsbedingt nicht in Bestbesetzung angetretene Polizeiauswahl noch eine finale Wende verpassten.

Matchwinner in der von Peter Stratz und Kai Veser geleiteten Partie waren die Ex-Bundesliga-Profis Robert Vozar und Jürgen Schaal mit je zwei Treffern im Schlussdrittel. „Wir waren überrascht wie schnell und gut organisiert die waren“, lobte der 50-jährige Schaal (1988 bis 1992 EHC-Profi) die Staatsdiener On Ice. „Aber im Schlussdrittel hat sich unsere Erfahrung bezahlt gemacht. Und wir wollten unbedingt gewinnen.“

Anlass für das Kräftemessen war der Krebstot eines Gründungsmitglieds beider beteiligter Mannschaften im Herbst dieses Jahres: Rolf Geillinger (58) war EHC-Amateurspieler von Kindesbeinen an und arbeitete von Berufs wegen als Kripo-Beamter in der Freiburger Rauschgiftfahndung. „In Gedenken an ihn und seinen zuletzt noch geäußerten Wunsch in Sachen Kinderkrebshilfe sind wir einfach gern angetreten“, so der Auswahltrainer und Ravensburger Polizeihauptkommissar Volker Weiler. „Rolf war für uns nicht nur ein Teamkamerad sondern vor allem ein guter Freund.“

Mit dem früheren Ingolstadt-Keeper Andreas Nick lief immerhin ein Ex-DEL-Profi für die Polizeiauswahl auf; die EHC-Old-Boys warfen neben Schaal und den Vozar-Brüdern Robert und Patrick auch David Danner, Thomas Jetter, Danny Bousquet, Rado Kratschmar und Peter Salmik ins Rennen – das war zu viel für die Polizeitruppe, die noch dazu mit den Alte-Herren-Regeln (keine Checks, keine Schlagschüsse) zu kämpfen hatte. Auffälligster Spieler im Polizeidress war neben dem zweifachen Torschützen Felix Piepereit der pfeilschnelle Linksaußen Philipp Grabein; kein Wunder, ist der Ex-Erfurter doch Autobahnpolizist und DEL2-Linesman zugleich. „Die Kondition ist da“, grinste Grabein nach dem Spiel, „aber mit Schläger und Puck fehlt mir einfach die Übung. Die Old Boys haben am Ende einfach zu sehr aufgedreht. Aber für die Kinderkrebshiklfe war das ein Riesending.“

Freiburgs Polizeipräsident Bernhard Rotzinger, der gemeinsam mit der südbadischen Ringer-Legende Adolf Seger den Puck zum Eröffnungsbully eingeworfen hatte, meinte: „Das große Engagement und der Biss beider Mannschaften haben mir sehr gefallen. Für mich als Freiburger und Polizist konnte ja nur eine Mannschaft meines Herzens gewinnen.“

Arne Bicker

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