EHC München: Mühsamer Pflichtsieg gegen tapfere Wölfe

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Überlegen aber mit einiger Mühe startete der EHC München vor heimischer Kulisse in seine vierte Bundesligasaison. Nur 1331 Zuschauer sahen präsente Gastgeber, die allerdings den Gegner durch Konzentrationsschwächen und Abstimmungsprobleme immer wieder ins Spiel brachten. Für Torjubel sorgten bei München David Wrigley (2x), Dylan Gyori, Austin Wycisk und Milan Liebsch. Bei den Freiburgern traf Christian Bilich doppelt, dazu Patrick Vozar und Roman Kadera.
 
Als letztes Zweitligateam mit der Saisonvorbereitung begonnen, ging der EHC München trotzdem erstmals als Favorit in das Auftaktspiel. Und die Mannschaft, mit 15  Neuzugängen und Rückkehrer Dylan Gyori, zeigte gleich, dass sie dieser Rolle gerecht werden wollte. Freiburg konnte sich den von Beginn an schnell vorgetragenen Angriffen nur durch Haken Halten und Beinstellen erwehren, was der sehr aufmerksame Hauptschiedsrichter Brill konsequent ahndete. Er schickte in den ersten zwei Minuten gleich drei Breisgauer in die Kühlbox. Mit zwei Spielern mehr noch zu statisch, nutze Austin Wycisk bei einfacher Überzahl ein Zuspiel von Dylan Gyori zum ersten Saisontreffer.

In der Folge ergaben sich zahlreiche Chancen, aber die Landeshauptstädter verpassten es aus der Feldüberlegenheit bis zur Pausensirene eine angemessene Führung zu machen. Freiburg kam dadurch immer besser ins Spiel und zerstörte mehr und mehr die zu lässig vorgetragenen Münchner Angriffsbemühungen. So führte im zweiten Drittel ein unnötiger Puckverlust in der neutralen Zone zu einem schnellen Konter, den Christian Bilich zum Ausgleich ins lange Eck abschloss. Den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, zeigten jetzt auch die Wölfe, dass sie Eishockey spielen können und wollen. Patrick Vozar sorgte nach einem Fehler in der Münchner Verteidigung sogar für die Freiburger Führung. Wohl mit der erwarteten Pausenansprache im Hinterkopf, machte die Hausherren wieder mehr Druck und schafften gerade noch in der 40. Minute den Ausgleich. Die richtigen Worte schien der Coach trotzdem gefunden zu haben.

Nur 27 Sekunden war der Schlussabschnitt alt, als München zum dritten Mal jubelte. David Wirgley hatte Ronny Glaser im Tor der Gäste schwindlig gespielt und die Scheibe zur 3:2 Führung über die Linie geschoben.
Diesmal blieb München am Drücker. Dylan Gyori erzielte nur wenig später in Überzahl das 4:2 und mit dem früheren Freiburger Milan Liebsch sorgte die 4. Reihe nach 46 Minuten für den vermeintliche Schlusspunkt. Aber Freiburg gab sich auch mit drei Toren Rückstand nicht auf. Roman Kadera und wieder Christian Bilich brachten die Gäste zurück ins Spiel und unnötige Spannung auf die Ränge. Erst mit dem letzten Save, vier Sekunden vor Schluss, sicherte Joey Vollmer den insgesamt verdienten Auftaktsieg.
 
Als klarer Favorit gestartet, tat sich München bis zum Schlusspfiff unnötig schwer. Dafür „dass wir für einige Experten schon als Absteiger feststehen“ bewertete Peter Salmik das Spiel seiner Mannschaft als positiv und lobte vor allem die kämpferische Leistung. Cortina fand trotz Sieg weniger lobende Worte und will die 3 Punkte erst mit einer Leistungssteigerung im Sonntagsspiel gegen Bietigheim als Erfolg bewerten. Über seinen Angriff konnte er sich indes nicht beschweren, vor allem die erste Reihe mit Austin Wycisk, David Wrigley und Dylan Gyori zeigte ihre Qualitäten und führt nach dem ersten Spieltag  geschlossen die Skorerwertung der Liga an.  (Andreas Hempel/or)
 
Tore: 1:0 (03:38) Wycisk (Gyori, Wirgley, 5-4), 1:1 (29:04) Bilich (Hoffmann), 1:2 (34:20) Vozar (Hubbauer, Mares), 2:2 (39:28) Wirgley (Wycisk, Kettemer), 3:2 (40:27)  Wirgley (Gyori, Wycisk), 4:2 (43:26) Gyori (Wirgley, Ried, 5-4), 5:2 (45:19) Liebsch (Wichert, Buchwieser), 5:3 (48:42) Kadera, 5:4 (54:17) Bilich (Meyer, White)

Schiedsrichter: Marcus Brill

Strafminuten: München   10 – Freiburg 16

Zuschauer: 1331

Spieler des Spiels:  Austin Wycisk


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