EHC München: Keine Punkte – aber Lob vom Trainer

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Nach dem Heimsieg gegen Freiburg musste der EHC München am Sonntag in Bietigheim antreten. Vor 100 mitgereisten Fans unter den 1400 Augenzeugen unterlagen die Oberbayern den als Geheimfavorit für die Zweitligameisterschaft gehandelten Steelers mit 2:1 (1:0,1:1,0:0). Torschütze für München war Dylan Gyori;L beim neuen Tabellenführer trafen Andrej Kaufmann und Dan Heilman.  
 
„We did not work very well!“ So fasste Pat Cortina den 5:4-Sieg gegen Freiburg zusammen und forderte im gleichen Atemzug eine Leistungssteigerung zum nächsten Spiel. Seiner Forderung ließen die Spieler Taten folgen, aber Punkte gab es dafür nicht. Stattdessen warme Worte vom Coach, der deutlich zufriedener und zuversichtlicher schien als zwei Tage zuvor. Starke Schwaben hatten den Münchnern von der ersten Minute an einiges abverlangt und dabei besonders durch kompakte Defensive und schnelles Umschalten auf Angriff überzeugt. In den ersten Minuten zu schnell, für die überrascht wirkenden Gäste. Die Folge waren zwei frühe Strafzeiten und in der Folge dazu der erste Gegentreffer nach nur vier Minuten. Andrej Kaufmann fälschte einen satten Schlagschuss von Doug Andress unhaltbar zum 1:0 ab.
Erst jetzt spielte auch München richtig mit und es entwickelte sich ein flottes Zweitligaspiel auf hohem Niveau. Begünstigt durch eine Überzahl, konnte sich der EHC zum Ende des ersten Drittels ein leichtes Übergewicht erspielen. Dabei gelang es aber nicht, Sinsa Martinovic zu überwinden. Erst im Mittelabschnitt landete die Scheibe im Bietigheimer Tor. München hatte die Hausherren seit der Pause immer mehr im Griff und bis zum Ausgleich schien es nur eine Frage der Zeit. Nach dem der Hauptschiedsrichter Ninkov einen vermeintlichen Treffer von Neville Rautert die Anerkennung verweigerte, war es Dylan Gyori, der in Überzahl einen von Martinovic abgewehrten Puck über die Linie „kämpfte“. Ausgleich in der 25. Minute.
Christian Brittig reagierte, wiederholte seine taktischen Vorgaben in einer Auszeit und hatte damit nach nur 90 Sekunden den gewünschten Erfolg. Dan Heilman überwand Joey Vollmer mit einem klassischem Bauerntrick zur erneuten Führung und unterbrach spätestens damit den Münchner Angriffsfluss. Weil oft in Unterzahl, konnten die Landeshauptstädter den erneuten Ausgleich bis zur zweiten Pause nicht in Angriff nehmen.
 
Mit einigen Umstellung und kürzeren Wechseln wehrten sich Cortinas Spieler im letzten Spielabschnitt gegen einen höheren Rückstand, konnten aber selbst nicht mehr den nötigen Druck für einen zweiten Torerfolg entwickeln. Bietigheim gewann am Ende knapp aber verdient und den Münchnern bleibt nur, am nächsten Wochenende die verbesserte Spielweise in Erfolg umzumünzen. (Andreas Hempel/or)
 
 
Tore: 1:0 (04:18) Kaufmann (Andress, Schmidt 5-4), 1:1 (24:02) Gyori (Bahen, Reid, 5-4), 2:1 (25:29) Heilman (Schoofs, Beck)


Schiedsrichter: Stascha Ninkov (Reutlingen)

Strafminuten: Bietigheim 8 – München 14

Zuschauer: 1408

Spieler des Spiels:  Dan Heilman