EHC München findet Gefallen an Derbys

Lesedauer: ca. 2 Minuten

3245 Zuschauer wollten das erste Derby 2009 im Olympiaeisstadion sehen. Die Münchner Mannschaft dankte es beim 3:2-(0:0,2:1,1:1) gegen die Landshut Cannibals mit dem sechsten Sieg in Folge. Bei den Hausherren trafen David Wrigley, Dylan Gyori und Austin Wycisk. Ben Cottreau war zweifacher Torschütze für die Niederbayern.



Nicht nur für den eingefleischten Fan sind die Vergleiche mit dem EV Landshut etwas besonders, auch für der „Gelegenheitszuschauer“ sind sie immer ein Leckerbissen. So wie die letzte Begegnung am vergangenen Freitag. Das erste Drittel war geprägt von viel Kampf, schnellem Spiel und Emotionen, aber auch von unnötigen Puckverlusten und wenigen Torchancen, die von beiden Goalies souverän entschärft wurden.



Torjubel gab es gleich zu Beginn des mittleren Spielabschnitts. Erst scheiterte David Wrigley am heraus stürmenden Martin Cinibulk. Dann vergab Dylan Gyori den Nachschuss, aber Tom Kühnhackl vermasselte den Befreiungsschlag. Denn dieser landete genau auf Wrigleys Schläger, der seinen zweiten Versuch verwandelte. Mit der Führung im Rücken strahlte der EHC München das Selbstbewusstsein aus, das die Mannschaft zu fünf Siegen in Serie und nah an die Tabellenspitze gebracht hatte. Die Landshut Cannibals, mit nur 16 Feldspielern angetreten, bekamen zunehmend Schwierigkeiten und folgerichtig den zweiten Gegentreffer. In der 30. Minute lies Martin Cinibulk einen Schuss von Andi Raubal nach vorn abprallen und Dylan Gyori, „EHC Spieler des Monats Dezember“, erzielte das 2:0. Doch angetrieben von Trainer Mike Bullard und gut 300 Schlachtenbummlern wollten sich die Gäaste zur „Halbzeit“ nicht schon geschlagen geben. Begünstigt durch zwei unnötige Strafen gegen die Hausherren erspielten sie sich mehrere viel versprechende Chancen und verwandelten eine davon vier Sekunden vor der zweiten Unterbrechung. In Unterzahl verpasste Dave Reid den Rettungsversuch aus der eigenen Zone, was Rich Bronilla eine Schussmöglichkeit von der Blauen Linie einbrachte. Diesmal stand der Landshuter Ben Cottreau goldrichtig und fälschte kurz vor Joey Vollmer zum Anschlusstreffer ab. Einerseits ein unglücklicher Zeitpunkt für die Gastgeber, andererseits rechtzeitig um in Pat Cortinas Pausenansprache Berücksichtigung zu finden.



Zurück auf dem Eis präsentierte sich der EHC München wieder wie zu Beginn des zweiten Drittels und setzte die Gäste unter Druck. Dies machte sich früh in Strafzeiten bemerkbar. Erst musste Sebastian Schwarz wegen Hakens in die Kühlbox und nur 92 Sekunden später leistete ihm Landshuts Neuzugang Riley Moher Gesellschaft. Fast eine halbe Minute in doppelter Überzahl reichten den Landeshauptstädtern zur beruhigenden 3:1 Führung durch Austin Wycisk. Ruhig um Vollmers Kasten und in der Südkurve blieb es aber nur bis gut zwei Minuten vor Schluss. Mike Bullard hatte seinen Goalie früh zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen und wurde dafür mit dem erneuten Anschlusstreffer belohnt (57:51).. Für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr, weil Joey Vollmer in den spannenden letzten Sekunden die Übersicht behielt und vielleicht auch weil der Gästetrainer lange zögerte, bevor er Cinibulk erneut austauschte. (stu)



Tore: 1:0 (23:06) Wrigley (Gyori, Wycisk), 2:0 (29:04) Gyori (Raubal, Beslagic), 2:1 (39:56) Cottreau (Bronilla, Hundhammer, 5:4), 3:1 (42:35) Wycisk (Wrigley, Gyori, 5:3), 3:2 (57:51) Cottreau (Hundhammer, Moher)



Schiedsrichter: Carsten Lenhart (Darmstadt


Strafminuten: München 18 + 10 (Schymainski) – Landshut 18 + 10 (Müller)


Zuschauer: 3245



Spieler des Spiels: Jochen Vollmer

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