EC Bad Nauheim verpflichtet finnischen Top-GoalieNummer Eins im Tor der Roten Teufel steht fest

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Der EC Bad Nauheim setzt in der kommenden Saison auf eine ausländische Nummer eins: mit dem 34-jährigen Finnen Mikko Rämö hat Headcoach Petri Kujala einen Landsmann des Erstliga-Aufsteigers Kookoo von einer Unterschrift bei den Roten Teufeln überzeugen und damit einen der erfolgreichsten Goalies der sogenannten "Mestis" (zweite finnische Liga) mit der Erfahrung von 104 Spielen in der ersten sowie 282 Partien in der zweiten finnischen Liga an die Kurstädter binden können. "Mit Mikko haben wir einen sehr erfahrenen Torhüter verpflichtet, der viel Ruhe ausstrahlt und der zuletzt über viele Jahre konstante Topleistungen auf hohem Niveau gezeigt hat", sagt Petri Kujala. "Ich freue mich, dass wir ihn davon überzeugen konnten, zu uns zu kommen. Er ist ein echter Siegertyp, der die letzten sechs Jahre immer Playoffs gespielt hat", so der Finne.

Mikko Rämö wurde im finnischen Lahti geboren, wo er alle Nachwuchsteams bis zur höchsten Juniorenliga durchlief. Für die finnische U18- und U20-Nationalmannschaft stand er in dieser Zeit gar zwei Mal zwischen den Pfosten. Beim ortsansässigen Erstliga-Team begann der Linksfänger im Jahr 2001 seine Profikarriere, es folgten drei Jahre als Stammtorhüter bei den "Pelicans" in der sogenannten "Liiga". Im Sommer 2004 zog es den 1,83 Meter großen und 88 Kilogramm schweren Rämö nach Russland in die starke zweite Liga nach Khabarovsk. Bereits eineinhalb Jahre später folgte aber der Wechsel zurück in seine Heimat, wo er u.a. für den Erstliga-Spitzenclub Jokerit Helsinki auflief und nach einem weiteren Wechsel nach Schweden mit Mora 2006 gar den traditionsreichen Spengler-Cup absolvierte. Nach einem Abstecher zum österreichischen VEU Feldkirch ging es für Rämö 2009 in die starke Mestis, wo er mit Kookoo zuletzt immer die Playoffs erreichte und jeweils zwei Mal Meister sowie Vizemeister wurde. Zwei Mal wurde der Neuzugang gar zum Torhüter des Jahres gewählt und erhielt gleich mehrfach Berufungen in das Allstar-Team der Liga, aus der u.a. auch der Frankfurter Goalie Antti Ore stammt - dieser hat jedoch weitaus weniger absolvierte Spiele in seiner Vita vorzuweisen. In der abgelaufenen Spielzeit wechselte sich Rämö regelmäßig mit dem früheren Rosenheimer und Bietigheimer Torhüter Frédéric Cloutier ab, verdrängte den Franko-Kanadier aber während der Saison und feierte am Ende gar den Meistertitel sowie den Aufstieg. Da Cloutier jedoch über einen Zwei-Jahres-Vertrag verfügt und die dortigen Verantwortlichen einen neuen ersten Torhüter verpflichten werden, standen die Zeichen - sehr zum Glück für die Roten Teufel - auf Abschied, so dass Mikko Rämö nun eine neue Herausforderung lockt.

Petri Kujala hat sich intensiv in seiner finnischen Heimat nach Mikko Rämö erkundigt und zahlreiche Telefonate mit Trainern, Teammanagern und Vereinsvertretern geführt. "Mikko war lange unser Wunschkandidat und ich bin mir sicher, dass wir mit ihm einen der noch offenen Eckpfeiler des Teams im Rahmen unserer Möglichkeiten optimal besetzt haben. Mit ihm, Jan Guryca sowie Felix Bick sind wir auf dieser Schlüsselposition nun sehr gut aufgestellt", sagt EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein über den zweiten Neuzugang auf den Ausländerpositionen, der Anfang August ohne seine Lebensgefährtin sowie seine beiden Kinder, die ihn während der Saison öfter besuchen werden, nach Bad Nauheim kommen wird.

Im Zuge der Vertragsunterschrift hatten wir die Möglichkeit, dem finnischen Neuzugang ein paar Fragen für ein kleines Interview zu stellen:

Hallo Mikko, zunächst einmal herzlich Willkommen in Bad Nauheim. Wie kam es zu der Unterschrift bei den Roten Teufeln bzw. warum hast Du Dir den EC als neuen Arbeitgeber ausgesucht?

Mein Berater hat mir vom EC Bad Nauheim erzählt, dass es ein sehr professionell geführter Verein ist, der aktuell einen Torhüter sucht. Da ich schon immer mal in Deutschland spielen wollte und ich ohnehin gerade nach einer neuen Herausforderung schaute, passte es von Beginn an.

Die meiste Zeit hast Du in Finnland verbracht. Warum jetzt der Wechsel nach Deutschland im Alter von 34 Jahren? Welche Rolle hat Dein neuer Trainer hierbei gespielt?

Für einen Torhüter sind 34 Jahre doch kein Alter (lacht). Ich hatte in Kookoo ein Ziel und das hieß Aufstieg in die erste Liga. Dies haben wir letzte Saison erreicht. Danach fing ich an, mir Gedanken über neue Ziele in meiner Karriere zu machen. Ich hatte einige andere Optionen, aber nachdem ich einige Male mit Petri Kujala gesprochen hatte, wurde mir klar, dass die Roten Teufel das Team sind, in dem ich nächste Saison spielen möchte.

Was weißt Du von der DEL2 bzw. dem deutschen Eishockey insgesamt? Wie würdest Du das Niveau hier mit dem in Finnland vergleichen?

Ich glaube, dass das Niveau in Deutschland ähnlich dem in meiner Heimat ist. Vielleicht hat die DEL2 sogar ein klein wenig höheres Niveau als die zweite Liga in Finnland.

Was sind Deine Ziele für die kommende Saison von Dir persönlich sowie vom Team?

Ich möchte mein bestes Eishockey spielen und damit dem Team helfen, so viele Siege wie möglich zu holen.

Was war Dein größter Erfolg in Deiner Karriere?

Es war einfach großartig, in den höchsten Ligen in Finnland und Schweden zu spielen. Das wahrscheinlich Größte war es aber, als wir den Aufstieg feiern konnten. Glücklicherweise war ich zwei Mal dabei, als wir mit der Mannschaft dieses Kunststück geschafft hatten.

Was erwartest Du von Deiner neuen Umgebung in Bad Nauheim?

Ich denke, dass ich eine nette, kleine Stadt kennen lernen werde. Mir gefällt sowas, denn ich benötige nicht unbedingt die Großstadt mit dem ganzen Trubel.

Kennst Du bereits jemanden aus Deinem neuen Team oder aus der Liga?

Bislang kenne ich noch niemanden. Ich freue mich aber schon darauf, bald meine neuen Teamkollegen kennen zu lernen.

Du hast mit Deiner Lebensgefährtin zwei Kinder, allerdings wird Deine Familie nicht mit nach Bad Nauheim kommen. Läufst Du nicht Gefahr, Heimweh zu bekommen?

Meine Familie wird mich so oft wie es geht besuchen kommen. Vielleicht werden sie auch mal über einen längeren Zeitraum bleiben. Von daher ist das also überhaupt kein Problem.

Vielen Dank für das kurze Gespräch und wir freuen uns auf Dich und Deine Ankunft Anfang August.


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