EC Bad NauheimVertragsverlängerungen bei den Roten Teufeln

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Der 35-jährige ehemalige deutsche Nationalspieler und aktuelle Goldhelmträger geht damit auch in der kommenden Saison im Kurpark auf Torejagd. Aktuell ist Vitalij Aab mit 22 Toren und 23 Assists Topscorer seines Teams. "Vitalij ist auf und neben dem Eis zwar ein sehr ruhiger, aber enorm wichtiger Spieler für die Mannschaft, der auch die jungen Spieler mit seiner Erfahrung heranführen kann", weiß Petri Kujala die Vorzüge seiner Nr. 18 zu würdigen. "Vitalij hatte auch einige Anfragen von anderen Clubs. Er fühlt sich hier aber sehr wohl und passt einfach zu uns, daher haben wir uns schon zur Deutschlandcup-Pause entschieden, ihm zeitnah einen neuen Vertrag anzubieten", so Daniel Heinrizi.

Ebenso weiter im Teufelstrikot agieren wird Verteidiger Maik Blankart. "Maik ist ein junger, hungriger Spieler, der die Rolle, die wir ihm zugedacht haben, zu 100 Prozent erfüllt. Er ist ein junger Spieler mit weiterem Potential nach oben und ich bin sicher - wenn er die nächsten Schritte geht - wird sein Weg in die DEL führen", so EC-Coach Petri Kujala. "Hinzu kommt, dass Maik auch in der kommenden Saison als Jahrgang '92 noch ein U23-Spieler ist, was ihn für den Kader doppelt wertvoll macht", ergänzt Daniel Heinrizi.

Erfreuliche Nachrichten konnte die sportliche Führung auch in Sachen Deion Müller vermelden. Der 19-Jährige feiert am kommenden Wochenende nach Wochen langer Verletzungspause sein Comeback im Trikot des EC Bad Nauheim - früher als erwartet. "In dieser Situation ist seine Rückkehr fast wie ein Neuzugang. Mit seiner Energie und Lauffreudigkeit wird er uns einiges an zusätzlicher Stärke bringen", so Petri Kujala:

Stellung bezog Geschäftsführer Andreas Ortwein im Pressegespräch nochmal zu den Personalien Sven Gerbig und Daniel Oppolzer. "Sven hatte 2009 eine schwere Verletzung mit einem Bruch sowie diversen Bänderrissen am Fuß. Im Crimmitschau-Spiel im Dezember hatte er erneut einen Schuss auf diesen Fuß erhalten und musste danach einige Spiele pausieren. Losgelöst von der sportlichen Entscheidung des Cheftrainers hat Sven weiterhin Probleme und kann aktuell nicht mal in einen Schlittschuh steigen aufgrund dieser Verletzung. Er befindet sich in Behandlung bei unseren Ärzten und Physiotherapeuten und kann daher aktuell den Club nicht wechseln. Wir sind mit Sven in engem Kontakt. Eine Untersuchung Ende Januar wird jetzt entscheiden, ob die Saison für ihn ggfs. sogar schon frühzeitig beendet sein wird", erörtert Andreas Ortwein.

Zum Abgang von Daniel Oppolzer ergänzte der EC-Geschäftsführer: "Daniel hat sich bei uns hier sehr wohl gefühlt. Er ist menschlich ein toller Typ, uns ist der Abschied genauso schwer gefallen wie ihm. Trotzdem kann ich Ihn verstehen, da er in Kaufbeuren eine vertragliche Perspektive als Ü23-Spieler über die kommende Saison hinaus hat, so dass er diesen für ihn sicherlich nicht einfachen Schritt einfach gehen musste", beschreibt Ortwein die Situation. "Ich habe mit Daniel am Sonntagabend nach dem Spiel wie verabredet nochmal zusammen gesessen und über die Freigabe gesprochen, aber nachdem er bereits am Freitag zuvor im Bus zurück aus Garmisch nochmals bzgl. seiner Freigabe bei Petri nachgefasst hatte, war für ihn und uns die Entscheidung klar", so der Butzbacher abschließend. "Wir wüschen Daniel alles Gute dafür, dass er in seinem persönlichen Umfeld und mit mehr Eiszeit wieder zu seiner alten Leistungsstärke zurück findet", beschreibt Daniel Heinrizi die Situation. "Daniel wird zum Gastspiel des ESV Kaufbeuren am 23.01. nochmal eine verdiente Verabschiedung vom EC erhalten", kündigt Ortwein bereits heute an.

Ob und inwieweit zusätzliche Kaderveränderungen anstehen, ließen der Geschäftsführer und die sportlich Verantwortlichen offen. "Wir haben genug Substanz im Team. Alle reden immer davon, dass wir dem eigenen Nachwuchs mehr Chancen geben sollen, um im DEL2-Team Fuß zu fassen - und das tun wir jetzt. Die Jungs haben absolut das Zeug dazu, die entstandenen Lücken zu schließen", sagt Andreas Ortwein. "Sollte der Transfermarkt allerdings einen für uns leistbaren Spieler hergeben, der uns qualitativ wie quantitativ weiter bringt, werden wir aber nochmal handeln", so Ortwein abschließend.