Dritte Kontingentstelle besetztKaderplanungen bei den Kassel Huskies

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Aus Bozen wechselt der 24 Jahre alte Center Taylor Carnevale nach Kassel. Carnevale wurde in Mississauga, Kanada geboren, besitzt aber, wie der Name ein wenig erahnen lässt, sowohl die kanadische als auch die italienische Staatsbürgerschaft. Er ist 180cm groß und wiegt 86kg, er schießt rechts. Carnevale erhält bei den Huskies einen Vertrag für die Saison 2015/2016.

Bekannt ist Taylor Carnevale vor allem aus seiner Zeit in Deutschland, denn er trug bislang das Trikot beider hessischen Rivalen, sowohl das des EC Bad Nauheim als auch das der Löwen Frankfurt.

In der Saison 2013/2014 spielte er für den EC Bad Nauheim und erzielte dort in 45 Spielen 51 Punkte, davon 19 Tore bei 41 Strafminuten.

Eine Statistik, die dafür sorgte, dass die Löwen Frankfurt auf den damals 23-jährigen aufmerksam wurden und ihn unter Vertrag nahmen. Für die Löwen fügte sich Carnevale auch gleich glänzend ein, denn beim Vorbereitungsspiel gegen die Huskies in Braunlage schenkte er den Schlittenhunde drei Tore ein und bereitete ein weiteres Tor vor.

Kurze Zeit später jedoch lösten die Löwen praktisch über Nacht den Vertrag auf. „Gesundheitliche Gründe“, so hieß die damalige Begründung. Carnevale war gezwungen zu wechseln. Zu einer Zeit, in der praktisch alle Teams ihren Kader komplett haben, kein leichtes Unterfangen. So verschlug es ihn nach Asiago (Italien), wo er da weitermachte, wo er aufgehört hatte. Zehn Tore und sechs Assists vermute er dort in dreizehn Spielen. Werte, die wiederum die Füchse aus Bozen auf Carnevale aufmerksam werden ließen, die ihn kurzerhand in die EBEL holten. Hier allerdings kam Carnevale nicht wirklich zum Zug, sodass er in 19 Partien nur einen Punkt für die Füchse ergattern konnte.

KSE-Geschäftsführer Joe Gibbs ist überzeugt von dem Neuzugang:

„Taylor ist ein Spieler mit Erfahrung in der DEL2 und großem Potential. Er kann Tore schießen, hat ein gutes Auge und geht dort hin, wo ein Stürmer hingehen muss, was er in der letzten Saison gegen uns ja schon unter Beweis gestellt hat. Ich bin überzeugt davon, dass er uns helfen wird.“

Bedenken hinsichtlich einer etwaigen Verletzungsanfälligkeit von Carnevale hat der Geschäftsführer nicht. „Dass die Löwen den Vertrag in der letzten Saison „aus gesundheitlichen Gründen“ aufgelöst haben, ist uns natürlich auch bekannt. Wir haben aber keinerlei Hinweise auf eine Verletzung oder sonstige gesundheitliche Probleme, die eine Verpflichtung ausschließen würden.

Natürlich haben auch bei uns alle Spieler einen Medizincheck zu absolvieren, dessen Bestehen Grundvoraussetzung für das Zustandekommen des Vertrags ist. Das ist völlig normal und wir vertrauen unseren Ärzten diesbezüglich voll und ganz.“

Die Kassel Huskies haben nunmehr drei ihrer vier Kontingentstellen besetzt. Hinsichtlich der letzten noch verbleibenden Stelle sehen die Verantwortlichen der Schlittenhunde derzeit keinen dringenden Handlungszwang.

„Natürlich haben wir den Markt ständig im Auge, gar keine Frage. Wir haben es aber nicht eilig. Wir brauchen Spieler, die in jeder Hinsicht zu uns passen. Menschlich, spielerisch und natürlich auch finanziell. Da machen wir keine Schnellschüsse. Wenn alles passt, schlagen wir zu. Das kann früher oder auch später sein, so der KSE-Geschäftsführer.“