Dresdner Eislöwen festigen zweiten Tabellenplatz

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Die Landshut Cannibals gehörten nicht zu den Lieblingsgegnern der Dresdner Eislöwen. Nur ein Sieg in der letzten Saison stand zu Buche, ein Drei-Punkte-Erfolg liegt schon vier Jahre zurück. Da die Eislöwen in dieser Saison noch nie ohne einen Punkt aus fremden Hallen zurück gekehrt waren, waren alle hochmotiviert, diesen Zustand noch andauern zu lassen.Die Landshuter begannen engagiert und hätten in den ersten Minuten durchaus in Führung gehen können. So war es Eislöwenverteidiger Marc St. Jean (11.) vorbehalten, den ersten Treffer des Abends zu markieren. Mit einem satten Schuss von der eigenen blauen Linie überraschte er alle Spieler einschließlich Kannibalen- Goalie Thomas Vogl, der keine Chance hatte. Die Hausherren gaben aber nicht auf und schlugen durch Cody Thornton in der 14. Spielminute zurück. Dieser Spielstand hatte ganze 68 Sekunden Bestand. In Überzahl netzte Jan Zurek (16.)zur erneuten Führung für die Eislöwen ein. Auch das zweite Drittel begann mit guten Chancen für die Landshuter, die Dresdner konnten jedoch das Tor schießen. Wieder war es Jan Zurek (34.), der die Führung der Gäste auf 1:3 ausbaute. Aber fast im Gegenzug fiel erneut der Anschlusstreffer. Kamil Toupal traf in der 35. Minute nach Vorarbeit von Alexander Feistl und Maximilian Brandl zum Spielstand von 2:3. Landshut baute nun zunehmend Druck auf, Dresden spielte aber konsequent und Andre Mücke (44.) stellte mit seinem Treffer den zwei-Tore-Abstand wieder her. Der Jubel war noch nicht verklungen, als wieder Cody Thornton nur 30 Sekunden später mit dem erneuten Anschlusstreffer die Landshuter weiter im Spiel hielt. Im letzten Drittel drängten die Eislöwen auf die Entscheidung und es war Sami Kaartinen vorbehalten, mit einem lupenreinen Hattrick (44., 57., 58.) dafür zu sorgen. Eine Schrecksekunde gab es in der 53. Minute, als Eislöwen-Goalie Pasi Häkkinen im Gerangel vor dem Tor ein Knie an die Maske bekam und nicht mehr ohne fremde Hilfe das Eis verlassen konnte. Mit Back-up Kai Kristian im Tor konnten die Dresdner auch die letzten Spielminuten ohne Gegentreffer überstehen und so drei Punkte in die Elbestadt entführen. Damit sind sie das bislang erfolgreichste Auswärtsteam.

Am Sonntag konnten die Eislöwen ihre Serie auf nunmehr fünf Siege in Folge ausbauen. Die Wölfe Freiburg wurden mit 5:4 besiegt und die Hausherren bestimmten jederzeit das Geschehen auf dem Eis. Back-up Kai Kristian stand das erste Mal von Beginn an und über die volle Zeit im Kasten der Dresdner, da Stammgoalie Pasi Häkkinen noch an den Folgen des Checks aus dem Spiel gegen Landshut laborierte. Das Spiel begann schnell und die Hausherren nahmen sofort das Ruder in die Hand. Sie agierten druckvoll nach vorn, checkten konsequent vor und ließen die Wölfe kaum über die neutrale Zone heraus kommen. Folgerichtig konnten sie durch Jan Fadrny (6.-pp) und einem Doppelschlag von Jan Zurek (13., 16.) im ersten Drittel mit 3:0 in Führung gehen. Den Mittelabschnitt begannen die Freiburger in Unterzahl, da sich Trainer Markus Berwanger wegen Beschimpfung von Offiziellen eine kleine Bankstrafe eingehandelt hatte. Sie spielten wesentlich bissiger als in den ersten 20 Minuten, tauchten öfters gefährlich vor dem Dresdner Tor auf und konnten schließlich in Überzahl durch Christopher Kasten (28.) den Spielstand auf 3:1 verkürzen. Dresden zeigte sich wenig geschockt, stand wieder kompakt, ging konsequent in die Zweikämpfe und konnte in doppelter Überzahl durch Jan Zurek (33.) den alten Abstand wieder herstellen. Das letzte Drittel begannen beide Mannschaften etwas ruhiger, die Eislöwen blieben allerdings ihrer bisherigen Spiellinie treu. Als in der 45. Spielminute durch Patrick Vozar etwas glücklich das zweite Tor für die Wölfe fiel, war 90 Sekunden später Topscorer Sami Kaartinen zur Stelle und stellte durch sein Tor den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Wieder war es Patrick Vozar, der in der 52. Minute eine Unsortiertheit in der Dresdner Abwehr ausnutzte und den Puck zum 5:3 in die Maschen schob. Die Freiburger witterten noch einmal Morgenluft und nahmen das Dresdner Tor unter Dauerbeschuss. Spannend wurde es, als Kai Kristian ein Schuss von Christian Billich (59.) aus der Fanghand rutschte und ins Tor ging. Die Zeit bis zur Schlusssirene spielten die Eislöwen in Unterzahl, da die Wölfe nach einer Auszeit ihren Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen. Erfolg brachte es den Breisgauern nicht. Die Dresdner gewannen verdient, feierten den fünften Sieg in Folge und das zweite Sechs-Punkte-Wochenende.

Die Dresdner Eislöwen stehen nach dem 12. Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz und präsentieren sich in jedem Spiel als eine geschlossene Mannschaft, in der jeder für jeden kämpft. Es ist eine Freude, der Mannschaft zu zusehen. Auch wenn die erste Sturmreihe mit Sami Kaartinen, Patrick Jarrett und Jan Zurek momentan das Maß aller Dinge in der zweiten Bundesliga ist und mit Abstand für die meisten Treffer verantwortlich zeichnet, sind diese Spieler ein Teil einer Mannschaft, in der jeder seine Aufgabe kennt und genau diese Aufgabe auf dem Eis zu 100% mit Kraft und Leidenschaft erfüllt.


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