Drei Unterzahltore binnen drei Minuten!Sechs-Punkte -Wochenende für Starbulls

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Drei der vier Tore erzielten die Starbulls in Unterzahl und das auch noch in der Rekordzeit von – drittelübergreifend – weniger als drei Minuten!
Vor 2.322 Zuschauern taten sich die Starbulls gegen defensiv gut gestaffelte und diszipliniert
agierende Freiburger, die nach vorne jegliches Risiko scheuten und deshalb auch nie in Gefahr
gerieten, einen schnellen Gegenstoß hinnehmen zu müssen, zunächst schwer. Trotzdem waren sie in
den ersten 20 Minuten bereits mehrfach dem Führungstreffer ganz nah: Maximilian Vollmayer vergab
unbedrängt aus Nahdistanz den Nachschuss, als Gästekeeper Christoph Mathis nach einem Schuss
von Mondo Hilger die Scheibe nicht festhalten konnte (3.). David Vallorani traf aus kurzer Distanz den Pfosten (6.), und bei der einzigen Überzahlsituation des ersten Spielabschnitts zielten Michael
Rohner, David Vallorani, Stefan Loibl und Wade MacLeod zu ungenau. Die Gäste aus dem Breisgau
hatten jeweils nach Abwehrfehlern der Starbulls die Chance zum 0:1 durch Jannik Herm (4.) und
Stefano Rupp (15.). Starbulls-Keeper Steinhauer war aber jeweils mit tollen Paraden zur Stelle.
Gleiches Bild im zweiten Spielabschnitt. Die Starbulls taten mehr für das Spiel, die Gäste verteidigten
geschickt – allerdings nicht mehr ganz so diszipliniert wie in den ersten 20 Minuten. Bei einem
schnellen Break der Starbulls spielte David Vallorani perfekt quer auf Tyler McNeely, der aber völlig
frei an Torwart Mathis scheiterte (25.). In der 28. Minute lag die Scheibe dann im Gästetor, nachdem
Max Renner in Überzahl abgezogen und McNeely abgestaubt hatte, doch Hauptschiedsrichter Holzer
verweigerte dem Treffer wegen Torraumabseits die Anerkennung. Wenige Momente später scheiterte McNeely nach einem Solo zunächst an Mathis, der Nachschuss segelte knapp über die Latte. Weil Freiburgs Philipp Rießle dabei aber McNeely unfair behinderte, durften die Starbulls in der Folge sogar mit zwei Spielern mehr agieren. Und dabei war es schließlich Peter Lindlbauer, der einen perfekten Rückpass von C.J.Stretch trocken im kurzen Kreuzeck platzierte – 1:0 (30.). Die Partie blieb aber zerfahren, was auch an vielen sehr kleinlich ausgesprochenen Strafzeiten auf beiden Seiten in einem an sich sehr fairen Spiel lag. Die Starbulls agierten stark in Unterzahl, leisteten sich aber ansonsten zahlreiche unnötige Scheibenverluste im eigenen Drittel, welche die Gäste aber nicht auszunutzen verstanden. Gegen Drittelende wurde es schließlich kurios. Zunächst vergab Marc Wittfoth gleich zweimal in Unterzahl gegen den stark reagierenden Lukas Steinhauer im Tor der Starbulls den Anschlusstreffer (38.), ehe dann die Starbulls ihrerseits in Unterzahl gefährlich wurden und zuschlugen. Wade MacLeod gewann ein Laufduell gegen Alexander Brückmann, der eigentlich viele Meter Vorsprung hatte, und wurde per Notbremse vom Freiburger Verteidiger am Abschluss gehindert. Den fälligen Strafschuss verwandelte MacLeod souverän (39.). Und dann war es Fabian Zick, der noch in der gleichen Unterzahlsituation einen schnellen Gegenstoß einleitete und im Zusammenspiel mit Simon Fischhaber, dem der Treffer zugesprochen wurde, zum 3:0 abschloss (40.).
Nicht einmal eine Minute war im letzten Drittel gespielt, als Tyler McNeely erneut in Unterzahl
erfolgreich war und ein Break über die linke Seite frei vor Torwart Mathis ins rechte untere Eck zum
4:0 abschloss. Eine Minute später blieb Starbulls-Verteidiger Gustav Veisert nach einem Check von
Freiburgs Ondrej Svanhal an der Bande, bei dem das Unparteiischen-Team keine Regelwidrigkeit
sah, regungslos liegen. Nach längerer Unterbrechung wurde Veisert, der sich wohl eine
Gehirnerschütterung zuzog, vom Eis gefahren. In der Folge kam auf beiden Seiten kaum noch
Spielfluß zustande. Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer glänzte noch mit tollen Paraden gegen
Karachun und Vrbata, seinen Shutout vom 5. Spieltag beim 4:0-Heimsieg gegen Freiburg konnte er
aber nicht wiederholen. Denn 67 Sekunden vor dem Ende wurde Marc Wittfoth, Freiburgs bester
Spieler an diesem Abend, bei seinem Solo nicht konsequent gestört und hatte Glück, dass Max
Renner die Scheibe unglücklich zum 4:1-Endstand ins eigene Tor lenkte.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim