"Diszipliniert gespielt und konzentriert gearbeitet"EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 3 Minuten

"Nach dem doch eher enttäuschenden Spiel am Freitag gegen Weißwasser hat die Einstellung meines Teams heute gestimmt. Wir haben diszipliniert gespielt und hätten mit dem 3:0 den Sack bereits frühzeitig zumachen können. So kam Heilbronn am Ende nochmal zurück in das Match, doch wir haben bis zur 60. Minute gearbeitet und uns schließlich belohnt", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.

Die Roten Teufel, die mit exakt demselben Kader wie am Freitag angetreten waren, mussten sich gleich zu Beginn des Spiels einer gefährlichen Situation entgegen sehen: Hájek verlor die Scheibe hinter dem eigenen Gehäuse, Toulmin scheiterte jedoch am glänzend aufgelegten Jan Guryca, der mit einer Riesenparade zur Stelle war. Die Hessen gewannen fortan langsam aber sicher die Oberhand in diesem Match auch Dank des konsequenten Forecheckings, was am Freitag noch gänzlich fehlte. So näherte man sich immer mehr dem Tor von Heilbronns Goalie Philip Lehr an, der zwei Mal gegen Spöttel und May in der 10. Minute retten musste. Beim 0:1 war aber auch er machtlos, auch wenn der frühere Bad Nauheimer Förderlizenzspieler den ersten Schuss von Schütz noch halten konnte, den Rebound nahm Frosch auf und passte auf Harry Lange, der keine Mühe bei seinem dritten Saisontreffer hatte (11.). Die Kurstädter hatten das Match im Griff und kamen zu weiteren Chancen durch Beca (12.) und Lange (14.), der im letzten Moment am Schuss ins leere Tor gehindert wurde. Das 0:2 ließ aber nicht lange auf sich warten: Max Campbell verlud Lehr in Torjägermanier (15.) und erhöhte für die Gäste, während Heilbronn noch einmal im Powerplay gefährlich vor den Kasten von Jan Guyrca kam, doch erneut Toulmin scheiterte am Bad Nauheimer Schlussmann.

Der zweite Abschnitt plätscherte lange Zeit vor sich dahin, nachdem die Gäste mit der Führung im Rücken in Ruhe abwarten konnten, was die Falken nun antworten würden. Viel kam zunächst jedoch nicht von den Schwaben gegen Rote Teufel, die clever verteidigten und auf Konter warteten. Als Sven Gerbig einen solchen lief und von T.J. Fast in der 33. Minute gefoult wurde, lautete die unumstrittene Entscheidung von Hauptschiedsrichter Hascher auf Penaltyschuss. Das dritte Tor wäre wohl bereits die Vorentscheidung gewesen, doch der Bad Nauheimer Angreifer vergab gegen Lehr. Nur kurze Zeit später kassierte Daniel Ketter eine Strafzeit wegen Behinderung, diese nutzte Sergej Janzen mit dem 1:2-Anschlusstreffer, als Guryca die Sicht versperrt war. Das Spiel war somit plötzlich offen und die Gäste mussten nun wieder mehr nach vorne tun, was Oppolzer in der 40.Minute fast in Zählbares umgesetzt hätte, doch Lehr hielt mit einer Riesentat.

Wie bereits in den vorangegangenen Dritteln dauerte es einige Zeit, ehe wieder Action aufkommen sollte, nachdem die Hessen auf Fehler der Falken warteten. Ein solcher ergab sich in der 49.Minute, als Lange einen Fehlpass von Toulmin zum direkten Gegenangriff einleiten konnte, den Aab zum 1:3 erfolgreich abschloss. Die Antwort folgte jedoch prompt: direkt vom Bully weg traf Alexander Janzen zum 2:3, nachdem sich die EC-Hintermannschaft gegenseitig behinderte und dem Heilbronner Stürmer dadurch Platz verschaffte. Das Match war demnach erneut offen, doch die Hessen zeigten mehr Klasse und erhöhten nochmal den Druck. Zunächst scheiterten Beca und Campbell an Lehr, der in der 53.Minute verletzungsbedingt das Feld verließ. Backup Florian Proske musste knapp drei Minuten später das entscheidende vierte Bad Nauheimer Tor hinnehmen, als Matt Beca dem jungen Torsteher einen Onetimer direkt durch die Schoner in die Maschen setzte.

Heilbronner Falken - EC Bad Nauheim 2:4 (0:2, 1:0, 1:2)
Tore:
0:1 (10:42) Lange (Frosch, Schütz)
0:2 (14:51) Campbell
1:2 (35:33) S.Janzen (Cameron, Blank) PP1
1:3 (48:14) Aab (Frosch, Lange)
2:3 (48:21) A.Janzen (Maginot, S.Janzen)
2:4 (56:03) Beca (Campbell)
Strafminuten: HEC 2 / ECN 8
Zuschauer: 1.319


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