Die wichtigsten Stützpfeiler sind gesetzt Trainer und Sponsor verlängern in Bremerhaven

Die wichtigsten Stützpfeiler sind gesetzt Die wichtigsten Stützpfeiler sind gesetzt
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Mit der Unterschrift für das Sponsoring der kommenden Saison festigt der Energieversorger swb seine traditionelle Verbundenheit zur Seestadt und zum Bremerhavener Eishockey. Seit vielen Jahren steht swb durch das klare Bekenntnis zum Bremerhavener Eishockey auch dafür, dass den Bürgern der Seestadt all wöchentlich Spitzensport geboten werden kann. „Wir sind stolz auf das langjährige partnerschaftliche Verhältnis zu den Pinguins“, betont Axel Siemsen, Geschäftsführer der swb Bremerhaven GmbH. „Auch uns haben die Spekulationen um Mike Stewart in Atem gehalten. Dass er jetzt verlängert hat, freut uns sehr.“

Sichtlich erfreut und guter Laune zeigte sich auch Pinguins Geschäftsführer Hauke Hasselbring: „Heute ist ein guter Tag für das Bremerhavener Eishockey. swb und die Fischtown Pinguins führen seit Jahren eine Musterehe und nach den Flitterwochen haben wir nun auch Mike Stewart langfristig unter unsere Fittiche bringen können. Wir alle hoffen, ja sind uns sicher, dass wir mit dieser Doppelhochzeit eine wichtige Weichenstellung für das Bremerhavener Eishockey vollzogen haben. Unsere Vision, in der Zukunft gemeinsam etwas aufzubauen hat damit an Wert gewonnen, da wir heute die beiden wichtigsten Stützpfeiler setzen durften.“ Für Aufregung hatte besonders in Personalie Stewart in den letzten Wochen gesorgt. Gerüchten und Presseberichten zu Folge sollen einige DEL-Ligisten, wie auch der österreichische Vorzeigeclub Klagenfurt beim Austrokanadier angeklopft haben. Stewart wollte sich darüber jedoch nicht äußern. Stewart: „Spekulationen und Gerüchte sind nicht mein Ding. Zusammen mit Hauke und Alfred will ich in den nächsten Jahren weiter daran arbeiten, den Stützpunkt Bremerhaven zu stabilisieren und zu dem Stellenwert zu verhelfen, den die Stadt und seine Fans verdienen.“

Der 40-jährige ehemalige Topverteidiger und spätere Coach des EC VSV Villach, Mike Stewart, wird also auch in Zukunft das Zepter am Bremerhavener Wilhelm-Kaisen-Platz schwingen. Stewart hat die Tugenden des Bremerhavener Eishockeys wieder zum Leben erweckt. Seit seiner Amtsübernahme dürfen sich die Fans über aggressives und körperbetontes Eishockey freuen, garniert mit Spielwitz und jeder Menge taktischer Finesse.
Stewart, der 2000/2001 bei den Frankfurt Lions seine erste Saison in Europa absolvierte, wechselte danach nach Villach, wo er bis 2010 als beinharter Verteidiger mit österreichische Eishockeygeschichte schrieb.

Seine Karriere begann Stewart an der Michigan State University, wo er im NHL Entry Draft 1990 in der ersten Runde als 13. Spieler insgesamt von den New York Rangers gedraftet wurde. Da es ihm nicht gegönnt war, den Sprung in die NHL zu schaffen, wechselte Stewart nach Gastspielen in der AHL (Binghampton Senators und Springfield Falcons) sowie nach einer Spielzeit in der International Hockey League (Detroit Vipers) zunächst ins Team Kanada, für das er in der Saison 1996/97 tätig war. Nach einem Kurzgastspiel bei den Rochester Americans und einem Engagement bei Monitoba Moose (1997-2000) wagte er den Sprung nach Europa zu den Fankfurt Lions. Nach nur einem Jahr DEL lockte der VSV Villach. Beim Kärtner Traditionsverein blieb er bis 2010 als Spieler und gewann zweimal den österreichischen Meistertitel. Nachdem Herbert Hohenberger den VSV verließ, wurde er Kapitän der Villacher. Stewart galt in Villach als absoluter Vorzeigespieler, Publikumsliebling und „Kärtner Bua“, der stets mit Herz und Seele für die Belange der „blau-weißen“ eintrat.

Auch nachdem er 2010 seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt hatte, blieb er dem VSV treu und arbeitete als Co-Trainer an der Seite von Johan Strömwall, den er im Februar 2011 nach anhaltender Erfolglosigkeit ablöste. In der abgelaufenen Saison musste „Iron Mike“ auch die Schattenseite des Trainergeschäfts kennenlernen. Nachdem die Kärntner nach einem verkorksten Saisonstart und einer danach guten Aufholjagd als bestes Unterzahl Team, Nummer vier im Powerplay und mit den wenigsten Gegentoren, dennoch knapp die Play Offs verpasst hatten, trennten sich die Villacher von ihrem Urgestein.

Hier in Bremerhaven hat Stewart den Erfolg wieder gefunden und zudem in Windeseile die Herzen der Fans erobert. Zusammen mit swb und Stewart haben die Pinguine in den nächsten Jahren noch einiges vor, was der von ihm unterzeichnete Zwei-Jahresvertrag deutlich macht.