Die rote Laterne bleibt im UnterlandKeine Punkte für die Falken

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vor dem Spiel kreiste das Wörtchen „Wenn“ um die Kolbenschmidt Arena. Doppelt sogar. Die Tabellenkonstellation gab dies her: WENN die Falken die Eispiraten schlagen, WENN der schwäbische Rivale aus Bietigheim die Wölfe Freiburg schlägt, DANN leuchtet die rote Laterne im Breisgau. Die Steelers spielten im Sinne der Falken, sie selber nicht. Zumindest nicht ab der 19. Minute.

Früh hatten die Unterländer Torchancen. Doch weder Seppi Lewis und Marvin Krüger (2.), Steven Bär (5.) oder Carsten Gosdeck (6. + 8.) brachten die Scheibe im Tor unter. Die erste Unterzahl der Gastgeber brachte die Erlösung. Erst spielten die Falken dezimiert sehr stark, dann kam Maximilian Faber von der Strafbank, bekam die Scheibe und brachte sie schnell zu Richard Gelke weiter. Der immer besser werden Falken-Stürmer tankte sich durch die Abwehr der Eispiraten und schob die Scheibe durch die Schoner von Ryan Nie. Doch nur wenige Minuten später erlöste Eric Lampe seinen Eispiraten von dem Rückstand und nutze eine kurze Konzentrationsschwäche der Falken aus und stellte den Spielstand mit einem Doppelschlag auf 1:2. Ein Schock für die Falken. Ein tiefsitzender Schock, von dem sich das Team bis zum Ende des Spiels nicht mehr erholte. Ab Beginn des Mittelabschnitt waren die Gäste das bessere Team und vom Anfangsschwung der Unterländer war nichts mehr zu sehen. Chancen gab es, aber sie waren allesamt zu harmlos um den glänzend aufgelegten Ryan Nie im Tor der Eispiraten abermals zu überwinden. Im Schlussabschnitt konzentrierten sich die Gäste aus Westsachsen auf die Defensive und kamen nur noch selten vor das Tor von Eric Hartzell. Es reichte dennoch zu zwei Treffern. Alexander Höller (52.) und John Tripp (59.) sorgten für den 1:4 Endstand.

Eric Hartzell bleibt!

Wie die Tageszeitung „Heilbronner Stimme“ am Montag vermeldete, wird Eric Hartzell bis zum Saisonende das Falkentrikot überstreifen. Die verbesserte Punktausbeute setze erst ein, als er in die Käthchenstadt wechselte. Viele Fans wünschen sich einen langfristigen Vertrag für ihren Publikumsliebling. Doch ist es dem sympathischen Schlussmann zu verdenken, dass er nicht über den Sommer hinaus planen möchte? Der Trend der Falken geht klar Richtung Play-Downs und die Gegner könnten aus Crimmitschau, Freiburg oder Weißwasser kommen. Gegen jedes dieser Teams können die Falken siegen, aber auch verlieren. Es bleibt spannend bis zum Schluss, der Klassenerhalt ist bei weitem nicht sicher, aber ebenso nicht unmöglich. Eric Hartzell bleibt (wohl) bis zum letzten Saisonspiel. Es kann sein, dass die Falken um die DEL2 und um ihren Torhüter kämpfen.

Statistik:

Tore: 1:0 Gelke | 1:1 Lampe | 1:2 Lampe | 1:3 Höller | 1:4 Tripp | Strafen: 6 – 12 | Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi | Zuschauer: 1.714


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