Die nicht ganz ernst zu nehmende Jahresvorschau aus dem ESBG-Bereich

Die nicht ganz ernst zu nehmende Jahresvorschau aus dem ESBG-BereichDie nicht ganz ernst zu nehmende Jahresvorschau aus dem ESBG-Bereich
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das neue Jahr bringt so einige Überraschungen für die ESBG-Klubs mit

sich. Hockeyweb blickt mit einem zwinkernden Auge auf die da kommenden

Geschehnisse:


Die Hannover Indians entlassen nach Greg Thompson Ende Januar auch noch

Joe West. Die Zielvorgabe, das Team mindestens auf den zweiten Platz zu

führen, egal wie die anderen Mannschaften spielen, konnte der Kanadier

nicht umsetzen. Neuer Trainer an der Leine wird Pit Ustorf, dem es in

Schwenningen zu kalt war.


Der EHC München erreicht erstmalig die Play Offs, scheidet aber gleich

in der ersten Runde gegen den REV Bremerhaven aus. Beide Teams haben in

dieser Serie 2050 Zuschauer. Die Pinguine in jeder Begegnung, die

Münchner in allen drei Heimpartien zusammen. Daraufhin wettert Vorstand

Jürgen Bochanski, dass sich in München niemand für guten Sport

interessiert und droht zum 193. Male mit dem Ende des hochklassigen

Eishockeys. Derweil beschließen die Spieler des EHC, einen Film zu

drehen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Angesichts der

Hauptrolle des schwedischen Verteidigers, entscheidet man sich als

Titel des Streifens für „Klinik unter Ejdepalmen“ Die Alternative wäre

„Der Winki mit dem Zaunpfahl“ gewesen.


Der TEV Miesbach begrüßt seinen 100.000 Besucher in der Eishalle. Die

Zählung begann im Jahre 1985. Als Preis durfte sich der Glückliche über

einen Gutschein für eine Saisonkarte freuen, die er nach eigenen

Aussagen beim EC Bad Tölz einlösen wird.


Ein DEL-Team war Günter Hertel nicht genug. So sicherte derf

Alleingesellschafter des SC Riessersee den Werdenfelsern eine der

beiden Lizenzen für das Oberhaus, die durch die Fusion der Eisbären

Berlin und der Adler Mannheim mit den Heilbronner Falken frei geworden

sind. Unter wütendem Protest über diesen Schritt verlässt

Geschäftsführer Ralph Bader den Verein und wechselt zu seiner

heimlichen Liebe, dem EC Peiting.


Die Heilbronner Falken beantragen in der ESBG-Zentrale, künftig

zweiseitige Spielberichtsbögen verwenden zu dürfen. Anders wäre es

nicht möglich, die über 30 Förderlizenzspieler aus den kooperierenden

DEL-Klubs Berlin, Mannheim, Frankfurt, Hannover und Krefeld in einem

Spiel einzusetzen.


Ausnahmezustand in Grafing. Der EHC Klostersee bekommt ein neues

Stadion. Die Multifunktionsarena soll 800 Besucher fassen. Einziger

Haken: Die bestehende Pizzeria und die Geschäftsstelle müssen sich die

Räumlichkeiten über dem Eingang teilen. Dafür verfügt der neue VIP-Raum

mit 20 Plätzen über die doppelte Kapazität als bisher.


Die Bietigheim Steelers übersiedeln endgültig nach Stuttgart und werden

umgehend in der DEL aufgenommen. Das Team firmiert künftig unter dem

Namen Untertürkheim Steelers. Der Zuschauerschnitt ist allerdings schon

nach wenigen Spielen bedenklich niedrig, Nur aufgrund der zahlreichen

Auswärtsfans, hat die Kulisse ansatzweise Eishockey würdiges. Derweil

spielen in Bietigheim die neu gegründetet Ellental Wizards in der

Verbandsliga stets vor ausverkauftem Haus. Topcorer der Wizards ist ein

gewisser Craig Teeple, der umgehend von den Heilbronner Falken mit

einer Förderlizenz ausgestattet wird.


Deggendorf Fire steigt in die von ESBG-Aufsichtsrat Uwe Harnos per

Alleingang in fünf Teile gegliederte Oberliga auf. Um die regionale

Komponente auch in Ostbayern zu wahren, wurden den Deggendorfern neben

dem EV Weiden die tschechischen Teams aus Pilsen und Zlin in die Gruppe

gestellt. Daneben müssen die einheimischen Spieler aus Deggendorf einen

Sprachkurs in Hochdeutsch belegen, weil sie sonst als Kontingentspieler

eingestuft werden. Thomas Greilinger beendet derweil seine Karriere und

wird Geschäftsführer eines ortsansässigen Fast-Food Restaurants.

Trainer in Deggendorf wird Pit Ustorf, dem die Mentalität in Hannover

zu fremd war.


Die Tölzer Löwen steigen in einer dramatischen Halbfinalserie gegen den

SC Riessersee in die zweite Bundesliga auf. Im letzten und

entscheidenden Spiel gewinnen die Tölzer mit 9:0 gegen die Garmischer.

Schiedsrichter Ulpi Sicorschi verteilt gegen die Gäste 224

Strafminuten, hingegen nur 8 an die Gastgeber, weil die Stadionuhr vier

Mal ausfiel. Daraufhin kauft Andreas Brockmann in der Stadiongaststätte

eine Kiste Champagner und wählt Sicorschi persönlich zum Spieler des

Abends. Die Linienrichter können das Szenario nicht verhindern, weil

sie von Geschäftsstellenleiter Paul Karl zuvor weggeschubst

wurden.  Als Mitaufsteiger qualifiziert sich der EHC Klostersee,

der neben den Heilbronner Falken, den EHC Freiburg wie auch den EV

Ravensburg in der Euphorie des neu zu bauenden Stadions glatt besiegte.

Auf dem Marktplatz von Grafing feiern daraufhin 40 EHC-Fans das Wunder

von Klostersee.