Die Kassel Huskies vor einer Übergangssaison - gezwungenermaßenSaisonvorschau - Kassel

Die Kassel Huskies zählen auch dieses Jahr wieder zu den Favoriten - ein Aufstieg ist aber nicht möglich. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Die Kassel Huskies zählen auch dieses Jahr wieder zu den Favoriten - ein Aufstieg ist aber nicht möglich. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Der große Vorteil der Schlittenhunde in der DEL2-Saison 2021/22 dürfte sein, dass der erfolgreiche Kader der Vorsaison zu großen Teilen gehalten wurde (sieben Abgänge, fünf Zugänge). Der Kader wurde lediglich punktuell verstärkt und ergänzt.

Tor:

Im Kasten geht Routinier Jerry Kuhn, mit nur 1,99 Gegentoren pro Spiel und einer Fangquote von 93,16 Prozent der Top-Goalie der letzten Saison, in seine dritte komplette Saison bei den Schlittenhunden. Weil der junge Leon Hungerecker sich mit starken Leistungen für höhere Aufgaben empfahl, wechselte der gebürtige Lüneburger zum DEL-Club Eisbären Berlin und kann zudem mit einer Förderlizenz bei den Lausitzer Füchsen Spielpraxis sammeln für künftige Einsätze im Trikot der Hauptstädter. Das Team um Macher Joe Gibbs blieb seiner Linie treu und verpflichtete den jungen Jonas Neffin (21) als Backup für Kuhn. Neffin, der für die Huskies mit einer Förderlizenz ausgestattet ist, ist beim DEL-Club Iserlohn Roosters unter Vertrag und soll sich bei den Huskies weiterentwickeln.

Defensive:

Weil Derek Dinger seine sportliche Karriere beendete und künftig im Off-Ice Staff der Huskies-Organisation mitwirkt und die Defensivabteilung sonst keine Abgänge zu verzeichnen hatte, verstärken nur der 29-jährige Routinier Dieter Orendorz (über 300 DEL-Spiele) sowie Talent und Huskies-Eigengewächs Tom Geischeimer (19) die Kasseler Defensive. Das Prunkstück der Kasseler Erfolgsmannschaft der letzten Saison um die erfahrenen Denis Shevyrin, Stefan Tramm, dem „Kasseler Jung“ Marco Müller und nicht zuletzt den offensivstarken Joel Keussen und Troy Rutkowski zählt mit Sicherheit auch in der kommenden Saison zu den stärksten der Liga – ergänzt durch die aufstrebenden Talente Dustin Reich und Olli Granz.

Angriff:

Hier wiegt der Abgang von Play-off-Monster Ryan Olsen schwer (AHL), mit Jamie McQueen konnte aber ein alter Bekannter (gewann 2016/17 die DEL2 Meisterschaft mit den Huskies) wieder nach Nordhessen gelotst werden. Seine Qualitäten stellte der Kanadier in der Vorbereitung direkt unter Beweis. Ryon Moser verließ den Klub in Richtung Südhessen, ebenso wie Vincent Saponari (DEL, Augsburg) und Goalgetter Cornet. Diese Abgänge gilt es zu kompensieren, gerade Moser war zuverlässiger Punktelieferant und eine tragende Säule im Angriffsspiel. Neben McQueen komplettieren Brett Cameron und Corey Trivino, der mittlerweile in seine vierte Saison bei den Huskies geht, die Kontingentstellen in der Offensive. Es bleibt abzuwarten, inwiefern Brett Cameron die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann. In der letzten Saison konnte der Kanadier sein Potential noch nicht voll abrufen und dürfte daher bis in die Haarspitzen motiviert sein das in ihn gesteckte Vertrauen mit guter Leistung und Toren zurückzuzahlen. Mit dem pfeilschnellen Lukas Laub, Eric Valentin und Youngster Lois Spitzner, die allesamt eine starke Saison spielten, konnten wichtige Stützen des Teams gehalten werden. Gerade Spitzner wird noch eine DEL-Karriere vorausgesagt, die bei seiner kontinuierlichen Leistungssteigerung wohl nicht in allzu weiter Ferne liegt. Neu verpflichtet wurde der DEL-erfahrene Hans Deutsch (164 Einsätze), der als harter Arbeiter gilt und keinem Zweikampf aus dem Weg geht, sowie der 22-jährige Timo Gams, der von Ligakonkurrent Crimmitschau an die Fulda wechselt. Huskies-Urgestein Michi Christ beendete seine aktive Karriere und wechselte wie Derek Dinger in den Off-Ice Staff.

Off-Ice:

Die wohl größte Veränderung zur neuen Saison erfährt die Spielstätte der Huskies - vielfältige Umbaumaßnahmen lassen den „Zwinger“ in neuem Glanz erstrahlen: Flexbande, Logen, modernisierte Sanitäranlagen, Videowürfel, neue Licht- und Soundanlage und vieles mehr lassen die Fans gespannt auf den ersten Spieltag gegen den EC Bad Tölz blicken. Mit 2G-Regel dürfen 4.999 Zuschauer das modernisierte Schmuckkästchen und das neue Team des künftigen Aufstiegsaspiranten bestaunen. Möglich macht das alles Investor Paul Sinizin, der selbst aus Kassel kommt, dem Eishockey lange aktiv verbunden war und  Großes vor hat mit „seinem“ Verein.

Fazit:

Die Zeichen stehen auch dieses Jahr wieder klar auf Play-off-Kurs in Kassel. Wenn das Team das durchaus vorhandene Potential abrufen kann, werden die Schlittenhunde unter den ersten vier Teams der Liga zu finden sein und sicherlich alles daran setzen, den einzig möglichen Aufsteiger Frankfurt zu ärgern und den DEL2-Titel endlich wieder nach Kassel holen.


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