Die Kassel Huskies besiegen die Lausitzer Füchse im ShootoutPenalty-Krimi in Weißwasser

Trotz der beiden Treffer von Joel Keussen reichte es für die Huskies nicht zum Sieg. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Trotz der beiden Treffer von Joel Keussen reichte es für die Huskies nicht zum Sieg. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Tabellensechster und Playoff-Kandidat gegen den Tabellendreizehnten. Das war die Konstellation am Montagabend in der Eisarena in Weißwasser. Die Füchse traten erneut mit einem Mini-Kader von zwölf Feldspielern an. Auch die Kasseler konnten nicht mit voller Kapelle aufwarten, brachten aber immerhin 16 Mann plus zwei Torhüter mit in die Lausitz.

Es war kaum eine Minute gespielt, da brachte Peter Quenneville den Puck zum ersten Mal gefährlich in Richtung Huskies-Tor. Die Füchse waren zu Beginn das aktivere Team, konnten ihre optische Überlegenheit aber nicht in Tore umsetzen. Mit dem ersten Powerplay der Huskies in der sechsten Minute änderte sich das Bild. Kassel jetzt druckvoller, kam aber an Leon Hungerecker im Tor der Gastgeber nicht vorbei. Beide Teams zeigten sich zur Drittelmitte ausgeglichen, wobei sich allerdings keine zwingenden Gelegenheiten ergaben. Die Unterschiede in der Tabelle waren im ersten Drittel auf dem Eis nicht zu erkennen. Mit dem 0:0 ging es in die erste Pause.

Weißwasser begann auch das zweite Drittel schwungvoll und hatte einige gute Möglichkeiten, Jerry Kuhn im Huskies-Tor blieb aber zunächst ungeschlagen. Das änderte sich auch im zweiten Powerplay der Füchse ab der 27. Minute nicht, in welchem die Gastgeber gar nicht gut aussahen. Dann ging es hin und her. Aufregung sechs Minuten vor Drittelende, als Brett Cameron bei vier gegen vier direkt in Leon Hungerecker im Füchse-Tor raste, ihn zu Boden und das Tor aus der Verankerung brachte. Kurz danach, Kassel war gerade wieder komplett und hatte noch 20 Sekunden in Überzahl, machte Ex-Fuchs Joel Keussen das 0:1. Ex-Husky Eric Valentin war es gleich darauf in der 38. Minute, der den Fuchsbau zum Jubeln brachte und den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Und kaum 60 Sekunden später legte Peter Quenneville nach und brachte den Puck zum 2:1 für die Füchse ins Tor. Zweifellos war die Führung der Lausitzer zu diesem Zeitpunkt verdient. Zweifelhaft war, ob die Kräfte reichen würden, um den Vorsprung über das letzte Drittel zu bringen.

Die Huskies konnten die ersten Minuten des dritten Abschnitts mehr oder weniger ins gegnerische Drittel verlagern, dennoch gelang den Füchsen immer wieder der eine oder andere gefährliche Konter. Bei einem solchen verloren sie dann die Scheibe und Mitch Wahl markierte den Ausgleich für die Huskies. Die Füchse zeigten sich einigermaßen geschockt, denn in der 47. Minute drehte Brett Cameron mit dem 2:3 das Spiel und brachte Kassel in Führung. Weißwasser gab aber nicht auf und kämpfte um jeden Puck. Der ging dann an, neben und über das Tor, aber eben nicht hinein. Vier Minuten vor Schluss belohnten sich die Lausitzer schließlich, als Marius Stöber nach einer schönen Kombination die Scheibe zum 3:3 hinter Jerry Kuhn versenkte. Kassel machte danach ordentlich Druck, aber die Füchse erzwangen die Verlängerung. Diese dominierten die Huskies, ohne aber das Siegtor zu erzielen. Das gelang erst nach einem spannenden Penaltyschießen. Insgesamt 24 Mal wurde geschossen, davon fünfmal ins gegnerische Tor. Das Glück war am Ende auf Seiten der Huskies, als Jamie MacQueen den Puck mit Penalty Nummer 23 versenkte und Roope Mäkitalo mit Penalty Nummer 24 an Jerry Kuhn scheiterte.

So verlor Weißwasser nach tapferem Kampf das Match und musste sich mit einem Punkt zufriedengeben. Dieser bringt zwar nichts in der Tabelle, aber hoffentlich Selbstvertrauen für die nächsten Spiele und die Playdowns. Schon am Mittwoch kommen die Selber Wölfe in die Lausitz, Kassel empfängt dann die Eispiraten aus Crimmitschau. 


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