Die jungen Löwen auf dem VormarschPatrick Steingraf im Interview

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Hockeyweb: Vor etwa drei Jahren kündigten die Löwen Frankfurt in der Nachwuchsabteilung eine neue Ausrichtung an und streben seither nach der Weiterentwicklung der Nachwuchsarbeit bis unter die Top-Vereine Deutschlands. Wie ist dieses ambitionierte Ziel aktuell einzuschätzen? Wo stehen die Löwen Frankfurt im Nachwuchs aktuell?

Steingraf: Priorität hatte für uns den Verein auf finanziell gesunde Beine zu stellen und für die Zukunft entsprechend auszurichten. Hierzu waren einige Maßnahmen notwendig. Die größte Herausforderung lag sicherlich in der Umstrukturierung unseres Trainerkaders. Im mittlerweile zweiten Jahr mit neuem Trainerkader spüren wir die ersten Erfolge. Unsere Teams bis zur U15 spielen in der besten Nachwuchsliga Deutschlands mit den Teams aus Mannheim, Düsseldorf, Köln und Krefeld. Stanislav Fatyka und Franz Fritzmeier leiten die Geschicke und das junge Trainerteam. Dies hat sich als richtig und erfolgreich entpuppt. Die U17 hat das Ziel dieses Jahr aufzusteigen und hat sich bereits in der Spitzengruppe festgesetzt. Bemerkenswert! Adi Schneider als junger Trainer macht hier einen hervorragenden Job. Und auch die U20 hat sich neu aufgestellt und ist mit Jan Barta auf einem guten Weg wieder in höhere Klassen zu gelangen. Hier war viel Aufbauarbeit notwendig.

Hockeyweb: Der Weg nach oben erscheint immer steinig und schwer. Welche Steine liegen den Löwen im Weg? Wie sieht es aus im Hinblick auf infrastrukturelle Voraussetzungen?

Steingraf: Natürlich haben auch wir unsere Restriktionen in der Frankfurter Eissporthalle. Wir haben ein großes Projekt mit dem Eishockeycampus Rhein-Main ausgerufen. Hierzu befinden wir uns in einem sehr guten Austausch mit der Stadt, sowie dem Land Hessen. Das muss unser Ziel sein, dieses Projekt zu realisieren. Sonst werden wir wieder abgehängt. Das wollen wir natürlich vermeiden. Umso erfreulicher ist es jetzt auch, dass wir einen eigenständigen Eishockeyverband Hessen haben und viele Punkte mit einer ganz anderen Dynamik angehen können. Das hilft uns weiter. Die Zeichen stehen also positiv.

Hockeyweb: Corona macht uns allen einen Strich durch die Rechnung oder erschwert uns das Leben. Inwieweit wart ihr darauf vorbereitet, was könnt/werdet Ihr Euren Spielern und Trainern mitgeben?

Steingraf: Vorbereitet waren wir in der Form natürlich ebenfalls nichts. Nach einem ersten Schock haben wir direkt in den Krisenmodus umgeschaltet und verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen bestmöglich abfedern zu können. Hier waren wir auf die Mithilfe der Vereinsmitglieder angewiesen. Und sie haben uns nicht im Regen stehen lassen, sondern geholfen, wo sie konnten. Auch das zeichnet einen Verein aus. Um es in einem Wort zu beschreiben: „Teamwork“!

Hockeyweb: Inwiefern habt Ihr Verständnis für solche Entscheidungen wie den aktuellen Lockdown?

Steingraf: Die Gesundheit eines jeden Menschen steht an erster Stelle. Entscheidungen für oder gegen einen Lockdown werden nicht aus einer Willkür getroffen, sondern es stehen ernsthafte Überlegungen dahinter. Die Maßnahmen für den Sport sind weitreichend, wenn man überlegt, dass wir bei knapp 14.000 Zutritten zur Eissporthalle Frankfurt keinen einzigen positiven Corona-Fall im Verein hatten. Gute Hygienekonzepte und das Verhalten aller haben dazu beigetragen. Das wird im aktuellen Lockdown leider noch nicht berücksichtigt.

Hockeyweb: Gab/Gibt es Ziele, die Ihr im Anbetracht der jetzigen Situation revidieren musstet?

Steingraf: Bisher noch nicht. Sportlich sind die Voraussetzungen für alle Vereine gleich. Daher mussten wir an dieser Stelle nichts revidieren. Die Auswirkungen werden wir in der Planung für die neue Saison sehen. Hier hängt es auch von der Unterstützung der Politik ab, wie unser Trainerkader in der neuen Saison aussieht. Wir hoffen natürlich, dass wir den Trainerkader so zusammenhalten können. Dafür haben wir die entsprechenden Maßnahmen ergriffen und sehen den Entscheidungen positiv entgegen.

Hockeyweb: Welche Wege geht ihr in dieser dynamischen Zeit in der (Trainings-)Methodik, in der Athletik und Schnelligkeit das A und O des Eishockeysports darstellen und diese modernen Entwicklungen immer weiter auch eure Modernität implizieren?

Steingraf: Unser Trainerteam bleibt wissenschaftlich immer am Ball. Fortbildungen sowie Hospitationen bei der Weltelite des Eissports und ständiger Kontakt zu Personal aus der Athletikabteilung wird bei uns gelebt. Aus diesen Kontakten entsteht dann ein Konzept für die langfristige Entwicklung. Dieses wird in regelmäßigen Abständen angepasst. Schlüsselelemente dabei sind sinnvolle Periodisierungen auf den Saisonverlauf und individuelle Abstimmungen auf den/die einzelnen Athleten/-innen.

Hockeyweb: Wir kommen aber gerne wieder weg von Corona. Wie realistisch seht ihr die Chancen, dass in der jüngsten Zeit Nachwuchs aktiv in die Profi-Mannschaften eingebunden werden kann?

Steingraf: Das ist ein langer Weg. Natürlich ist es unser aller Traum, dass wir Spieler für den Profibereich der Löwen ausbilden. Wir kennen aber auch die Anforderungen und diese sind nicht gering. Mit dem Unterbau, den wir aktuell haben, können wir sicherlich einiges erreichen. Jetzt müssen wir oben noch die entsprechenden Strukturen schaffen, damit der Übergang möglichst fließend ist.

Hockeyweb: Inwiefern hängen dabei auch e.V. und GmbH zusammen, die diese Saison den Aufstieg in die DEL anstrebt?

Steingraf: Grundsätzlich handelt es sich um zwei eigenständige Organisationen, die durch einen Fördervertrag eng miteinander verzahnt sind. Die Praxis sieht ähnlich aus. Auf allen Ebenen erfolgt ein enger Austausch. Ich persönlich tausche mich oft mit Franz Fritzmeier aus. Das dauert gut und gerne auch mal etwas länger, weil wir dann wirklich alle Ideen und Konstrukte besprechen und nach Lösungen suchen, die am vielversprechendsten für die gesamte Organisation sind. Es ist ein Austausch der Spaß macht und uns stetig weiterbringt.

Hockeyweb: Spielt auch eine Multifunktionsarena in Frankfurt dafür perspektivisch eine Rolle? Inwiefern tangiert euch diese Entwicklung?

Steingraf: Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam und wünschen uns für den Standort die entsprechende Multifunktionsarena. Diese ist elementar für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Organisation. Durch eine entsprechende Halle ergeben sich neue Möglichkeiten, die sowohl dem Profiteam als auch dem Nachwuchsverein zu Gute kommen.

Hockeyweb: Wo sehen sich die Nachwuchs-Löwen in fünf bis zehn Jahren?

Steingraf: Auf Augenhöhe mit den großen Nachwuchsvereinen aus Deutschland.


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