Die Frische fehlte in allen Bereichen - ECT unterliegt Duisburg

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Die Gründe für die 2:6 Niederlage gegen den EV Duisburg brachte Löwen-Coach Hans Rothkirch im Anschluss an die Begegnung treffend auf den Punkt: Nach den zwei starken Auftritten in Essen und gegen Ingolstadt fehlte seinem Team einfach die körperliche und geistige Frische. Einschussgelegenheiten wären genügend vorhanden gewesen, nur genutzt wurden diese nicht. Auch bei der Schussstatistik lag man nahezu gleichauf, nur zeigte sich der Gegner um ein Vielfaches cleverer, zudem mit dem Glück im Bunde. Den signifikantesten Unterscheid auf dem Eis machte die zweite Duisburger Reihe, die für die ersten vier und damit die spielentscheidenden Treffer verantwortlich war.



Das erste Hallo im negativen Sinne gab es bereits vor dem ersten Bully. Gerade einmal 1300 Zuschauer haben den Weg in die Hacker-Pschorr-Arena gefunden. Anscheinend haben sich die couragierten Leistungen der jüngsten Vergangenheit im Isarwinkel noch nicht herumgesprochen. Bei den Löwen befiel nach Beppo Frank der Grippevirus auch Andi Kruck und Sebastian Kottmair. Letzterer versuchte sich dennoch auf dem Eis, Christian Curth rückte für Frank in die Verteidigung.

Im ersten Drittel versuchten die Buam sich das kräfteraubende Pokalspiel aus den Knochen zu schütteln. Die Füchse agierten abwartend und begnügten sich damit, die Scheibe in den eigenen Reihen zu halten. Dies reichte aus, um durch einen verdeckten Blueliner von Kapitän Torsten Kienass und einem Treffer von Michael Waginger aus dem Gewühl heraus, schon bald komfortabel in Front zu liegen.



Hoffnung keimte auf, als Christopher St. Croix nur wenige Sekunden nach der Pause mittels Schlagschuss den Anschlusstreffer herstellen konnte. Der Schuss an sich verfehlte das Gehäuse, der Abpraller jedoch fand den Weg über den Rücken von ECD-Torhüter Markus Janka ins Netz. Der Torjubel war noch nicht verstummt da umkurvte Florian Zeller den Ex-Geretsrieder Janka, schob aber die Scheibe mit der Rückhand aus zwei Metern vorbei. Unfassbar und zugleich der Knackpunkt der Partie. Zwar dominierten die Hausherren das Geschehen jetzt halbwegs, doch fehlte an diesem Abend einfach das letzte Quäntchen an Konzentration, um die durchaus vorhandenen Möglichkeiten in Zählbares umzumünzen. Vorne also ineffizient, hinten dafür fahrig. Shawn McNeil war Nutznießer einer mißlungenen Befreiungsaktion der Löwen-Abwehr. Auch die endgültige Entscheidung fiel noch in diesem Abschnitt. Einen blitzsauberen Konter über Boisvert und McNeil schloss erneut Waginger überlegt ab.



Dass die Isarwinkler in diese Begenung nicht mehr würden zurückkommen, war allen Beobachtern im Stadion klar. Zu wenig Power hatte die Mannschaft, zu wenig Ideenreichtum kam von den Schlüsselspielern. Die erste Strafzeit fing man sich zu Beginn der letzten zwanzig Minuten ein. Unglaubliche Disziplin oder doch eher körperliche Insuffizienz? Es sei dahingestellt. Bei der zweiten Strafzeit mischten sich die Gäste nochmals ein. Ein Schlagschuss von Sundblad landete an einem Schlittschuh und erreichte von dort den völlig frei vor dem Tor stehenden Petri Kujala. Der ehemalige Wolfsburger markierte wenig später auch noch den sechsten Treffer der Gäste durch einen Abstauber. Als exakt noch 60 Sekunden zu spielen war, zeigte die erste Tölzer Reihe spät aber doch ihren schönsten Spielzug. Kottmair quer zu Stevens, dieser quer zu Hoad, drin. Ende!

Didi Hegen zeigte sich zwar nach dem Spiel eher wortkarg, aber zufrieden mit seiner Mannschaft. Sie habe stets an den Sieg geglaubt, dieser sei seiner Ansicht nach auch verdient. Seine zweite Sturmformation habe sich das Glück vor dem Tor erarbeitet. Hans Rothkirch indes fand noch ein Lob für seine vierte Reihe, die desöfteren auf die erste, die "Wikinger"-Reihe der Duisburger traf und sich dabei achtbar aus der Affäre zog. Immerhin kündigte Rothkirch an, dass Tim Regan nach seiner Viruserkrankung womöglich bereits am Wochenende den ein oder anderen spordischen Einsatz auf dem Eis haben könnte. Der Chancenverwertung auf Tölzer Seite wäre dies sicher nicht abträglich. (orab)

Tore:

0:1 (10:28) Kienass (McNeil, Boisvert), 0:2 (13:49) Waginger (McNeil, Boisvert), 1:2 (20:46) St.Croix (Stevens 5-4)), 1:3 (33:46) McNeil (Waginger, Boisvert), 1:4 (39:21) Waginger (Boisvert,McNeil), 1:5 (46:19) Kujala (Sebastian, Sundblad 5-4), 1:6 (48:42) Kujala (Puhakka, Boisvert 5-4), 2:6 (59:00) Hoad (Stevens)

Strafen: Bad Tölz 10 - Duisburg 12

Schiedsrichter: Deibler (EC Peiting im TSV) - Bertele, Ledermann

Zuschauer: 1229

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