„Die Falken waren immer mehr als ein Job!“Rico Rossi im Interview

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Herr Rossi, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns und unsere Leser genommen haben. Was machen Sie aktuell beruflich?

Derzeit bin ich arbeitssuchend. Dazu stehe ich öfters mit meinem Sohn auf dem Eis. Er spielt für die Jungadler in der Schülerbundesliga. Tomas Martinec ist dort Trainer und er erlaubt mir, mit aufs Eis zu gehen und etwas zu helfen.

Ihr Ausscheiden bei den Falken ging recht zügig. Was ist vorgefallen?

Für mich machte es keinen Sinn mehr, nur im Büro zu sitzen und dafür Geld zu bekommen. Ernst Rupp hat immer mehr die Arbeit und die Verantwortung und somit die Kernpunkte meiner Aufgabe als Sportdirektor übernommen. 

Es wurde auch über atmosphärische Störungen zwischen Ihnen und Herrn Rupp gesprochen. Hat Ihre Freundschaft noch Bestand?

Natürlich! Wir sind immer noch Freunde. Sicherlich hatten wir teilweise unterschiedliche Auffassungen, aber das ist ja auch normal. Privat verstehen wir uns nach wie vor und werden sicherlich mal wieder Golf zusammen spielen.

War es, rückblickend betrachtet, ein Fehler, den Posten des Sportdirektors bei den Falken zu übernehmen?

Eigentlich nicht. Hätte ich die Aufgaben und die Verantwortung voll umfänglich übernommen, wäre alles gut gewesen. Ernst wollte mir die Chance geben und hat dies auch gemacht. Ich hatte aber teilweise das Gefühl, dass er von seiner Arbeit und seiner Verantwortung nichts bzw. nicht viel abgeben wollte. Der schwerwiegendere Fehler war allerdings, dass ich auch als Co-Trainer gearbeitet habe. Ich hätte nicht mit dem Teams aufs Eis gehen dürfen. Ich habe das aber gemacht, weil Ernst es so wollte.

Verfolgen Sie die Falken noch?

Immer! Nach fast zehn Jahren sind die Falken nicht nur einfach mein Arbeitgeber gewesen, Sie sind ein Stück meines Lebens. Es war für mich immer mehr als ein Job und daher verfolge ich das Geschehen natürlich auch weiterhin. Ich drücke allen Verantwortlichen, dem Team und den Fans die Daumen.

Sie wurden, zumindest spekulativ, als Trainer in Bad Nauheim und Mannheim gehandelt. Gab es Kontakt zu den Vereinen?

Es gibt Kontakt zu einigen Vereinen. Wenn irgendwo eine Position als Trainer frei wird, fällt sicherlich auch mein Name. Die Adler haben sich primär auf Hans Zach und dessen Verpflichtung konzentriert. Mit den Verantwortlichen aus Bad Nauheim habe ich lose gesprochen.

Es hieß, Sie waren bei Spiel gegen die Dresdner Eislöwen in Bad Nauheim vor Ort.

Nein, das ist nicht richtig.

Wie sieht Ihre weitere Planung aus? Gibt es konkrete Ziele oder Pläne?

Ich würde sehr gerne wieder als Trainer arbeiten, das bevorzuge ich. Natürlich wäre ich auch gegenüber einer Anstellung als Sportdirektor nicht abgeneigt. Ein Team zu managen liegt mir auch. Ich möchte keine Liga ausschließen, allerdings bevorzuge ich die DEL 2, da ich diese seit nunmehr zehn Jahren kenne. Konkrete Pläne gibt es nicht. Ich schaue, ob und was in dieser Saison noch machbar wäre. Ergibt sich hier keine Option, werde ich im Hinblick auf die neue Saison vorarbeiten.

Herr Rossi, vielen Dank für Ihre Zeit und alles Gute für Ihre berufliche und private Zukunft. Wir werden Sie sicherlich bald wiedersehen.


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